Neueste Gedichte

Mutter Erde
Danke, dass es dich gibt.
Wenn ich hungrig bin,
darf ich ernten, was du mir gibst.
Wenn ich durstig bin,
darf ich mich an Quellen erfrischen.
Wenn es dunkel ist,
darf ich mich ausruhen.
Wenn es hell ist,
darf ich wachsen.
Danke, dass es dich gibt.

Autor: Renate.MKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Undercover
Mit
Sternchen
ein paar Zahlen
Raute

tauchte er auf
in meinem Leben

Tauchte auf
und
tauchte unter

Ein allerliebstes Nessilein
erwählte er
zu seinem Zeichen

Autor: Ute Windisch-HofmannKategorie: Freundschaftsgedichte

Der Traum
Ich hatte diese Nacht einen seltsamen Traum.
Wieso g’rade ich, das glaubt man doch kaum?
Ich bin ja kein Muslim, kein Jude, kein Christ,
sondern nur ein ungläubiger Atheist.
In meinem Traum, der mich machte betroffen,
habe ich den lieben Gott getroffen.

ER sagte zu mir, was machst du für ein Gesicht?
Ich fragte ihn, ja siehst du denn nicht,
was hier auf der Erde so vor sich geht
und wie der Mensch Nächstenliebe versteht.
Er liebt sicher das, was am nächsten ihm liegt.
Er liebt Geld und liebt Macht. Dafür führt er auch Krieg.

Die Natur wird zerstört. Die Tiere, die leiden.
Uns’re Enkel sind wirklich nicht zu beneiden,
um das, was wir ihnen mal hinterlassen
und im Endeffekt, es ist nicht zu fassen,
sagen diejenigen, die hier alles zerstören,
sie würden auf deine Worte nur hören.
Sag, lieber Gott, ich kann es nicht raffen,
wie konntest du solche Menschen erschaffen?

Ich machte eine Pause. Da sprach Gott zu mir,
hier liegst du falsch, doch ich erkläre es dir.
Was ihr Menschen auch macht, da kann ich nichts dafür.
Ich seh das auch alles. Manchmal graust es auch mir.
Ihr braucht keinen Koran, keine Bibel zu fragen.
Worauf es wirklich ankommt, das will ich dir sagen.
Damit ihr wisst, was ihr wirklich tun sollt im Leben,
habe ich euch dereinst das Gewissen gegeben.

Hätt ich gewollt, dass ihr tut nur, was der großen Sache nützt,
dann hätt ich mir dereinst Marionetten geschnitzt.
Ich hab euch stattdessen den freien Willen gegeben,
mit der Hoffnung, dass ihr etwas macht aus euer’m Leben.

Ich fragte den lieben Gott, was kann ich als Einzelner machen.
Er sagte, da gibt es so viele kleine Sachen.
Du glaubst ja doch nicht an mich, also mußt du mich nicht fragen.
Was du tun sollst, das kann dein Gewissen dir sagen.
Ist es noch nicht ganz verkümmert, dann wird es dir raten
deinem Nächsten zu helfen, anstatt ihm zu schaden.
Warte nicht auf die Ander’n, die mehr als du besitzen.
Nur wenn selbst du etwas tust, wird es der Gesellschaft nützen.
Du bist nur ein Einzelner, das seh ich schon ein,
Doch viele wie du, könnten eine Mehrheit sein.

Ich erwachte am Morgen, vom Traum ganz benommen.
Es wenigstens zu versuchen, hab ich mir vorgenommen.

Autor: Dietmar GeisterKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Suche
Die Leere in mir.
keine Zukunft

Hoffnung,
gestohlen

Auf der Suche nach
der Blume

Autor: Alice GallagherKategorie: Gedichte Sehnsucht

Vermögen
Wer nichts hält von sich
kann nicht leiden
wer was hält von sich
hat was übrig
kann Leiden mögen

