Taufgedichte
Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, ist das stets ein freudiges Ereignis: Ein neuer Erdenbewohner wird herzlich willkommen geheißen. Gemeinsam mit Mama und Papa freuen sich Familienmitglieder, Freunde, Bekannte und Kollegen. Sie möchten Ihr Kind taufen lassen und benötigen für diesen Anlass ein oder mehrere Taufgedichte? Im Normalfall sind es die Eltern, die ein Taufgedicht aussuchen, wenn ihr Baby oder Kind getauft wird. Es kann schön gestaltet, ausgedruckt und in einem Bilderrahmen aufgehängt werden. Es kann auch auf der Feier nach der Taufe vorgetragen werden. In den Zeilen sollte deutlich werden, was die Eltern ihrem Kind mit auf den Lebensweg geben möchten: Was ist ihrer Auffassung nach das Wichtigste? Welche Tugenden, Werte und Lebensweisheiten? Wer gratulieren möchte, braucht Taufgedichte für Glückwunschkarten. Eine Auswahl finden Sie auf dieser Seite.
Taufgedichte nehmen unter den Anlassgedichten eine besondere Stellung ein. Sie richten sich an einen Menschen, der die Worte noch nicht versteht, und sind trotzdem bedeutsam, vielleicht gerade deshalb. Sie sind nicht für den Moment geschrieben, sondern für die Zukunft. Was ein Taufgedicht sagt, soll das Kind begleiten, über die Feier hinaus, über die Kindheit hinaus, bis weit ins Leben hinein.

Inhaltsverzeichnis
- Taufgedichte
- Die Bedeutung der Taufe
- Ein Taufgedicht als bleibendes Geschenk
- Taufgedichte von Eltern: Was sie ihrem Kind mitgeben wollen
- Taufgedichte für Glückwunschkarten
- Religiös oder weltlich: Den richtigen Ton wählen
- Taufgedichte vortragen und gestalten
- Die Rolle der Paten und ihr Beitrag
- Ein eigenes Taufgedicht schreiben
Taufgedichte
Ach Gott, laß dir befohlen sein
Ach Gott, laß dir befohlen seinAutor: Josua WegelinKategorie: Taufgedichte
zu diesen bösen Zeiten
den teuren Schatz, die Kinderlein;
wollst sie zum Guten leiten.
Gar bald die Jugend wird verführt,
wohl auch ein Alter sich verirrt;
drum stehe du zur Seiten.
Dein Vatertreu sie mir behüt,
dein Gnad sie mir regiere;
dein guter Geist leit ihr Gemüt,
daß niemand sie verführe.
Halt, Jesu, ihr Herzen rein,
laß deine Engel um sie sein,
daß sie kein Unfall rühre.
Und weil man dir, Herr,
dienen soll allhier in allen Ständen,
so mach sie deiner Weisheit voll
und laß sie Wege finden,
zu dienen dir in der Gemein;
du, Herr, am besten weißt allein
ihr Tun zu Nutz zu wenden.
Dir, meinem Gott, erzieh ich sie
in deiner Furcht und Treue;
schaff, daß nicht Arbeit, Sorg
und Müh in Zukunft mich gereue,
daß ich vielmehr in Ewigkeit
mich meiner Kinder Seligkeit
vor deinem Throne freue.
Ach lieber Herre Jesu Christ
Ach lieber Herre Jesu Christ,Autor: Johannes FrederKategorie: Taufgedichte
der du ein Kindlein worden bist,
von einer Jungfrau rein geborn,
dass wir nicht möchten sein verlorn,
Du hast die Kinder nicht veracht',
da sie sind worden zu dir bracht,
du hast dein Händ auf sie gelegt,
sie schön umfangen und gesagt:
Die Kinder lasset kommen her
zu mir, ihn' niemand solches wehr,
denn solcher ist das Himmelreich,
die man mir bringt, beid, arm und reich.
Ich bitt, lass dir befohlen sein,
ach lieber Herr, dies Kindelein,
behüte es vor allem Leid
und alle in der Christenheit.
