Gute Nacht Gedichte

Kleinen Kindern kann man abends vor dem Einschlafen nicht nur Märchen oder Geschichten vorlesen, sondern auch Gute Nacht Gedichte. Wichtig ist dabei natürlich, dass darin nichts vorkommt, was dem Kind Angst machen könnte. Gute Nacht Gedichte sollten keine Zeilen sein, die zum Grübeln anregen oder traurig stimmen. Schließlich geht es beim Lesen oder Vorlesen eines solchen Textes nicht darum, jemanden munter zu machen, sondern zu entspannen: Der Geist soll zur Ruhe kommen. Das Ziel ist festes Durchschlafen, nicht Albträume. Und das gilt nicht allein für die jüngste Generation. Auch ältere Menschen brauchen ihren Schlaf, um erholt in den nächsten Tag zu starten. Durchkämmen Sie das Internet gerade nach Gute Nacht Gedichten? Dann nehmen Sie sich Zeit, um hier in Ruhe zu stöbern.

Ein Gute Nacht Gedicht ist im Grunde eine kleine Einladung zur Stille. Es bereitet den Übergang vor zwischen dem Wachsein mit seinen Anforderungen und dem Schlaf mit seiner Ruhe. Wer abends regelmäßig ein solches Gedicht liest oder vorliest, schafft damit ein Ritual, das dem Körper und dem Geist signalisiert: Der Tag ist zu Ende. Jetzt darf losgelassen werden.

Gute Nacht Gedichte

Inhaltsverzeichnis

Gute Nacht Gedichte

1000 Sterne

1000 Sterne heute Nacht,
sind gerade aufgewacht,
Leuchten nur für dich allein,
am Himmelszelt so soll es sein.

1000 Sterne schick ich dir,
ich glaub du weist sie sind von mir,
geben heute auf dich acht,
bis Morgen früh der Tag erwacht.

1000 Sterne und noch mehr,
gebe ich gerne für dich her,
denn du bist viel mehr für mich,
so sag ich dir ich Liebe dich.

1000 Küsse sende ich dir,
wäre froh du wärst jetzt hier,
hab sehr oft an dich gedacht,
wünsche eine gute Nacht.
Autor: Georg TischlerKategorie: Gute Nacht Gedichte

Eine gute Nacht.

Liebchen sieh mit goldner Pracht,
rings umkränzt vom Heer der Sterne,
blickt der Mond aus blauer Ferne
traulich lächelnd auf uns zu:
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Liebchen, ach wie schön vollbracht,
unter Scherz und Tanz und Singen
flog der Tag auf goldnen Schwingen
den verschwundnen Tagen zu!
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Wie mich ds fröhlich macht,
daß ich weiß, du bist Meine,
daß ich weiß, ich bin der Deine,
Du und ich und ich und Du!
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!

Liebchen, ruft mich bald die Nacht,
dir am Busen zu erwarmen?
Ach, wann schließt in meinen Armen
sich dein blaues Auge zu?
Gute Nacht und süße Ruh!
Gute Nacht!
Autor: Siegfried August MahlmannKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Weiche Nebelschleier hüllen
Ein, was auf der Erde wohnt.
Hoch am Himmel geht die stillen
Bahnen hin der goldne Mond.
In der Ferne
Tauchen Sterne
Auf und halten treue Wacht.
Gute Nacht!

Leise Schlummerlieder singet
Noch das Meer im Abendwind.
Und ins warme Bettchen bringet
Jede Mutter nun ihr Kind;
Wohl geborgen,
Frei von Sorgen,
Schlummert's ein, sein Engel wacht,
Gute Nacht!

Süßer Friede! Wollest walten
Und beherrschen jedes Herz.
Und in freundlichen Gestalten
Schwebet, Träume, erdenwärts,
Bis die Sonne
Voller Wonne
Uns am Morgen wieder lacht.
Gute Nacht!

Alle, die mit bangem Zagen
Stund' um Stunde hingezählt,
Die des Tages Last getragen,
Die mit Schmerzen sich gequält,
All' ihr Müden
Nutzt in Frieden,
Einer ist, der für euch wacht.
Gute Nacht!