Autor: Brigitte WilgerKategorie: kurze Gedichte

Traumfrau
Du meine Traumfrau, Du bist wunderschön,
in meinen Träumen, kann ich Dich sehen.
Ein Leben mit Traumfrau, so ein Glück kommt nicht oft,
Meist bleibt's bei Träumen, auf Erfüllung gehofft.
Ich habe das Glück, Dich in meine Arme zu schließen,
viele Jahre, darf ich Dich schon genießen.
Deine Haut ist so zart, betörend Dein Duft,
ich brauch Dich zum Atmen, Du bist meine Luft.
Weich Deine Lippen und heiß ist Dein Kuss,
das sind die Dinge, an die ich oft denken muss.
Du hast mich gehalten, sanft in Deinem Arm,
in Deiner Nähe, ist mir wohlig warm.
Mit Deiner liebevollen Art, hast Du es erreicht,
einfach nur loslassen, bei Dir fällt's mir leicht.
Du bist eine Traumfrau, nicht nur für mich,
Du kannst es mir glauben, "Ich Liebe Dich"
Ich möchte auf ewig, egal Dein Verhalten,
Die Erinnerung an meine Traumfrau ...
im Herzen behalten.

Autor: Peter kämmlerKategorie: romantische Gedichte

Weiter und Näher
Weiter am Leben, doch näher am Tod,
näher am Wahnsinn und weiter in Not.
So ist mein Leben und weiter wird's gehen,
näher am Schmerz, mein Herz bleibt nicht stehen.
Näher ans Ziel schaff ich es nicht,
denn immer weiter, entfernt sich das Licht.
steh weiter im Dunkeln, und näher am Rand
weiter näher am Abgrund, ich täglich mich fand.

Autor: Peter KämmlerKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Licht & Schatten der Erinnerungen
Die Träume mit Dir,
genieße ich sehr,
Gedanken an ich,
fürchte ich nicht.
Mich abzulenken
und an Dich zu denken ...

Dies alles gelingt
mir nur im Schlaf.
Wenn ich wach bin,
bekomme ich das
nicht hin!

Ein quälender Schmerz,
tief drinn im Herz,
Angst macht sich breit,
die ganze Zeit,
es tötet mich,
Denk ich an Dich!

Autor: Peter KämmlerKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Stille
Kein Hauch fegt durch die kalte Gruft,
Die Winde sind gefroren,
und in der sterbenskalten Luft,
ist alle Hoffnung schon verloren.

Da plötzlich hebt sich flehendlich,
die Hand zum letzten Gruße.
Der dunkle Stein am dunklen Tisch;
des Alten letzte Buße.

Da reitet donnernd mit Gebrüll,
der Tod auf hellem Rappen ein,
und stielt des Herrn letzte Idyll,
das Ende ist in Stille.

Autor: G. TraklKategorie: Abschiedsgedichte

In Frieden...
Ich schließe die Augen und lasse mich gehen,
beginne zu träumen, es ist wunderschön,
in meinen Träumen kann ich Sie sehen
Meine Kinder, meine Traumfrau, ich beginn mich zu drehen.
Ich sehe all die Menschen und was uns verband,
sogar meine Oma, unter Ihnen ich fand.
Meine Eltern, Familie und Freunde ich traf,
ich fühl mich so frei, in meinem ewigen Schlaf.
Hier ist es sehr wohlig, die Farben so bunt
Meine Furchtlosigkeit, die hat einen Grund.
So stell ich's mir vor das Ende vom Leben,
vor was jetzt noch Angst, was kanns schöneres geben.
Noch bin ich ja da, hier auf dieser Welt,
auch wenn mir der Traum , oft besser gefällt.
Das ist wohl der Sinn in unserem Leben
immer zu kämpfen und alles zu geben,
bis ich's verdient hab, habe ich noch zu tun,
um, wenn es dann sein soll, in Frieden zu ruhn.

Autor: Peter KämmlerKategorie: Gedichte Sehnsucht

Der Apfel
Es war einmal ein Apfel.
So groß, so klein,
so rot, so grün,
so schön und dreckig,
braun und fleckig,
eckig, schleimmig, wunderschön
und doch nicht schön anzusehen.
Man will ihn essen, doch das lasst ihr bloß,
der Apfel ist zwar schön und groß
doch giftig obendrein,
drum lasst ihn lieber Apfel sein
und greift lieber zur Banane
dazu würde ich euch raten.
Guten Appetit, doch mit Bedacht,
so ne Banane ist auch nicht so harmlos,
wer hät's gedacht.

