Gute Nacht Gedichte

Kleinen Kindern kann man abends vor dem Einschlafen nicht nur Märchen oder Geschichten vorlesen, sondern auch Gute Nacht Gedichte. Wichtig ist dabei natürlich, dass darin nichts vorkommt, was dem Kind irgendwie Angst machen könnte – da reicht es schon, was in so mancher Märchenwelt an gruseligen Szenen geboten bekommt. Gute Nacht Gedichte sollten keine Zeilen sein, die zum Nachdenken anregen oder traurig stimmen. Schließlich geht es beim Lesen oder Vorlesen eines Gute Nacht Gedichts nicht darum, jemanden munter zu machen, sondern zu entspannen: Der Geist soll zur Ruhe kommen. Nicht Albträume sind das Ziel, sondern festes Durchschlafen. Und das gilt nicht allein für die jüngste Generation – die älteren Semester brauchen ebenfalls ihren Schlaf, um fit zu sein für den nächsten Tag. Sie durchkämmen das Internet gerade in puncto Gute Nacht Gedichte? Dann nehmen Sie sich genügend Zeit, um hier nach neuem Einschlafmaterial zu suchen.

Gute Nacht
Weiche Nebelschleier hüllen
Ein, was auf der Erde wohnt.
Hoch am Himmel geht die stillen
Bahnen hin der goldne Mond.
In der Ferne
Tauchen Sterne
Auf und halten treue Wacht.
Gute Nacht!

Leise Schlummerlieder singet
Noch das Meer im Abendwind.
Und ins warme Bettchen bringet
Jede Mutter nun ihr Kind;
Wohl geborgen,
Frei von Sorgen,
Schlummert's ein, sein Engel wacht,
Gute Nacht!

Süßer Friede! Wollest walten
Und beherrschen jedes Herz.
Und in freundlichen Gestalten
Schwebet, Träume, erdenwärts,
Bis die Sonne
Voller Wonne
Uns am Morgen wieder lacht.
Gute Nacht!

Alle, die mit bangem Zagen
Stund' um Stunde hingezählt,
Die des Tages Last getragen,
Die mit Schmerzen sich gequält,
All' ihr Müden
Nutzt in Frieden,
Einer ist, der für euch wacht.
Gute Nacht!

Daß ein sanfter Schlummer stärke
Alle, die zur Ruhe gehn,
Um zu neuem Tagewerke
Neu gekräftigt aufzustehn.
Mut zum Leben,
Kraft zum Streben
Werde Jedem dargebracht.
Gute Nacht!

Autor: Stine Andresen

Gute Nacht
Gute Nacht! Du ahnst es nicht,
Dass ich still vorübergehe
Und dein spätes Rampenlicht
Durch den Vorhang schimmern sehe,
Hast der Lippe nimmer acht,
Die dir flüstert: Gute Nacht!

Gute Nacht, du holdes Kind!
Schließe deine Augenlider;
Süßer Schlummer walle lind
Auf dein heit‘res Antlitz nieder,
Und ein Engel hauche sacht
Dir entgegen: Gute Nacht!

Gute Nacht! Die Träume, Kind
Mögen dir mein Antlitz zeigen;
Wie die Blum' im Abendwind
Wird es still vor dir sich neigen,
Bis ihm deins im Schlummer lacht,
Still erwidernd: Gute Nacht!

Autor: Otto Baisch

Gute Nacht
Am Abend spät, den Mantel umgeschlagen,
Geleitet nur vom Dämmerlicht der Sterne,
Geh' ich durch ihre Straße noch so gerne,
Um der Geliebten süße Nacht zu sagen.

Ihr Zimmer kenn' ich schon seit frühern Tagen,
Sie hat noch Licht, es schimmert aus der Ferne,
Noch wacht sie, was ich an den Schatten lerne,
Die hoch im Zimmer bis zur Decke ragen.

Die Schildwacht vor der Thür geht auf und nieder,
Sie scherzt mit dem Gewehr und pfeift sich Lieder,
Sie weiß nicht, welch' ein Kleinod sie bewacht.

Jetzt schlüpfen in das Bett die zarten Glieder,
Jetzt hat sie auch das Lämpchen ausgemacht:
Nun Herz schlaf wohl mir, tausend gute Nacht!

Autor: Heinrich Beitzke

Gute Nacht
Im Feindesland, um Mitternacht,
Ging ein Soldat einsam auf Wacht.
Am Himmel klar ein Sternlein stand,
Recht wie ein Gruß vom Heimathland.

Die Liebste wohl am Fenster steht,
Die Händ' gefaltet zum Gebet.
Sie denket des Geliebten heiß,
Den sie im Kampf, im Streite weiß.

„Schlaf' ruhig, Du Soldatenbraut,
Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut.
Gerecht ist ja der Kampf, der Krieg,
So wird auch fehlen nicht der Sieg.

„Fall' ich, die wüchse in der Hand,
Sterb' ich den Tod für's Vaterland.
Schlaf' ruhig, steh' in Gotteshut,
Er schützt ein treu Soldatenblut."

Das Sternlein grüßt noch einmal her,
Dann Stille rings, dann Nacht umher.
Einsam steht der Soldat auf Wacht,
Zwei Herzen rufen: Gute Nacht!

Autor: Friedrich Brunold

Komm, liebe Nacht
Der liebe gold‘ne Tag,
Er will nun schlafen geh‘n,
Der heiße Herzensschlag
Der Erde bleibt nun steh‘n.

Die Lüfte werden kühl,
Die Schatten werden groß,
Der Vögel süßes Spiel
Ruht sanft im Blätterschoß.