Daß ein sanfter Schlummer stärke
Alle, die zur Ruhe gehn,
Um zu neuem Tagewerke
Neu gekräftigt aufzustehn.
Mut zum Leben,
Kraft zum Streben
Werde Jedem dargebracht.
Gute Nacht!
Autor: Stine AndresenKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Gute Nacht! Du ahnst es nicht,
Dass ich still vorübergehe
Und dein spätes Rampenlicht
Durch den Vorhang schimmern sehe,
Hast der Lippe nimmer acht,
Die dir flüstert: Gute Nacht!

Gute Nacht, du holdes Kind!
Schließe deine Augenlider;
Süßer Schlummer walle lind
Auf dein heit‘res Antlitz nieder,
Und ein Engel hauche sacht
Dir entgegen: Gute Nacht!

Gute Nacht! Die Träume, Kind
Mögen dir mein Antlitz zeigen;
Wie die Blum' im Abendwind
Wird es still vor dir sich neigen,
Bis ihm deins im Schlummer lacht,
Still erwidernd: Gute Nacht!
Autor: Otto BaischKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Am Abend spät, den Mantel umgeschlagen,
Geleitet nur vom Dämmerlicht der Sterne,
Geh' ich durch ihre Straße noch so gerne,
Um der Geliebten süße Nacht zu sagen.

Ihr Zimmer kenn' ich schon seit frühern Tagen,
Sie hat noch Licht, es schimmert aus der Ferne,
Noch wacht sie, was ich an den Schatten lerne,
Die hoch im Zimmer bis zur Decke ragen.

Die Schildwacht vor der Thür geht auf und nieder,
Sie scherzt mit dem Gewehr und pfeift sich Lieder,
Sie weiß nicht, welch' ein Kleinod sie bewacht.

Jetzt schlüpfen in das Bett die zarten Glieder,
Jetzt hat sie auch das Lämpchen ausgemacht:
Nun Herz schlaf wohl mir, tausend gute Nacht!
Autor: Heinrich BeitzkeKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Im Feindesland, um Mitternacht,
Ging ein Soldat einsam auf Wacht.
Am Himmel klar ein Sternlein stand,
Recht wie ein Gruß vom Heimathland.

Die Liebste wohl am Fenster steht,
Die Händ' gefaltet zum Gebet.
Sie denket des Geliebten heiß,
Den sie im Kampf, im Streite weiß.

„Schlaf' ruhig, Du Soldatenbraut,
Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut.
Gerecht ist ja der Kampf, der Krieg,
So wird auch fehlen nicht der Sieg.

„Fall' ich, die wüchse in der Hand,
Sterb' ich den Tod für's Vaterland.
Schlaf' ruhig, steh' in Gotteshut,
Er schützt ein treu Soldatenblut."

Das Sternlein grüßt noch einmal her,
Dann Stille rings, dann Nacht umher.
Einsam steht der Soldat auf Wacht,
Zwei Herzen rufen: Gute Nacht!
Autor: Friedrich BrunoldKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Allem schöne gute Nacht,
was da schläft und was noch wacht:
Kindern goldne Weihnachtsbäume,
Knaben Kampf- und Minneträume,
Jungfraun reiner Unschuld Walten,
Dichtern glänzende Gestalten,
Müttern aus prophet´schen Bronnen
ihrer Kinder Künf´ge Wonnen,
Männer hoher Taten Mahnung,
Greisen nahen Friedens Ahnung;
allem schöne gute Nacht,
was da schläft und was noch wacht.
Autor: Friedrich de la Motte FouquéKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Möchte gern in Schlaf dich wiegen,
Denn mein Arm ist weich und lind,
Und so einsam mußt du liegen.
Gute Nacht!

Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Klopft am Fenster deiner Kammer
Hart und scheu der Alpenwind,
Denk, es ist mein Trennungsjammer.
Gute Nacht!

Gute Nacht! mein Kind, mein Kind,
Streift ein Strahl dein weißes Linnen,
Hasch ihn mit der Hand geschwind,
Und du hältst mein treues Sinnen.
Gute Nacht!