Autor: jungundpeinlichKategorie: lustige Gedichte

Die Liebe ist echt
Die Liebe ist echt, die Liebe ist wahr,
wenn sie dich trifft, bist dem Himmel so nah,
Du streckst deine Arme und willst ihn berühren
Das ist die Liebe, du kannst es jetzt spüren..

Wirst du zu gierig und willst du zu viel,
geht sie kaputt und wird zu’nem Spiel.
Liebe in Demut und Bescheidenheit
Dann wird sie bleiben für ewige Zeit.

Achte die Liebe und pflege sie sehr,
egal was auch kommt und gib sie nie her.
Kämpfe um sie mit all deinem Mut,
Denn sie ist unser wertvollstes Gut.

Autor: Peter KämmlerKategorie: Liebesgedichte

Dein Leben
Sehe Dein Leben, wie einen Wald
Jeder der Bäume, eine Gestalt,
So wie ein Förster muss man es Pflegen,
der Förster den Wald und Du Deine Lieben.
Er fällt einen Baum und schenkt neues Leben,
fälle auch Du, dann kannst Du’s erleben,
Bekannte entfernen, doch wähl mit Bedacht,
Sowie der Förster im Wald es auch macht.
Dein eigenes Glück du selbst in Händen hälst,
Bleibe Dir treu, welch Entscheidung du auch fällst
Pflege Dein Leben in einem Försters Sinn,
und gebe Dich nicht einer Gleichmut hin,
darfst nicht nur nehmen, musst auch was geben
im vollsten Glanz erstrahlt dann Dein Leben.

Autor: Peter KämmlerKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Wahre Liebe?
Ich glaubte an Liebe, die es nie gab,
dachte sie gefunden als ich Sie sah,
doch wie’s ist im Leben, es spiegelt Dein Geist,
nur Bilder die Du sehen willst und das noch ganz dreist.
Du glaubst Deinem Geist, ohne zu denken,
und lässt Dich nur von den Gefühlen lenken.
Noch bevor Du erwachst aus Deinem Traum,
bist Du allein und glaubst es kaum,
dass Du Dich getäuscht hast in Ihrem Schein,
das kann sicher nicht die wahre Liebe ein.
Durch die Erfahrung hast Du’s kapiert;
Glaube nicht alles, was Dein Geist Dir hofiert.
Du kannst es Dir wünschen und viel dafür geben,
doch die wahre Liebe, gibt’s selten im Leben.
Den Glauben verloren, Dass es die Liebe gibt,
fristest Dein Leben, zu Tode betrübt.

Autor: Peter KämmlerKategorie: traurige Gedichte

Das Ende ist nah
Der Anfang vom Ende liegt lang schon zurück,
getrieben von Angst, zerstört er sein Glück.
Wo er kein Hell nur Dunkles er sah,
Die Schuld frisst ihn auf, das Ende ist nah.

Wie eine Sonne, ihre Strahlen ihn trafen;
Sie engelhaft zu Boden ihn warfen.
Sie war wunderschön, er verdiente sie kaum,
für ihn ging in Erfüllung, ein Lebenstraum.

Das Leben bisher durch Krankheit bestimmt,
mit ihrer Art, sie ihm die Schmerzen nimmt.
Sie war ein Geschenk, in seinem trostlosen Leben,
er liebt sie so sehr, würde Seins für sie geben.

Die gemachten Fehler, aus seiner Vergangenheit,
holten sie ein, in seiner schwersten Zeit.
In die Ecke getrieben, von Depressionen geplagt,
ihr Vertrauen missbraucht, als Freund hat er versagt.

Mit Dämonen im Kopf, vernebeltem Sinn,
gab er sich leider, dieser Dummheit hin.
Sie war sehr enttäuscht, konnte ihm nicht verzeihen,
er stürzt in die Tiefe und konnte nicht schreien.



Er hört noch ihr Lachen, als er sie um Hilfe bat;
Und fühlt noch bis heute wie weh es ihm tat.
Er bricht nun zusammen, sein Atem bleibt stehn,
in seiner Trauer, beschließt er zu gehn.

Er versuchte es ernsthaft, doch klappte es noch nicht,
und geht in die Klinik, ehe sein Wille zerbricht.
Seine Traumfrau, sein Vater, sie geben ihn auf,
das Schicksal nimmt fortan … seinen Lauf.

