Winterland

Eine weiße Flocke flog umher,
strahlend wie ein Lichtermeer,
glanzvoll - fast schon elegant,
flog sie durch das Winterland.

Keine Flocke, die ihr gleicht,
eine Flocke von den Schönen,
blieb sie fast schon unerreicht,
vor Kirchenglocken, die ertönen.

Elegant bei Weihnachtsliedern,
sank sie dann zu Händen nieder,
sehnte sich den Fall herbei,
doch Hände gab es allerlei.

Wollt’ sie doch nur eine Hand,
so hat die Flocke sie erkannt,
eine, die mit kräftigem Griff und
sanft zugleich die Flocke striff.

So lag sie drauf und blieb bestehen,
doch bald schon sah sie - liefen Tränen,
eine Träne wurde zu Eis,
denn für sie war es nicht zu heiß.

Sie formte dann und legte sich,
gleich dazu im Gegenlicht,
als Flocke dann lag sie daneben,
Musik verstummte - plötzlich Regen.

So legten sie um sich erfüllt,
ein Eiseskleid, das sie umhüllt,
so schützte sie das Eiseskleid,
die beiden hat die Zeit vereint.

Autor: unbekannt

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