Gute Nacht, mein Kind, mein Kind,
Hör! der Wind kann es nicht fassen,
Daß wir nicht beisammen sind,
Und er heult durch alle Gassen.
Gute Nacht!
Autor: Isabelle KaiserKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Im tiefsten Innern
Ein süß Erinnern
Und einen Gruß
Zum Tagesschluß.

Daß Gottes Güte
Mein Glück behüte,
Daß seine Treu'
Stets mit dir sei;

Daß deine Seele
Sich mir vermähle
Auf ewiglich:
Das bete ich.

Auf ihn nur zähl' ich,
Uns beid' empfehl' ich
Fromm seiner Macht -
Nun, gute Nacht!
Autor: Betty PaoliKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Die Erde schloß die Augen zu,
Die Sterne halten Wacht,
Und alle Thäler stehn voll Ruh -
Mein Liebchen, gute Nacht!

Die Wasser rauschen fort von hier,
Die Lüfte ziehn mit Macht;
Sie bringen meine Grüße dir:
Mein Liebchen, gute Nacht!

Schlaf süß und wohl, mein fernes Kind!
Auf deinem Kissen wacht,
Auf deine Augen sinket lind
Des Liebsten gute Nacht.
Autor: Ludwig PfauKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht

Gute Nacht? Oh, nicht zu dieser Stund',
Die, statt zu vereinen, Trennung schafft,
Lass' uns genießen unseren Bund,
Dann wird es eine gute Nacht.

Wie kann ich die einsame Nacht ertragen,
Wenn Deine Wünsche Flügel bekommen?
Ich darf's nicht denken oder sagen -
Dann werden's die schönsten Wonnen.

Für Herzen, die sich nahe sind,
Von spät abends bis die Sonne lacht,
Die Nacht ist wunderschön, mein Kind.
Die Liebe sagt nicht "Gute Nacht".
Autor: Percy Bysshe ShelleyKategorie: Gute Nacht Gedichte

Gute Nacht.

Schon fängt es an zu dämmern,
Der Mond als Hirt erwacht
Und singt den Wolkenlämmern
Ein Lied zur guten Nacht;
Und wie er singt so leise,
Da dringt vom Sternenkreise
Der Schall ins Ohr mir sacht:
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Nun suchen in den Zweigen
Ihr Nest die Vögelein,
Die Halm' und Blumen neigen
Das Haupt im Mondenschein,
Und selbst des Mühlbachs Wellen
Lassen das wilde Schwellen
Und schlummern murmelnd ein.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Von Tür zu Türe wallet
Der Traum, ein lieber Gast,
Das Harfenspiel verhallet
Im schimmernden Palast.
Im Nachen schläft der Ferge,
Die Hirten auf dem Berge
Halten ums Feuer Rast.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Und wie nun alle Kerzen
Verlöschen durch die Nacht,
Da schweigen auch die Schmerzen,
Die Sonn' und Tag gebracht;
Lind säuseln die Zypressen,
Ein seliges Vergessen
Durchweht die Lüfte sacht.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Und wo von heißen Tränen
Ein schmachtend Auge blüht,
Und wo in bangem Sehnen
Ein liebend Herz verglüht,
Der Traum kommt leis und linde
Und singt dem kranken Kinde
Ein tröstend Hoffnungslied.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.

Gut' Nacht denn all ihr Müden,
Ihr Lieben nah und fern!
Nun ruh' auch ich in Frieden,
Bis glänzt der Morgenstern.
Die Nachtigall alleine
Singt noch im Mondenscheine
Und lobet Gott den Herrn.
Schlafet in Ruh! schlafet in Ruh!
Vorüber der Tag und sein Schall;
Die Liebe Gottes deckt euch zu
Allüberall.
Autor: Emanuel GeibelKategorie: Gute Nacht Gedichte

Ich wünsch dir eine gute Nacht

Die Sonne ist ertrunken,
In einem blauen Ozean.
Der Mond hat seinen Platz gefunden
Und erinnert stets daran:
Der Tag ist nun zu Ende,
Das Licht ist ausgemacht.
Behalt all die Momente
In einer wunderschönen Nacht.
Autor: Sir FunkyKategorie: Gute Nacht Gedichte

Komm, liebe Nacht

Der liebe gold‘ne Tag,
Er will nun schlafen geh‘n,
Der heiße Herzensschlag
Der Erde bleibt nun steh‘n.