Es gibt eine Chance, im Geist kann er's sehn,
sein Körper kämpft eisern, er darf noch nicht gehn.
Seine Wirbelsäule bricht, genau wie sein Herz,
Er liegt Intensiv, tief drinn sitzt der Schmerz.

Er liegt in der Klinik, sie muss ihn sehr hassen,
am zehnten im März, sie hat ihn verlassen.
Ihm liefen die Tränen; in strömen über die Wangen,
Jetzt muss der Krieger im ihm, das Kämpfen anfangen.

Er selbst zieht die Schläuche und tut sich verbinden,
er muss jetzt hier raus, um Antwort zu finden.
Bekommt keine Antwort, sie ist so kalt wie ein Stein,
emotional, wird der Zehnte im Monat, ihr Todestag sein.

Diesem Tag zu gedenken, ein Leben lang,
am zehnten eines Monats, sein innerster Drang.
Jeden Monat im Park eine weiße Rose abgelegt,
denn keine andere, hat so sehr, sein Leben bewegt.

Ohne sie zu leben, ist was ihn zerbricht,
er ist sich ganz sicher, allein schafft er’s nicht.
Die Ignorantz und ihr Schweigen, belasten ihn sehr,
seine Gedanken an die Zukunft, sind düster und schwer.
Zurück in das Leben, mit Wille und Mut,
seine helfenden Freunde, taten ihm gut.
Was er auch tat, es war stets vergebens
Die Hürden werden höher, Zeit seines Lebens.

Wenn er auch fällt, er steht stets wieder auf,
doch liegt er am Boden, tritt man noch drauf.
Er macht wirklich alles und weiß was er will,
je länger er kämpft, umso ferner das Ziel.

Die Traumfrau verloren, vom Vater verbannt,
von Freunden vergessen, die Seele verbrannt.
Die Mutter gestorben, sie war noch nie da,
von Schmerzen gepeinigt, dem Tode so nah.

Dunkle Gedanken, ihn täglich umkreisen,
hängen an ihm, wie Ketten aus Eisen.
Mit den Geistern im Kopf, kämpft er ums Steuer,
Erinnerungen an Sie, brennen wie Feuer.

Selbsthass und Schuldgefühle, er ist davon besessen,
seit Wochen schon müde, kann kaum noch was essen.
Verurteilt sich selbst und will sich bestrafen,
Albträume in der Nacht, die ihn versklaven.

Er will nur noch sterben, er wünscht sich den Tod,
die Liebe verloren, seine Seele in Not.
Das Schöne des Lebens, kann er nicht mehr sehn,
er dreht sich im Kreis und will nur noch gehn.

Bemüht sich vergebens, kämpft jeden Moment,
mit den Stimmen im Kopf, die er nicht kennt.
Er verdient es nicht anders, er wäre nichts wert,
gefangen im Dunkeln, der Himmel versperrt.

Gebliebene Freunde, haben‘s nicht immer leicht,
was sie auch tun, nichts ihn erreicht.
Die die ihm könnt helfen, gibt es nicht mehr,
ihre Stimme und ihren Duft vermisst er so sehr.

Zum Leben zu müde, für das Sterben bereit,
der Weg in die Sonne, dem Körper zu Weit.
Isoliert im Geiste und im Herzen allein, sitzt er nun da.
Er kann den verstehen, der sagt: „ Das Ende ist nah.“

Autor: Peter KämmlerKategorie: Abschiedsgedichte

Kaltes Herz
Starkes Organ,
ich verfalle deinem Wahn.

Dein Schlag,
100 000 Mal am Tag.

Du schlugst ganz tief,
während ich einsame Träume durchlief,

schlägst du unaufhörlich, massiv.

In des Mutters Brust,
schlägt das kalte Herz.
Als gäb es auf Erden kein Verlust
und auch kein Funken Schmerz.

Sieht dem Kind in dessen große Augen,
hungrige, gierige Augen,
wollen jegliche Zuwendung aufsaugen.
Voller Sehnsucht nach Vertrauen,
suchen sie ein Fundament um sich aufzubauen.