Durch deine Engel es bewahr
vor Unfall, Schaden und Gefahr;
erbarm dich seiner gnädiglich,
gib deinen Segen mildiglich.
Gib Gnad, dass es gerate wohl
zu deinen Ehrn und Wohlgefalln,
auf dass es hier gottseliglich,
hernach auch lebe ewiglich.
Bedenk es wohl, eh du sie taufs...
Bedenk es wohl, eh du sie taufst!Autor: Theodor StormKategorie: Taufgedichte
Bedeutsam sind die Namen;
und fasse mir dein liebes Bild
nun in den rechten Rahmen.
Denn ob der Nam´ den Menschen macht,
ob sich der Mensch den Namen,
dass ist, weshalb mir oft, mein Freund,
bescheidene Zweifel kamen;
eins aber weiß ich agnz gewiß,
bedeutsam sind die Namen!
So schickt für Mädchen Lisbeth sich,
Elisabeth für Damen;
auch fing sich oft ein Freier schon,
dem Fischbein gleich am Hamen,
an eine, ambraduftigen,
klanghaften Mädchennamen.
Lasset die Kindlein kommen zu mir
Lasset die Kindlein kommen zu mir,Autor: Cornelius BeckerKategorie: Taufgedichte
spricht Gottes Sohn,
sie sind mein Freud und Wonne,
ich bin ihr Schild und Kron;
auch für die Kinderlein,
daß sie nicht wärn verloren,
bin ich ein Kind geboren,
drum sie mein eigen sein.
Der Herr gar freundlich
küsset und herzt die Kinderlein,
bezeugt mit Worten süße,
der Himmel ihr soll sein,
dieweil sein teures Blut,
das aus den heilgen Wunden
am Kreuzesstamm geronnen
auch ihnen kommt zu gut.
Drum nach Christi Verlangen
bringet die Kinder her,
damit sie Gnad erlangen,
niemand es ihnen wehr!
Führet sie Christo zu,
er will sich ihr erbarmen;
legt sie in seine Arme,
darin sie finden Ruh.
Ob sie gleich zeitlich sterben,
ihr Seele Gottes Erben,
lassen die schnöde Welt.
Sie sind frei aller Gfahr,
brauchen hie nicht zu leiden
und loben Gott mit Freuden
dort bei der Engel Schar.
Nun schreib ins Buch des Lebens
Nun schreib ins Buch des Lebens,Autor: Melchior VulpiusKategorie: Taufgedichte
Herr, ihre Namen ein,
und lass sie nicht vergebens
dir zugeführet sein.
Auch präge jedem Kinde
dein Wort recht tief ins Herz,
dass es bewahrt von Sünde,
dir dien’ in Freud und Schmerz.
Du, der du selbst das Leben,
der Weg, die Wahrheit bist,
uns allen sollst du geben
dein Heil, Herr Jesu Christ.
Nun sind die Kindlein Gott geweiht
Nun sind die Kindlein Gott geweiht,Autor: Friedrich August KötheKategorie: Taufgedichte
fest steht der Gnadenbund;
nun werde Glaub und Heiligkeit
in ihrem Leben kund!
O Gott, bewahre du ihr Herz,
steh ihnen mächtig bei,
daß all ihr Wandel himmelwärts
zu dir gerichtet sei!
Und ist ihr Lauf einst wohl vollbracht,
so führe deine Hand
getrost sie durch des Todes Nacht
ins selge Vaterland!
Sei unbetört und unverstört
Sei unbetört und unverstört!Autor: Friedrich RückertKategorie: Taufgedichte
Was zu des Lebens Glück gehört,
hat dir ein Gott gegeben;
Und was er dir nicht gab, gehört,
o glaub es, nicht zum Leben.
Was du nicht hast, das ist die Last,
die du nicht aufgeladen hast;
du hast die Lust am Leben.
Sei unverstört und unbetört!