Die Lüfte werden kühl,
Die Schatten werden groß,
Der Vögel süßes Spiel
Ruht sanft im Blätterschoß.

Du liebe stille Nacht,
Komm, singe mir dein Lied,
Das alles schlafen macht.
Denn sieh‘, ich bin so müd.

Ich ging so sterbensweit
Mit müdem, blut‘gem Fuß,
Und meine Seele schreit
Nach deinem Friedenskuß.

Hast du so viel der Rast,
Hast du so viel der Ruh,
Als meine Seele faßt? - -
Dann küß mein Auge zu!
Autor: Franz EichertKategorie: Gute Nacht Gedichte

Nachtgedanken

Komm Herr Silbermond,
sei hell und scheine,
fall ins finstre Tal.
Nimm des Volkes Andacht
mit in deine,
erleuchte uns
der Sterne Zahl.

Wir sehen Dich jetzt
blass und bleiche,
im Gesicht liegt
deine Kraft.
daß unsre Dunkelheit
entweiche
und erst Raum
dem Lichte schafft.

Behüt uns Gottes
große Engelschar,
den Armen
und die Reichen,
umwunden
mit des Schlafes
Kummerhaar,
erwacht des Morgens
Lebenszeichen.
Autor: Marcel StrömerKategorie: Gute Nacht Gedichte

Träume süß

Oben stehen am Himmelszelt,
alle sternlein dieser Welt,
und in dem ganzen Sternenmeer,
fliegt ein englein hin und her.

Dieses Englein glaube mir,
fliegt heute Nacht hinab zu dir,
wo es leise mit bedacht,
über deinem Bettchen wacht.

Nun leg mein Kind dich jetzt zur ruh,
ich wünsch dir warme füß,
und mache schnell die Äuglein zu,
Schlaf ganz fest und träume süß.

© Hans-Josef Rommerskirchen
Autor: Hans Josef RommerskirchenKategorie: Gute Nacht Gedichte

Traumflug

Wieder hüllt die Nacht mich Stillen
In ihr düsteres Gewand,
Und der Geist löst sich vom Willen
Für den Zug ins dunkle Land.

Fliegt entlang der Küstensäume,
Halb noch Land und halb schon Meer,
Über tags durchmessne Räume,
Die nun fremd und schattenschwer,

Zu dem Hort der heilgen Quellen
Wo er von den Wassern trinkt,
Und hernach aus ihren Wellen
Sich geläutert aufwärts schwingt.

Doch wie hoch sein Flug ihn führet,
Und wie weit die Reise geht,
Wenn der erste Strahl ihn rühret,
Ist er wieder heimgekehrt.
Autor: Hans MunchKategorie: Gute Nacht Gedichte

Zur Nacht

Gute Nacht!
Allen Müden sei’s gebracht!
Neigt der Tag sich schnell zum Ende,
Ruhen alle fleiß’gen Hände,
Bis der Morgen neu erwacht.
Gute Nacht!

Geht zur Ruh!
Schließt die müden Augen zu!
Stiller wird es auf den Straßen,
Und den Wächter hört man blasen,
Und die Nacht ruft allen zu:
Geht zur Ruh!

Schlummert süß!
Träumt euch euer Paradies!
Wem die Liebe raubt den Frieden,
Sei ein schöner Traum beschieden,
Als ob Liebchen ihn begrüß’!
Schlummert süß!

Gute Nacht!
Schlummert, bis der Tag erwacht!
Schlummert, bis der neue Morgen
Kommt mit seinen neuen Sorgen!
Ohne Furcht! Der Vater wacht.
Gute Nacht
Autor: Theodor KörnerKategorie: Gute Nacht Gedichte

Zur schönen guten Nacht

Schlaf` sanft, gut Nacht! und träume sacht,
Bist ja gelegen in Gottes Segen.