Doch sie wird nicht getroffen,
als wäre sie in des Kindes überschwänglicher Liebe nicht ersoffen.
Sie wird nicht berührt,
als wäre sie von unmenschlichen Wesen geführt.

Als truge sie Dämonen und Bitterkeit in sich,
die bisher jeglicher Form von Liebe entwich.

Des Kindes stummer Schrei bei Nacht,
als es fröstelnd von der Herzenskälte schreckhaft erwacht.
Das Kinderherz, es gibt und verlangt,
dabei um fehlende Berührung und Nähe bangt.

Wie werde ich erreichen?
Wie setze ich ein Zeichen,
dem kalten Herze zu entweichen?
Sodass es fähig ist, mir wieder etwas Wärme zu reichen.

Warum hast du dich in Kälte verlorn?
Weshalb werden all deine Blüten verdorrn?
Neue Knospen wurden gebor'n,
doch des fehlenden Herzens Begierde,
erlöscht dessen aufkeimende Wachstumszierde.

Kam nie ein Lob über schmale, blasse Lippen.
Kein austrinken lassen, nur ein wenig nippen.
Da war kein vor Freude ausflippen
und kein gewagter Sprung über des Kindes Angst- und Sehnsuchtsklippen.

Immer durstig, immer dürftig zurückgelassen.
Wie leere Pfandflaschen an Supermarktskassen.

Und des Kindes Schrei erlischt bei Zeiten.
Es flieht in ferne Weiten.
Geht auf Suche nach and'ren Anschlussmöglichkeiten.
Doch ewiglich still, wird Leere es begleiten.

Was du nicht hattest auf deinen frühen ersten Wegen,
das musst du dir jetzt selber geben.
Oder zumindest selbst, nach dessen Finden streben.

Zurück bleibt jedoch für immer eine Lücke,
wenn du Glück hast, tuts nur ein bisschen weh,
so wie der Stich einer Mücke.
Doch fehlen dir noch weitere Stücke
und um dich zu halten die nötige Krücke,
wird es dich zerbrechen.-
Dein eig'nes Herz kann dir keine Stärke und kein Halten mehr versprechen.

Doch der Frühling bringt uns neue Wärme.
Über den blauen, vom Sonnenlicht erstrahlten Himmel, ziehen wieder Vogelschwärme.
Um sich niederzulassen und zu paaren,
denn auch sie möchten nicht an Liebe sparen.

Und an den Bäumen wachsen wieder frische Knospen an neuen Zweigen.
Prächtige Blütenblätter werden aufsteigen,
dir die vollkommene Schönheit des Planeten zeigen.

Und du gehörst doch auch dazu,
doch mit dieser Wunde in dir, die offen bleibt,
kommst du noch nicht zur Seelenruh.
Sie blutet und schweigt,
über des eignen Leid.

Doch sieh dir all die Vögel an
und lausche deren melodischem Gesang.
Wie sie fliegen, singen
und sich verlieben.
Sei dir sicher, bald bist auch du dran.

Du kehrst Heim, auf Besuch.
Verschenkst Blumen, Kuchen und ein gutes Buch.
Auf einen neuen Versuch.
"Alles Gute zum Geburtstag,
bin gekommen, weil ich dich gerne mag."

Hast ihr lächelnd dein Geschenk und deine Hand gegeben.
Sie siehst dich an- ihr Blick ist ganz verlegen.
Wie sie da im Türrahmen steht,
mit ihrem kalt erstarrtem Herz in der Brust
und nicht versteht, um was es dir hier wirklich geht.

Autor: Tabita BorchertKategorie: traurige Gedichte

Reklamationen
Reklamationen
bitte
ausschließlich an den
Der
wie es geschrieben steht
Dich und Mich
und
Himmel und Hölle
in Bewegung gesetzt hat
und Der
wie man sagt
für diesen Frühling wieder
die alleinige Verantwortung trägt
Und Der
wie du siehst
darüber einen vollen Mond
leuchtend in die Zweige hängt
zu allem Überfluss
dieser sternklaren Nacht

