schöne Gedichte

Sie fahnden im WWW nach schöner Poesie? Dann könnten Sie Ihre Aufgabe an dieser Stelle erfolgreich zum Abschluss bringen. Doch was sind eigentlich schöne Gedichte? Diese Frage kann nicht so einfach mit Ja oder Nein beantwortet werden. Denn was schön ist, liegt im Auge des Betrachters – oder im Gedicht-Fall – im Ohr des Lesers beziehungsweise des Vorlesers und im Ohr des Interpreten beziehungsweise des Zuhörers. Schöne Gedichte können lang oder kurz sein. Reimen müssen sie sich nicht, wenn durch den Inhalt eine schöne Atmosphäre rübergebracht wird. Es hängt des Weiteren vom Zeitpunkt ab, zu dem man ein Gedicht liest oder hört: Ist man gerade mies drauf oder könnte jedem an die Gurgel springen, der einem begegnet, wird man andere Gedichte schön nennen, als wenn man gute Laune hat oder die ganze Welt umarmen könnte, zum Beispiel als jemand, der mit seinem Schatz auf Wolke sieben schwebt.

Es lag ein Blatt
Es lag ein Blatt am Wegesrand
Eines von Millionen
leicht bedeckt mit Sand
Eines von Millionen wie du und ich
Ein Wurm er kam
doch nahm er es nicht
Er wählte ein anderes und nahm es auf

Das Blatt war traurig obwohl schon Tod
Wollte es auserwählt sein werden zu Kot
Damit es seinen Baum erfreue
Wieder als Nahrung
Selbst im Tod noch Treue
Woher diese Erfahrung?

Autor: Martin Otto

Abendmelodie
Nun will ich voller Wonne ruhen
wenn sacht des Tages Licht entflieht.
Will nach der Arbeit Last und Mühen
lauschen still dem Abendlied.

Will lauschen leis der Lebensmelodie,
ihr zarter Klang, ich hör ihn kaum.
Will in des Augenblickes Harmonie
versinken sanft in Zeit und Traum.

Autor: H.S.

Das gegenwärtige Schöne
Ich müsste Ewigkeiten haben,
An allem Schönen mich zu laben.
Was nützte alles Herzverlangen
Auch Schönem, welches untergangen?
Nach Schönem, welches mir entrückt,
Entfernte Geister nur beglückt?
Warum nicht meinem Geist genügt,
Was heut und hier mich so vergnügt?
Es wär‘ ein Undank, kaum zu fassen,
Den Dank dafür zu unterlassen.

Autor: Karl Mayer

Das Leben doch
Das Leben doch
Selbst ohne Nöte
Kann nur beinahe so schön sein
Wie mit Schmerz
Der sich einschleicht
Durch die Liebe
In mein kaltes Herz

Autor: Martin Otto

Das Schöne
Der Schönheit Götterleib ist wie zerstücket,
Zerstreut die Blumen ihres Zauberkranzes,
Den noch kein sterblich' Auge sah als Ganzes,
Der voll nur der Chariten Häupter schmücket!

Welk flattert morgen, was uns heut entzücket,
Dahin im Wirbelwinde, flücht'gen Tanzes;
Heut strahlt ein Höchstes uns voll lichten Glanzes,
Und morgen war's ein Schein, der uns berücket.

Fortunens Kugel gleich, entrollt im raschen
Umschwung vor uns der gold'ne Schein des Schönen;
Wir folgen ihm und können ihn nicht haschen.

Und nur die Muse reicht geliebten Söhnen,
Die in kastal'schem Tau das Auge waschen,
Holdsel'gen Trost in Farben und in Tönen!

Autor: Robert Hamerling

Der Dichter
Im Zauber der Worte formt sich zu Sätzen
Ein Klang von Sprache gelebter Fantasie
Nur der Dichter weiß seine Kunst zu schätzen
Gekleidet mit dem Geschmack der Ironie

Ringt er an den Tagen und in den Nächten
Mit ungebändigter Lust zur Leidenschaft
Wort für Wort seinen unbewussten Mächten
Bis in seinem Innern eine Wunde klafft

Nur wer in die Tiefen des Hades gereist
Kennt unbekannte Lieder ferner Welten
Die Glut der Ahnen erscheint ihm oft im Geist
Lob für sein Ringen das lässt er nicht gelten

Doch da sind die Kontinente der Klänge
Die seine Worte in Melodien verwandeln
Singt er und singt seine schweren Gesänge
Wie könnte er denn jemals anders handeln

So flüchtet seine Fantasie der Worte
Hinein in eine Welt die gar keine ist
Seine Atemzüge kennen die Orte

Dort in der Fremde wo ihn niemand vermisst
Auf seiner Insel allein lebt der Dichter
Da ist kein Mensch der mit ihm die Feuer schürt

Die Schöpfung Sprache entfacht ihre Lichter
Er allein nur weiß wohin ihn das alles führt

Autor: Rüdiger Heins www.ruedigerheins.de

Des Dichters Kunst
Des Dichters Werk fein geschliffen im Wort,
wird ganz unverhofft sein Ende finden dort,
wo der Reim im Text war schlecht gewichtet,
weil der Poet sich hat schlichtweg verdichtet.