Für dich all` Nacht der Himmel wacht,
So nah, so ferne, die heil`gen Sterne.

Wie Mutteraug` den Kindeshauch
Mög` Gott dich wahren stets vor Gefahren.

Und gute Nacht! sag` einst er sacht,
Und seine Sterne geb` er dir gerne.
Autor: Franz Alfred MuthKategorie: Gute Nacht Gedichte

Warum Gedichte zum Einschlafen so gut wirken

Es klingt zunächst wie eine alte Gewohnheit aus vergangenen Zeiten. Aber wer einmal versucht hat, einem Kind oder sich selbst ein ruhiges Gedicht vorzulesen, merkt schnell, was dabei passiert: Die Stimme verlangsamt sich, der Atem wird tiefer, die Gedanken fangen an, ruhiger zu werden. Das ist kein Zufall.

Lyrik hat eine besondere Beziehung zum Rhythmus. Verse folgen einem Takt, ähnlich wie Musik. Dieser Rhythmus hat eine nachweislich beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Wer ein Gedicht liest oder vorgelesen bekommt, folgt unbewusst diesem Takt und gleicht sich ihm an. Das erklärt, warum schon wenige Zeilen ausreichen können, um eine entspannte Stimmung zu erzeugen.

Dazu kommt der Inhalt. Ein gutes Gute Nacht Gedicht beschreibt Bilder, die Ruhe ausstrahlen: den Mond, der aufgeht, Sterne, die leuchten, eine stille Landschaft, ein warmes Zimmer. Solche Bilder aktivieren nicht, sie laden ein. Sie schaffen eine innere Umgebung, in der Einschlafen leichter fällt als nach einem aufregenden Film oder einem langen Bildschirmabend.

Gute Nacht Gedichte für Kinder

Für Kinder ist das abendliche Ritual oft der liebste Teil des Tages. Das Vorlesen, das Kuscheln, die Ruhe nach dem Trubel. Ein Gute Nacht Gedicht passt perfekt in diesen Rahmen, weil es kurz genug ist, um die Aufmerksamkeit des Kindes zu halten, und zugleich lang genug, um eine echte Stimmung aufzubauen.

Wichtig ist bei Gedichten für Kinder vor allem eines: Sie dürfen nichts enthalten, das Ängste weckt. Das klingt selbstverständlich, aber gerade in klassischen Kindertexten gibt es immer wieder dunkle Motive, unheimliche Figuren oder bedrohliche Naturbilder. Was für Erwachsene poetisch wirkt, kann ein Kind beunruhigen. Wählen Sie also bewusst Texte aus, die sanft, warm und eindeutig positiv sind.

  • Mondbilder und Sterne: Fast jedes Kind fasziniert der Anblick des Nachthimmels. Gedichte, die den Mond als freundliche Figur beschreiben oder Sterne als leuchtende Wächter, treffen bei kleinen Zuhörern fast immer ins Schwarze.
  • Tiere, die schlafen gehen: Wenn der Igel sich einrollt, die Vögel in ihre Nester fliegen und die Bienen in ihrem Stock zur Ruhe kommen, dann darf auch das Kind schlafen. Diese Parallelstruktur ist für Kinder sehr eingängig und tröstlich.
  • Einfache Sprache und klarer Rhythmus: Kinder mögen Gedichte, die leicht zu folgen sind und einen deutlichen Klang haben. Komplizierte Satzstrukturen oder unbekannte Wörter stören den Fluss und lenken vom Einschlafen ab.
  • Keine offenen Fragen am Ende: Ein Gute Nacht Gedicht für Kinder sollte ruhig und abgeschlossen enden. Kein Cliffhanger, keine ungelöste Spannung. Die letzte Zeile darf wirklich die letzte sein.

Gute Nacht Gedichte für Erwachsene

Wer glaubt, Einschlafgedichte seien ausschließlich für Kinder, unterschätzt, wie viele Erwachsene abends schlecht abschalten können. Gedanken an den nächsten Tag, unerledigte Aufgaben, Sorgen über das, was gewesen ist oder noch kommt. Der Kopf hört einfach nicht auf zu arbeiten. Ein Gute Nacht Gedicht kann hier erstaunlich hilfreich sein.