Autor: Ute Windisch-HofmannKategorie: Frühlingsgedichte

Jenseits
Jenseits aller Worte
Sammelst du
Immer noch verlorene Schafe
Jenseits aller Worte
Begegnest du mir in der Tracht eines Kämpfers
Behängt mit Munition und Waffen
Jenseits aller Worte
Lächelst du mich fragend an:
Was hätte das gebracht?
Jenseits aller Worte
Bist Du
und
ich habe Dich verstanden
Die Antwort ist klar
seit zweitausend Jahren
Jenseits aller Worte
Lasse ich ab von den Waffen
Die ich immer nur
gegen mich selbst
gerichtet finde

Autor: Ute Windisch-HofmannKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Ein Weihnachtsgedicht
Drauß' vom Walde komm ich her.
Ich muss Euch sagen - Gibt nix mehr.
Alle Bäume umgehaun,
aus Beton der Weihnachtstraum.

Dort wo früher Tannen blitzten,
sieht man heute Menschen flitzen.
Das letzte Grün ist weggemacht,
für'n Weihnachtsduft im Einkaufsmarkt.

Knecht Ruprecht schüttelt Kopf und Mütze.
Lebt seit Jahren von der Stütze.
Weil unsre tolle "heile Welt"
von solcher Tradition nichts hält.

Doch woher kommt der ganze Mist?
Die Antwort schallt:"Weil's halt so ist!"
Es ist doch echt zum Haare raufen,
nur eines zählt und das ist "Kaufen!"

Lieber guter Nikolaus,
pack's Christkind ein und komm mal raus.
Zeigt, das es auch anders geht,
und man wieder Weihnacht lebt.

Das Echte mit Besinnlichkeit,
Ruhe, Nuss und Freundlichkeit.
Plätzchen, Kerzen, schöne Lieder -
nicht nur für die Umsatzsieger.

Der enge Stall, das kleine Kind.
Draußen geht ein kalter Wind.
Das Bild, es will lebendig sein,
wärmt sich in uns're Herzen ein.

D'rum eines dürft Ihr nie vergessen:
"Weil's halt so ist!" macht uns Besessen.
Jeder hat es in der Hand,
an jedem Ort, in jedem Land.

Mach doch mal die Augen zu.
Entspann und komm einmal zur Ruh.
Nimm Dir Zeit für Deine Lieben.
Lass den "Schweinehund" mal siegen.

Sollst mal wieder herzlich lachen,
Sachen die Dich freuen machen.
Und es wird Dir klar im Nu:

Weihnachten, das bist auch Du!

Autor: Thorsten KinnenKategorie: Weihnachtsgedichte

Der kleine Vogel
Öldurchtränkt war sein Gefieder
sterbend trieb er an den Strand
die Sonne brannte auf ihn nieder
als GOTT den kleinen Vogel fand

Der dachte an das zarte Leben,
das gütig ER dem Vogel gab
nun schenket er ihm seinen Segen
und - der kleine Vogel starb

Wir Menschen haben`s nicht gesehen
zu unbedeutend war sein Licht
für uns ist weiter nichts geschehen
ein toter Vogel rührt uns nicht

Der kleine Vogel flog indessen
zur Ewigkeit ins Paradies
Wir Menschen haben längst vergessen
warum uns GOTT daraus verstieß

Autor: nainoa-m (Manfred Schulz)Kategorie: Gedichte zum Nachdenken

Des Dichters Kunst
Des Dichters Werk fein geschliffen im Wort,
wird ganz unverhofft sein Ende finden dort,
wo der Reim im Text war schlecht gewichtet,
weil der Poet sich hat schlichtweg verdichtet.

Hier sei dem geistigen Schöpfer nur geraten,
das zu tun, was andere schon vor ihm taten.
Tu unbefangen Dein Werk gekonnt gestalten,
um es permanent im Gedächtnis zu behalten.

Die edle Kunst, rhetorisch korrekt zu reimen,
entwickelt sich zunächst aus zarten Keimen,
deren Sprösslinge sich im Laufe kurzer Zeit
entfalten zu Knospen poetischer Sinnlichkeit.

Das Gedankenspiel phantasievoll abgleichen,
so lässt sich am Ende ein Ergebnis erreichen,
in dem man gereimte Verse sinnvoll verbindet
und in der Niederschrift seinen Meister findet.

Hat er weise den Kern in der Sache getroffen,
darf der Poet sich in Sicherheit wiegend hoffen,
im legitimierten Kreis und stets Kunst beflissen
sich als solcher anerkannt geschätzt zu wissen.