Was zu des Lebens Lust gehört,
das hat dir Gott gegeben
Taufgedicht
Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen;Autor: Johann Wolfgang von GoetheKategorie: Taufgedichte
So wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben,
Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren.
Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben.
Werde was du noch nicht bist
Werde was du noch nicht bist.Autor: Franz GrillparzerKategorie: Taufgedichte
Bleibe was du jetzt schon bist.
In diesem Bleiben und diesem Werden
Liegt alles Schöne hier auf Erden.
Die Bedeutung der Taufe
Die Taufe ist für Christen weit mehr als eine Familienfeier mit Kaffee und Kuchen. Sie ist das erste Sakrament, der Beginn einer Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft und ein Moment, in dem dem Kind symbolisch und spirituell etwas Bleibendes mitgegeben wird. Dieser tiefe Ernst unterscheidet die Taufe von vielen anderen Festen und prägt auch die Gedichte, die für diesen Anlass geschrieben oder ausgewählt werden.
Gleichzeitig ist die Taufe ein Freudenfest. Das Kind wird in die Gemeinschaft aufgenommen, die Familie versammelt sich, und es gibt viel Anlass zum Staunen: über dieses kleine Menschenwesen, das gerade erst begonnen hat, die Welt zu erkunden. Gute Taufgedichte halten beides zusammen, den Ernst des Moments und die Freude, die ihn trägt.
Auch Menschen, die weniger religiös sind, lassen ihre Kinder manchmal taufen, aus Tradition, aus Respekt vor der Familie oder weil sie dem Kind die Möglichkeit geben wollen, später selbst zu entscheiden. Auch für diese Situationen gibt es passende Taufgedichte, die spirituelle Offenheit mit herzlicher Zuneigung verbinden.
Ein Taufgedicht als bleibendes Geschenk
Zur Taufe gibt es viele Geschenke: Silberlöffel, Sparbücher, Kinderbücher, Kleidung. All das ist praktisch und gut gemeint. Aber ein Taufgedicht, schön gestaltet und gerahmt, ist etwas, das Jahrzehnte überdauern kann. Es hängt an der Wand des Kinderzimmers, zieht um, wenn das Kind auszieht, und begleitet es auf eine Weise, die kein Sachgeschenk leisten kann.
Viele Menschen kennen das aus dem eigenen Leben: ein Gedicht, eine Karte, ein Brief aus der Kindheit, der sich erhalten hat und der heute, beim Wiederlesen, ganz anders klingt als damals. Was die Großmutter geschrieben hat, als man noch nicht lesen konnte, berührt auf einmal tief, wenn man selbst erwachsen ist. Taufgedichte haben genau diese Qualität. Sie sind Botschaften in die Zukunft.
Wer ein Taufgedicht gestalten möchte, kann zwischen vielen Möglichkeiten wählen. Ein schlichtes weißes Blatt mit einer eleganten Schrift kann genauso schön sein wie ein aufwendig dekorierter Rahmen. Das Gedicht selbst ist das Wichtigste. Der Rest ist Einrahmung im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Taufgedichte von Eltern: Was sie ihrem Kind mitgeben wollen
Wenn Eltern ein Taufgedicht auswählen oder selbst verfassen, stehen sie vor einer berührenden Frage: Was wollen wir unserem Kind für sein Leben mitgeben? Welche Werte, welche Hoffnungen, welche Wünsche? Diese Frage zu beantworten ist schwerer als es klingt, und genau deshalb hat die Suche nach dem richtigen Gedicht ihre eigene Tiefe.
Manche Eltern wählen Texte, die von Schutz und Geborgenheit sprechen: das Kind ist willkommen, es ist sicher, es ist geliebt. Andere suchen Gedichte, die von Mut, Neugier und dem Staunen über die Welt handeln. Wieder andere möchten etwas mit einem explizit religiösen Gehalt, einen Vers, der das Kind in Gottes Hand legt und ihm den Glauben als Fundament mitgibt.