Für Erwachsene dürfen Gute Nacht Gedichte etwas vielschichtiger sein als für Kinder. Sie können nachdenklich sein, solange sie nicht aufwühlen. Sie können von Vergänglichkeit sprechen, solange sie dabei nicht traurig machen. Die Grenze ist fließend, aber das Ziel bleibt dasselbe: der Text soll beruhigen, nicht aktivieren.

Besonders geeignet sind Gedichte mit starken Naturbildern. Die Nacht als ruhige, schützende Hülle, das Schweigen nach einem langen Tag, das langsame Verlöschen des Lichts. Diese Bilder sprechen etwas Tiefes im Menschen an und helfen dabei, den Übergang in den Schlaf vorzubereiten. Wer abends fünf Minuten mit einem solchen Gedicht verbringt, anstatt noch einmal aufs Telefon zu schauen, wird den Unterschied nach wenigen Tagen bemerken.

Gute Nacht sagen mit einem Gedicht: Für den Partner

Ein Gute Nacht Gedicht an den Partner oder die Partnerin zu schicken ist eine kleine Geste mit großer Wirkung. Es signalisiert: Ich denke an dich, auch am Ende eines langen Tages, auch wenn wir gerade nicht zusammen sind. Das ist in Fernbeziehungen besonders wertvoll, aber auch in Alltagssituationen, wenn man getrennt schläft oder der andere auf Reisen ist.

Für diesen Zweck eignen sich Gedichte, die zärtlich sind ohne sentimental zu wirken. Texte, die von Verbundenheit sprechen, von der Stille, die zwei Menschen teilen können, auch über Entfernung hinweg. Ein kurzes, persönlich ausgewähltes Gedicht in einer Abendnachricht ist oft berührender als viele Worte.

Was ein gutes Einschlafgedicht ausmacht

Nicht jedes Gedicht taugt als Gute Nacht Gedicht, auch wenn es noch so schön formuliert ist. Es gibt bestimmte Qualitäten, die einen Text für den Abend besonders geeignet machen.

  • Ruhiger Rhythmus: Gleichmäßige, fließende Verse, die sich nicht überstürzen. Ein hektischer Takt passt nicht in eine Abendsituation.
  • Sanfte Bilder: Mondlicht, Sternenhimmel, stille Landschaften, das Rauschen des Windes, gedämpftes Kerzenlicht. Solche Bilder aktivieren die Sinne auf angenehme Weise, ohne aufzuregen.
  • Keine offenen Konflikte: Ein Gedicht, das mit einer ungelösten Spannung endet, lädt zum Weiterdenken ein. Das ist für Abendgedichte kontraproduktiv.
  • Überschaubare Länge: Kurze bis mittellange Gedichte eignen sich besser als sehr lange Texte, die Konzentration erfordern. Drei bis fünf Strophen reichen in den meisten Fällen vollkommen aus.
  • Wärme im Ton: Gute Nacht Gedichte dürfen melancholisch sein, aber sie sollten nicht kalt oder distanziert klingen. Ein wohlwollendes Grundgefühl zieht sich durch die besten dieser Texte.

Vorlesen als Abendritual

Das gemeinsame Vorlesen am Abend ist eine Tradition, die in vielen Familien irgendwann verloren geht, oft dann, wenn die Kinder älter werden und lieber selbst lesen oder vor dem Bildschirm sitzen. Dabei hat das Vorlesen eine Qualität, die das stille Selbstlesen nicht ersetzen kann: Es schafft Nähe. Die Stimme eines vertrauten Menschen hat eine beruhigende Wirkung, die man nicht unterschätzen sollte.

Wenn Sie einem Kind ein Gute Nacht Gedicht vorlesen, achten Sie auf Tempo und Stimmlage. Sprechen Sie ruhiger als tagsüber, etwas langsamer und leiser. Pausen zwischen den Strophen geben dem Kind Zeit, die Bilder zu verarbeiten. Wiederholen Sie das Gedicht ruhig mehrmals, wenn das Kind es mag. Vertrautheit ist beim Einschlafen kein Nachteil, sondern eine Stütze.