Hier sei dem geistigen Schöpfer nur geraten,
das zu tun, was andere schon vor ihm taten.
Tu unbefangen Dein Werk gekonnt gestalten,
um es permanent im Gedächtnis zu behalten.

Die edle Kunst, rhetorisch korrekt zu reimen,
entwickelt sich zunächst aus zarten Keimen,
deren Sprösslinge sich im Laufe kurzer Zeit
entfalten zu Knospen poetischer Sinnlichkeit.

Das Gedankenspiel phantasievoll abgleichen,
so lässt sich am Ende ein Ergebnis erreichen,
in dem man gereimte Verse sinnvoll verbindet
und in der Niederschrift seinen Meister findet.

Hat er weise den Kern in der Sache getroffen,
darf der Poet sich in Sicherheit wiegend hoffen,
im legitimierten Kreis und stets Kunst beflissen
sich als solcher anerkannt geschätzt zu wissen.

Autor: Bernhard Efinger

Die Schönheit
Wie lieblich ist des heitern Himmels Wonne,
Der reine Mond, der hellen Sterne Heer,
Aurorens Licht, der Glanz der güldnen Sonne!
Und doch ergötzt ein schön Gesicht weit mehr.
Der Tropfen Kraft, die Wald und Feld verjüngen,
Belebt sie kaum, wie uns ein froher Kuß,
Und nimmer kann ein Vogel süßer singen,
Als uns ein Mund, den man verehren muß.

Eleonor'! auf deren zarten Wangen
Der Jugend Blüt' in frischen Rosen lacht,
Und Zärtlichkeit, Bewundrung und Verlangen
Dir, und nur dir so zeitig eigen macht;
Ob Psyche gleich die Liebe selbst regierte,
Als sie, mit Recht, des Gottes Göttin hieß;
So glaub' ich doch, daß ihn nichts Schöners rührte,
Als die Natur in deiner Bildung wies.

Dein Auge spielt und deine Locken fliegen
Sanft, wie die Luft im Strahl der Sonne wallt;
Gefälligkeit und Anmuth und Vergnügen
Sind ungetrennt von deinem Aufenthalt.
Dir huldigen die Herzen muntrer Jugend,
Das Alter selbst beneidet deinen Witz.
Es wird, in dir, der angenehmsten Tugend,
Und nirgend sonst der angenehmste Sitz.

Man schmeichelt mir, daß, in zufriednen Stunden,
Eleonor' auch meine Lieder singt,
Und manches Wort, das viele nicht empfunden,
Durch Ihre Stimm' in aller Herzen dringt,
Gewähre mir, den Dichter zu beglücken,
Der edler nichts als deinen Beifall fand,
Nur einen Blick von deinen schönen Blicken,
Nur einen Kuß auf deine weiße Hand.

Autor: Friedrich von Hagedorn

Er war sehr beeindruckt
Er war sehr beeindruckt
Doch konnte es leider nicht zeigen
Man merkte sie ihm an die Faszination
Vielleicht ahnte er, er würde dann leiden
Und spüren sein Titel
Könnte sein blanker Hohn

Jegliche Erziehung und alles gelernte
Jeglicher Fleiß wären nur ein Witz
Die Seele der Kunst läge nur in freier Entscheidung
Nicht rund nicht geschmeidig
Nicht wie ein Pfeil so spitz

Schwarz oder weiß
Schlicht oder bunt
Lieber ohne Geld glücklich
Lieber echt als gesund?

Für seinen Tietel alles gegeben
Hut ab, ich habe ihn nicht
Doch regiert in der Kunst leider der Spinner
Der einfach nur mit der Nachfrage bricht.

Autor: Martin Otto

Frühlingskuss
Sind nicht die Rosen rot von Liebeslüsten?
Und zittert nicht im hellen Mondschein
Das hohe Schilfgras dort am Meer voll Pein,
Wenn kühle Winde es dort schmachtend küssen?
Ist nicht für die Schmetterlinge Honigglück
In der Blume, die sie trinken müssen?
Und glitzert nicht so ganz ohne Entrüsten,
Getränk im Sonnenlicht, der Himmelsschluck?

Autor: Elena

Gefunden
Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie die Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt´es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub´s mit allen
Den Würzlein aus,
Zum Garten trug ich´s
Am hübschen Haus.