All das ist richtig, weil es aufrichtig ist. Ein Taufgedicht, das wirklich ausdrückt, was die Eltern fühlen und wünschen, trifft immer den richtigen Ton, auch wenn es vielleicht nicht das literarisch ausgefeilteste ist. Aufrichtigkeit ist in diesem Kontext mehr wert als formale Perfektion.
Taufgedichte für Glückwunschkarten
Nicht nur die Eltern, auch alle anderen, die zur Taufe gratulieren möchten, suchen nach passenden Versen. Eine Glückwunschkarte zur Taufe mit einem treffenden Gedicht ist persönlicher als ein kurzes "Herzlichen Glückwunsch" und hinterlässt mehr als ein standardisierter Gruß.
Für Karten gilt: Die Länge sollte zum Format passen. Ein mehrstrophiges Gedicht wirkt auf einer kleinen Karte gedrängt und unruhig. Kurze Verse mit drei bis acht Zeilen sind für diesen Zweck besser geeignet. Sie hinterlassen trotzdem einen Eindruck, ohne den verfügbaren Raum zu überfüllen.
Wer der Familie nah steht, kann ein persönlicheres Gedicht wählen, eines, das auf die Eltern oder die besondere Situation eingeht. Wer eher entfernt ist, greift vielleicht lieber zu einem allgemeineren, aber warmherzigen Vers über Ankunft, Schutz und Hoffnung. In beiden Fällen gilt: Ein handgeschriebenes Gedicht auf einer Karte ist immer persönlicher als ein ausgedruckter Text.
Religiös oder weltlich: Den richtigen Ton wählen
Taufgedichte bewegen sich auf einem Spektrum zwischen explizit religiös und ganz weltlich. Wo man auf diesem Spektrum das richtige Gedicht findet, hängt von der Familie, vom Anlass und von den eigenen Überzeugungen ab.
Religiöse Taufgedichte sprechen von Gott, von Schutz durch den Glauben, von der Aufnahme des Kindes in die Gemeinschaft der Getauften. Sie zitieren manchmal Bibelverse oder nehmen deren Sprache und Bilderwelt auf. Diese Gedichte passen gut zu Familien, für die der Glaube eine wichtige Rolle spielt, und zu kirchlichen Taufgottesdiensten, in denen ein solcher Text als Teil der Zeremonie vorgetragen wird.
Weltliche Taufgedichte verzichten auf religiöse Bezüge und sprechen stattdessen von universellen Werten: Liebe, Neugier, Mut, Gemeinschaft, dem Staunen über das Leben. Sie eignen sich für Familien, die zwar taufen, aber keinen kirchlichen Schwerpunkt setzen möchten, oder für Gratulanten, die die religiöse Überzeugung der Familie nicht kennen und auf der sicheren Seite bleiben wollen.
Zwischen diesen Polen gibt es viel Raum. Gedichte, die von Licht, von Schutz, von Hoffnung sprechen, ohne Gott explizit zu nennen, können sowohl religiös als auch weltlich interpretiert werden. Sie sind oft die eleganteste Lösung, wenn man nicht genau weiß, welcher Ton am besten passt.
Taufgedichte vortragen und gestalten
Ein Taufgedicht kann auf verschiedene Weisen seinen Weg zur Familie finden, und jede dieser Möglichkeiten hat ihre eigene Qualität.
- Vortrag bei der Tauffeier: Wenn ein Familienmitglied oder enger Freund das Gedicht bei der Feier vorliest, entsteht ein besonderer Moment. Alle hören zu, es wird still, und die Worte landen nicht auf Papier, sondern direkt im Raum. Wer vorträgt, sollte den Text gut kennen und ruhig sprechen, mit Pausen, die dem Gesagten Raum geben.
- Gerahmtes Bild: Das Taufgedicht schön gestaltet, ausgedruckt oder handgeschrieben, auf hochwertigem Papier und in einem schönen Rahmen: Das ist ein Geschenk, das bleibt. Man kann es sofort aufhängen, und es zieht mit dem Kind durch sein Leben.