Autor: Bernhard EfingerKategorie: schöne Gedichte

Ein Weihnachtsgedicht
Draußen vom Walde komm ich her.
Ich muss Euch sagen - Gibt nix mehr.
Alle Bäume umgehaun,
aus Beton der Weihnachtstraum.

Dort wo früher Tannen blitzten,
sieht man heute Menschen flitzen.
Das letzte Grün ist weggemacht,
für'n Weihnachtsduft im Einkaufsmarkt.

Knecht Ruprecht schüttelt Kopf und Mütze.
Lebt seit Jahren von der Stütze.
Weil unsre tolle "heile Welt"
von solcher Tradition nichts hält.

Doch woher kommt der ganze Mist?
Die Antwort schallt:"Weil's halt so ist!"
Es ist doch echt zum Haare raufen,
nur eines zählt und das ist "Kaufen!"

Lieber guter Nikolaus,
pack's Christkind ein und komm mal raus.
Zeigt, das es auch anders geht,
und man wieder Weihnacht lebt.

Das Echte mit Besinnlichkeit,
Ruhe, Nuss und Freundlichkeit.
Plätzchen, Kerzen, schöne Lieder -
nicht nur für die Umsatzsieger.

Der enge Stall, das kleine Kind.
Draußen geht ein kalter Wind.
Das Bild, es will lebendig sein,
wärmt sich in uns're Herzen ein.

D'rum eines dürft Ihr nie vergessen:
"Weil's halt so ist!" macht uns Besessen.
Jeder hat es in der Hand,
an jedem Ort, in jedem Land.

Mach doch mal die Augen zu.
Entspann und komm einmal zur Ruh.
Nimm Dir Zeit für Deine Lieben.
Lass den "Schweinehund" mal siegen.

Sollst mal wieder herzlich lachen,
Sachen die Dich freuen machen.
Und es wird Dir klar im Nu:

Weihnachten, das bist auch Du!

Autor: Thorsten KinnenKategorie: Weihnachtsgedichte

Stress
Hetzen-hasten-hasen
eilig um die Ecke rasen,
Immer mehr
Und immer schneller
Bis die Stimmung ist im
Keller.

Autor: AlineKategorie: kurze Gedichte

Kommt er?
Wohlig warm
die Füße strecken
auch das Leben hierdrin wecken
den fallenden Staub nicht sehen
zum Frühling nach draußen gehen,
Barfuß zur Türe hüpfen-
Fröhlich durch den Spalt dort schlüpfen.
Dorthin tapsen, wo das Glück so strahlt.
Merken:
Es ist schon noch kalt!

Autor: AlineKategorie: Frühlingsgedichte

Papiergesicht
Von Tag zu Tag seit langem schon seh ich dir ins Gesicht,
nicht in die Augen, tut mir leid, denn das vermag ich nicht.
Ich kann nicht sehen wie du unter Qualen nur verwelkst,
Selbst ein blinder, tauber Stummer merkt wie du dich verstellst.
Jeden Tag das gleiche Lächeln schmal wie man es kennt,
keiner fragt mehr nach Befinden denn dein Auge rennt
jedes einzelne mal mit nicht zu beschreibener Hast
Erst vor und dann zurück ein «Gut», ein drücken deiner Last.
Wir versuchen nur zu helfen doch wie es mir jetzt scheint
zogen wir nur die Schlinge enger die deinen Hals umschmeigt.
Diese zum kotzen leeren Augen welche tot aus Höhlen blicken
die in einem Menschen sitzen der droht zu ersticken
machen mir seit Wochen nun so fürchterliche Sorgen,
schmaler und schmaler wirst du jeden neuen Morgen.
Als wolltest du verschwinden aus der Welt die dich nicht liebt,
die Haut ist wie Papier so rissig die Augen sind so trüb.
Darum muss ich mich entscheiden und Gott es ist mir Pain,
doch ich will nicht weiter sehen den widerlichen Schein
eines Lebens das keins ist, denn das ist es nicht.
Ab heute geh ich meine Wege, leb wohl Papiergesicht.

Autor: Ruth Kategorie: Abschiedsgedichte