Und pflanzt´ es wieder
Am stillen Ort,
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Ich baue einen Raum
Ich baue einen Raum
Einen Raum wie ein Traum
Aus Reinen Gedanken
Ich verstehe ihn kaum
Ich erfinde diesen Raum
Er war vorher nicht da
Nicht für mich
Und mir wird klar
Das alles was außerhalb
Vielleicht schön doch
Vergänglich war

Autor: Martin Otto

Ich kam nicht zum Gedicht
Ich kam nicht zum Gedicht
Das Gedicht kam zu mir
Ich wollte es nicht
Doch es sagte bleib hier

Ich bin so allein
Du bist mir ein Freund
Ich fragte wer bist du?
Und es guckte verträumt

Es sagte das weißt du
Drum bleib ich bei dir

Doch ich weiß es es nicht mehr
Das fällt dir wieder ein
Bitte schenke mir Gewähr

Autor: Martin Otto

Ich war gewillt
Ich bin gewillt
Dich zu vergessen
Doch kann ich dich
Im Sturm nicht sehen
Will nicht begreifen
Dein Recht auf Schmerzen
Und dein Recht darauf
Sich im Kreis zu drehen

Autor: Martin Otto

In Kraft und Schönheit
In Kraft und Schönheit will ich singen
mein freies Lied! um Wahrheit nicht
braucht zitternd meine Glut zu ringen:
ich selbst bin wahr! – Auf Sturmesschwingen
zur lichten Lohe will ich zwingen
die Flamme, die der Glut entbricht!

In Kraft und Schönheit will ich lieben,
was Fleisch und Seele heiß umarmt!
Ich bin dem Geist der Brunst verschrieben:
der Same, der die Glut getrieben,
der fruchtbar bis zu Mir geblieben,
nach frischem Blut er lechzt und barmt!

In Kraft und Schönheit will ich hassen
den Feind der Kraft, der schönen Lust:
die Eklen, die im Schlamm der Gassen
die reine Saat zu Kot verprassen, –
die Dumpfen, die verglimmen lassen
den heil'gen Funken ihrer Brust!

In Kraft und Schönheit all mein Leben,
mein Trachten all: Das sei mein Wort!
Dann mag sich wider mich erheben
der Qualm der Zeit: es wird mein Streben
auf lichter Lohe ihm entschweben
und Flammen zeugen fort und fort!

Autor: Richard Dehmel

Jahreszeiten
Des Herzens Frühling ist definiert in ihr.
Ihre Augen, ihre Lippen, lassen es blühen in mir.
Es verschwindet die Kälte und die Wärme zieht ein,
Ja Gott, so kann nur des Frühlings Liebe sein.
Was kann es auf der Welt nur schöneres geben,
als frisch aufblühend geliebt zu werden?

Kaum zeigt sich das Grün auf dieser Erde,
bringt der Sommer wärmende Nähe.
Es ist heiß, wie die Flamme der brennenden Liebe,
bestrebt sei man, dass sie nicht versiege.
Man sieht die Sonne am Himmel wandern,
wohlbehütet in den Armen des andern.
So könnte es nichts Schöneres geben,
wäre da nicht der Herbst zugegen.

Man denkt, die Blätter fallen einzeln aus,
bevor der Winter bedeckt mit Schnee das Haus.
Sie färben sich braun
und gleiten zu Boden,
aus wäre der Traum,
die Liebe verflogen.
Doch man beobachtet das bunte Treiben,
alles sollte wiederkommen und verliebt bleiben.
Jedoch ohne Vorwarnung, Gnade, Trost,
bricht ein zermürbender Herbststurm los!

Was war passiert? Kann man es erklären?
Das Herz versiegt, unter zahllosen Tränen.
Der Winter war da, von heute auf morgen.
Kurz nach dem Sturm kamen die Sorgen.
So glaube mir, einen Tag brauchte es nur,
bis meine kleine innere Welt erfuhr,
dass die Liebe, die einst war mein vierblättrig‘ Klee,
nun bedeckt lag, unter einer dicken Schicht Schnee.
Kälte, Eis und Dunkelheit sind nun da,
wo einst mein liebend‘ Herzlein war.
Der bittere Frost, er kam so zeitlos schnell daher,
liebe solange du kannst, bald ist sie vielleicht nicht mehr.

Autor: Paul Schmidt

Mensch sein
Du sollst den Lebenssinn verstehen,
Deinen eigenen Weg bewusst gehen,
Dich selbst als Mensch erkennen
Und nicht vor dir selbst wegrennen.

Die Schablonen sollst du abbauen,
Du sollst dir die Welt klar anschauen.
Dein Leben ist nicht einfach und billig,
Um es zu erkennen, sei nur willig.

Deine Handlungen müssen sinnvoll sein.
Es ist nicht leicht, ein Mensch zu sein.
Mit Geduld und Ruhe sollst du handeln,
Das Böse in dir zum Guten umwandeln.