- Auf der Glückwunschkarte: Der klassischste Weg. Handgeschrieben ist dabei immer persönlicher als gedruckt. Wer die Zeit investiert, das Gedicht selbst zu schreiben, gibt damit schon etwas von sich.
- Als Teil des Taufbuchs: Manche Familien legen ein Taufbuch an, in dem Gedichte, Briefe und Wünsche der Gäste gesammelt werden. Ein schön geschriebenes Taufgedicht darin ist Teil eines Schatzes, den das Kind später entdecken kann.
Die Rolle der Paten und ihr Beitrag
Paten übernehmen bei der Taufe eine besondere Verantwortung. Sie verpflichten sich, für das Kind da zu sein, es zu begleiten und im Glauben zu unterstützen. Diese Rolle macht auch ihren Beitrag zur Tauffeier besonders bedeutsam.
Ein Taufgedicht vom Paten oder der Patin hat eine andere Qualität als eines von entfernten Verwandten. Es kommt von jemandem, der dem Kind besonders verbunden ist, und das spürt man, wenn der Text wirklich persönlich ist. Paten, die selbst ein Gedicht schreiben, legen darin oft ihre eigenen Wünsche und Versprechen an das Kind nieder, was den Text zu einem Dokument der Zuneigung macht, das weit über den Tag der Taufe hinausreicht.
Wer als Pate oder Patin ein Taufgedicht auswählt oder schreibt, sollte sich fragen: Was möchte ich diesem Kind für sein Leben wünschen? Was kann ich ihm versprechen? Welche Werte möchte ich ihm mitgeben? Aus diesen Fragen entsteht ein Text, der mehr ist als ein Gedicht, nämlich ein Bekenntnis.
Ein eigenes Taufgedicht schreiben
Wer selbst ein Taufgedicht verfasst, schenkt etwas Einzigartiges. Kein fertiger Vers, so schön er auch sein mag, kann das ersetzen, was entsteht, wenn jemand sich hinsetzt und in eigenen Worten niederschreibt, was er für das Kind empfindet und wünscht.
Das klingt nach einer großen Aufgabe. Aber der Einstieg ist oft einfacher als erwartet, wenn man konkrete Fragen als Ausgangspunkt nimmt. Was wünsche ich diesem Kind für sein Leben? Was hätte ich gerne gewusst, als ich selbst klein war? Was ist das Wichtigste, das ich ihm mitgeben möchte?
- Beginnen Sie mit dem Kind, nicht mit dem Anlass. Ein Taufgedicht, das zu sehr auf die Zeremonie fokussiert, bleibt an der Oberfläche. Was dieses Kind ist, was es sein wird, was die Welt für es bereithält: Das sind die eigentlichen Themen.
- Wählen Sie Bilder, die zum Leben passen. Licht, Wege, Hände, die schützen, ein offenes Fenster, ein Stern: Solche Bilder haben eine zeitlose Qualität, die zu einem Text passt, der Jahrzehnte überdauern soll.
- Halten Sie es aufrichtig. Was Sie wirklich fühlen und wünschen, klingt immer echter als das, was man bei einer solchen Gelegenheit zu sagen pflegt. Vertrauen Sie Ihrer eigenen Stimme.
- Denken Sie an die Zukunft. Das Kind, das heute getauft wird, liest dieses Gedicht vielleicht mit dreißig Jahren noch einmal. Was soll es dann finden? Das ist eine gute Frage beim Schreiben.
- Überarbeiten Sie mit Ruhe. Ein Taufgedicht braucht keine Eile. Es darf wachsen, verändert und verfeinert werden, bis es wirklich das sagt, was gemeint ist.
Ein Taufgedicht ist ein Geschenk an einen Menschen, der es noch nicht lesen kann, aber irgendwann wird er es können. Und wenn er es dann liest, soll er spüren, wie sehr er am Tag seiner Taufe willkommen war und wie viel Liebe ihn auf seinen Weg begleitet hat.