Auch Erwachsene können vom lauten Vorlesen profitieren. Wer abends ein Gedicht laut liest, auch wenn niemand zuhört, zwingt sich damit automatisch zu langsamem, bedächtigem Sprechen. Das hat eine ähnliche Wirkung wie Atemübungen und kann helfen, den Kopf von den Gedanken des Tages zu befreien.

Gute Nacht Gedichte digital verschicken

In einer Zeit, in der viele Menschen ihre wichtigsten Beziehungen zumindest teilweise über das Smartphone pflegen, haben Gute Nacht Gedichte als Nachricht einen festen Platz gefunden. Eine kurze Abendnachricht mit einem passenden Vers ist persönlicher als ein schlichtes "Gute Nacht" und zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat.

Für diesen Zweck eignen sich vor allem kurze Gedichte, die auf einem Bildschirm gut zu lesen sind und nicht gescrollt werden müssen. Wer möchte, kann das Gedicht mit einem kurzen persönlichen Satz davor oder danach ergänzen, der erklärt, warum man gerade diesen Text gewählt hat. Dieser kleine Zusatz macht den Unterschied zwischen einer weitergeleiteten Nachricht und einer wirklich persönlichen Geste.

Auch als Abschluss einer langen Textnachricht, nach einem Gespräch, das wichtig war oder bei dem man sich nahegekommen ist, kann ein Gute Nacht Gedicht den richtigen Ton treffen. Es ist ein eleganter Abschluss, der das Gespräch nicht abrupt beendet, sondern es sanft ausklingen lässt.

Ein eigenes Gute Nacht Gedicht verfassen

Ein selbst geschriebenes Gute Nacht Gedicht ist ein besonders persönliches Geschenk, gerade für Kinder, die das Gefühl lieben, dass etwas nur für sie gemacht wurde. Es muss keine literarische Meisterleistung sein. Es muss nur aufrichtig und sanft sein.

Beginnen Sie damit, sich die Person vorzustellen, für die Sie schreiben. Was mag sie? Welche Bilder beruhigen sie? Hat sie ein Lieblingstier, einen Lieblingsort, etwas, das sie glücklich macht? Solche Details machen ein Gute Nacht Gedicht lebendig und unverwechselbar.

  • Wählen Sie ruhige Bilder. Sterne, Mond, schlafende Tiere, ein warmes Bett, der Atem des Windes. Bilder, die Stille und Sicherheit ausstrahlen.
  • Halten Sie den Rhythmus gleichmäßig. Lesen Sie den Text beim Schreiben immer wieder laut vor. Wo es holpert, muss nachgebessert werden.
  • Enden Sie mit Geborgenheit. Die letzte Zeile sollte sich wie eine zugesogene Decke anfühlen. Warm, sicher, beruhigend.
  • Kürze ist eine Tugend. Vier bis sechs Zeilen können vollkommen genug sein. Ein zu langes Gedicht verliert an einem müden Abend schnell sein Publikum.
  • Wiederholen Sie ruhig einzelne Zeilen. Wiederholungen haben in Gute Nacht Gedichten eine einlullende Wirkung. Sie geben dem Text Struktur und dem Zuhörer Halt.

Gute Nacht Gedichte sind eine der ältesten Formen, einem anderen Menschen Geborgenheit zu wünschen. Sie kosten nichts, brauchen keine Verpackung und hinterlassen trotzdem etwas. Wer abends die richtigen Worte findet, gibt dem anderen nicht nur gute Nacht, sondern auch das Gefühl, in guten Händen zu sein.

Hinweis:

Wir sind stets auf der Suche nach neuen Gedichten und dabei auf die Mithilfe unserer fleißigen Besucher angewiesen, die uns eifrig dabei helfen, unser Sammelsurium weiter zu komplettieren. Sollten auch Sie noch Gedichte kennen, die auf unserer Seite bislang fehlen, würden wir uns sehr über einen Eintrag der Werke freuen. Klicken Sie dazu einfach auf den folgenden Button. Gedicht eintragen