Du liebe stille Nacht,
Komm, singe mir dein Lied,
Das alles schlafen macht.
Denn sieh‘, ich bin so müd.

Ich ging so sterbensweit
Mit müdem, blut‘gem Fuß,
Und meine Seele schreit
Nach deinem Friedenskuß.

Hast du so viel der Rast,
Hast du so viel der Ruh,
Als meine Seele faßt? - -
Dann küß mein Auge zu!

Autor: Franz Eichert

Gute Nacht
Allem schöne gute Nacht,
was da schläft und was noch wacht:
Kindern goldne Weihnachtsbäume,
Knaben Kampf- und Minneträume,
Jungfraun reiner Unschuld Walten,
Dichtern glänzende Gestalten,
Müttern aus prophet´schen Bronnen
ihrer Kinder Künf´ge Wonnen,
Männer hoher Taten Mahnung,
Greisen nahen Friedens Ahnung;
allem schöne gute Nacht,
was da schläft und was noch wacht.

Autor: Friedrich de la Motte Fouqué

Gute Nacht.
Schon fängt es an zu dämmern,
Der Mond als Hirt erwacht
Und singt den Wolkenlämmern
Ein Lied zur guten Nacht;
Und wie er singt so leise,
Da dringt vom Sternenkreise
Der Schall ins Ohr mir sacht:
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Nun suchen in den Zweigen
Ihr Nest die Vögelein,
Die Halm' und Blumen neigen
Das Haupt im Mondenschein,
Und selbst des Mühlbachs Wellen
Lassen das wilde Schwellen
Und schlummern murmelnd ein.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Von Tür zu Türe wallet
Der Traum, ein lieber Gast,
Das Harfenspiel verhallet
Im schimmernden Palast.
Im Nachen schläft der Ferge,
Die Hirten auf dem Berge
Halten ums Feuer Rast.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Und wie nun alle Kerzen
Verlöschen durch die Nacht,
Da schweigen auch die Schmerzen,
Die Sonn' und Tag gebracht;
Lind säuseln die Zypressen,
Ein seliges Vergessen
Durchweht die Lüfte sacht.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Und wo von heißen Tränen
Ein schmachtend Auge blüht,
Und wo in bangem Sehnen
Ein liebend Herz verglüht,
Der Traum kommt leis und linde
Und singt dem kranken Kinde
Ein tröstend Hoffnungslied.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Gut' Nacht denn all ihr Müden,
Ihr Lieben nah und fern!
Nun ruh' auch ich in Frieden,
Bis glänzt der Morgenstern.
Die Nachtigall alleine
Singt noch im Mondenscheine
Und lobet Gott den Herrn.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Autor: Emanuel Geibel

Gute Nacht
Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Möchte gern in Schlaf dich wiegen,
Denn mein Arm ist weich und lind,
Und so einsam mußt du liegen.
Gute Nacht!

Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Klopft am Fenster deiner Kammer
Hart und scheu der Alpenwind,
Denk, es ist mein Trennungsjammer.
Gute Nacht!

Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Streift ein Strahl dein weißes Linnen,
Hasch ihn mit der Hand geschwind,
Und du hältst mein treues Sinnen.
Gute Nacht!

Gute Nacht, mein Kind, mein Kind,
Hör! der Wind kann es nicht fassen,
Daß wir nicht beisammen sind,
Und er heult durch alle Gassen.
Gute Nacht!

Autor: Isabelle Kaiser

Zur Nacht
Gute Nacht!
Allen Müden sei’s gebracht!
Neigt der Tag sich schnell zum Ende,
Ruhen alle fleiß’gen Hände,
Bis der Morgen neu erwacht.
Gute Nacht!

Geht zur Ruh!
Schließt die müden Augen zu!
Stiller wird es auf den Straßen,
Und den Wächter hört man blasen,
Und die Nacht ruft allen zu:
Geht zur Ruh!

Schlummert süß!
Träumt euch euer Paradies!
Wem die Liebe raubt den Frieden,
Sei ein schöner Traum beschieden,
Als ob Liebchen ihn begrüß’!
Schlummert süß!

Gute Nacht!
Schlummert, bis der Tag erwacht!
Schlummert, bis der neue Morgen
Kommt mit seinen neuen Sorgen!
Ohne Furcht! Der Vater wacht.
Gute Nacht

Autor: Theodor Körner

Eine gute Nacht.
Liebchen sieh mit goldner Pracht,
rings umkränzt vom Heer der Sterne,
blickt der Mond aus blauer Ferne
traulich lächelnd auf uns zu:
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Liebchen, ach wie schön vollbracht,
unter Scherz und Tanz und Singen
flog der Tag auf goldnen Schwingen
den verschwundnen Tagen zu!
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Wie mich ds fröhlich macht,
daß ich weiß, du bist Meine,
daß ich weiß, ich bin der Deine,
Du und ich und ich und Du!
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Liebchen, ruft mich bald die Nacht,
dir am Busen zu erwarmen?
Ach, wann schließt in meinen Armen
sich dein blaues Auge zu?
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Autor: Siegfried August Mahlmann

Hinweis:

Wir sind stets auf der Suche nach neuen Gedichten und dabei auf die Mithilfe unserer fleißigen Besucher angewiesen, die uns eifrig dabei helfen, unser Sammelsurium weiter zu komplettieren. Sollten auch Sie noch Gedichte kennen, die auf unserer Seite bislang fehlen, würden wir uns sehr über einen Eintrag der Werke freuen. Klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Button. Gedicht eintragen