Mit Kraft, Schönheit und ewiger Weisheit
Erlangst du in dir deine eigene Freiheit.
Der Wille, was dafür sowieso in dir steckt,
Wird nur mit der Liebe Gottes aufgeweckt.

Autor: Önder Demir

Mondnacht
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Autor: Joseph von Eichendorff

Schöne Fremde
Es rauschen die Wipfel und schauern,
Als machten zu dieser Stund
Um die halbversunkenen Mauern
Die alten Götter die Rund.

Hier hinter den Myrtenbäumen
In heimlich dämmernder Pracht,
Was sprichst du wirr wie in Träumen
Zu mit, phantastische Nacht?

Es funkeln auf mich alle Sterne
Mit glühendem Liebesblick,
Es redet trunken die Ferne
Wie von künftigem, großem Glück!

Autor: Joseph von Eichendorff

Schöne Junitage
Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuß,
Bis der letzte Klang verklungen,
Weil nun alles schlafen muß -
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Sonnengrüner Rosengarten,
Sonnenweiße Stromesflut,
Sonnenstiller Morgenfriede,
Der auf Baum und Beeten ruht -
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt -
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
Milde wird die harte Welt,
Und das Herz macht seinen Frieden,
Und zum Kinde wird der Held -
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Autor: Detlef von Liliencron

Schöne Nacht
Schöne Nacht, Gestirne wandeln
Heilig über dir,
Und des Tags bewegtes Handeln
Stillt zum Traum sich hier.

Was ich sehne, was ich fühle,
Ist nun doppelt mein,
Ach in deiner keuschen Kühle
Wird es gut und rein!

Und so bringst du diese Erde,
Bringst mein Herz zur Ruh,
Daß es still und stiller werde,
Schöne Nacht, wie du!

Autor: Carl Hermann Busse

Schönes Bild
Wie bist du schön, o Rose,
Und hold in deiner Pracht,
Vom ersten Sonnenstrahle
Geküßt nach thau'ger Nacht;
Von Thränen übergossen
Dein leuchtend Angesicht,
Stehst lächelnd du im Schimmer
Des Lichts, das dich umflicht.

O Mädchen, so bist lieblich
Du wie der Rose Bild,
Wenn sich dein dunkles Auge
Mit süßen Tropfen füllt,
Die Wangen sanft sich röthen
In stiller, heil'ger Gluth
Vom Sonnenstrahl der Liebe,
Der schimmernd auf dir ruht!

Autor: Luise Büchner

Silbermond
Abendwind legt sich ins Tal
hinter Nebelwand
schleicht ein sanfter, erster Strahl
gütig über Hand

Licht von schwarzer Macht umringt
flüstert Silberschein
nie ein Wort, das stiller klingt
Mond, du musst es sein

© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 11.05.2015)

Autor: Marcel Strömer

Ursprung der Rose
Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der Weide,
Es tuts nur sich zur Lust, es tuts nicht ihm zuleide.
Dafür hat Rosendorn dem Lämmchen abgezwackt
Ein Flöckchen Wolle nur; es ward davon nicht nackt.
Das Flöckchen hielt der Dorn in scharfen Fingern fest;
Da kam die Nachtigall und wollte baun ihr Nest.
Sie sprach: "Tu auf die Hand und gib das Flöckchen mir,
Und ist mein Nest gebaut, sing ich zum Danke Dir.
Er gab, sie nahm und baut, und als sie nun gesungen,
Da ist am Rosendorn vor Lust die Ros entsprungen!

Autor: Friedrich Rückert

Wenn der kleine Mann was könnte
Wenn der kleine Mann was könnte
Was der große Mann nicht kann
Würde trotzdem keiner klatschen
Denn es steht nicht,wertvoll dran

Keine bunten Etiketten
Kein Glimmer, Glanz und Licht
Der kleine Mann bleibt immer klein
Denn er ist viel zu schlicht

Etwas Großes können nur Große
Ja dann nenne ich mich jetzt groß
Tue so als wenn mich alle lieben
Alles fällt mir in den Schoß

Doch die Moral die könnte sein
Jetzt bin ich groß
Und nicht mehr klein

Autor: Martin Otto

wenn du lachst
wenn du lachst,
seh ich eine Blume erblühn.
wenn du lachst,
seh ich die sonne auf gehn.
wenn du lachst,
umschlägt Wärme mich.
wenn du lachst,
lacht die Welt mit.

Autor: KASy

Wenn es dunkel ist und regnet
Wenn es dunkel ist und regnet
Und der kalte Wind noch weht
Du dir selber dann begegnest
In einem Wald
Vielleicht noch spät
Wird sich zeigen
Ob die Sonne
Die im Sommer lacht
Sich an dich erinnert
Oder ob sie Späße macht

Autor: Martin Otto

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