Abschiedsgedichte

Ein Abschied ist meistens ein trauriges Ereignis: Für wie lange wird man getrennt sein? Wird man sich überhaupt wiedersehen, wenn bald mehrere tausend Kilometer zwischen einem und seiner Cousine oder seinem besten Kumpel liegen? Es gibt Menschen, die aalen sich in ihrer Abschiedsmelancholie – und füttern jene mit entsprechenden Gedichten. Andere wollen einem lieben Menschen mit einem schönen Gedicht Danke sagen für eine tolle gemeinsame Zeit. Suchen Sie Abschiedsgedichte für Facebook-Einträge, um damit Ihre traurige Gemütsverfassung zu verdeutlichen? Wollen Sie in Ihrem Kollegenkreis Verse an jemanden richten, der das Unternehmen oder die Einrichtung bald verlässt? Oder möchten Sie einer Freundin sagen, dass Sie sie nicht vergessen werden, obwohl sie in wenigen Wochen weit wegzieht? Dann werden Sie hier viele Abschiedsgedichte finden. Falls Sie es bevorzugen, selbst zu Paper und Stift zu greifen, kann diese Zusammenstellung eine Anregung für ein individuelles Abschiedsgedicht sein.

Abschied
Was zu glücklich, um zu leben,
Was zu scheu, um Klang zu geben,
Was zu lieblich zum Entstehen,
Was geboren zum Vergehen,

Was die Monde nimmer bieten,
Rosen aus verwelkten Blüten,
Tränen dann aus jungem Leide
Und ein Klang verlorner Freude.

Du weißt es, alle, die da sterben
Und die für immer scheiden gehn,
Die müssen, wär's auch zum Verderben,
Die Wahrheit ohne Hehl gestehn.

So leg ich's denn in deine Hände,
Was immer mir das Herz bewegt;
Es ist die letzte Blumenspende,
Auf ein geliebtes Grab gelegt.

Autor: Theodor Storm

Abschied
Indem ich ungern steure nach dem Lande
Und rückwärts oft zur Stadt die Blicke richte,
Erscheint mir alles wie im Zauberlichte,
Wie in romantisch-feeigem Gewande.

Wahr ist's, auch jetzt an des Verderbens Rande
Ist diese Stadt ein Wunder, ein Gedichte.
Nur in der unerbittlichen Geschichte,
Wie haftet an dem Untergang die Schande!

Ganz ohne Schwertschlag, ganz der Furcht zum Raube,
Feig, wanden diese alten Herrn der Meere
Vor einem Jüngling flehend sich im Staube.

Und sänken die Palläste in die Fluten,
Die Götterbilder in des Feuers Gluten,
So bleibt das Höchste doch des Namens Ehre.

Autor: Heinrich Beitzke

Abschied
Die Bäume hören auf zu blühn,
Mein Schatz will in die Fremde ziehn;
Mein Schatz, der sprach ein bittres Wort:
Du bleibst nun hier, aber ich muss fort.

Leb wohl, mein Schatz, ich bleib dir treu,
Wo du auch bist, wo ich auch sei.
Bei Regen und bei Sonnenschein,
Solang ich lebe, gedenk ich dein.

Solang ich lebe, lieb ich dich,
Und wenn ich sterbe, bet für mich,
Und wenn du kommst zu meinem Grab,
So denk, dass ich dich geliebet hab.

Autor: Wilhelm Busch

Abschied
Das Leben ist voll Gier und Streit,
- Hüte dich, kleines Vöglein! -
Viel große Schnäbel stehen weit
Und böse offen und heiß bereit,
Dich zu zerreißen.

Dein Herzchen schwillt, dein Kehlchen klingt,
- Hüte dich, kleines Vöglein! -
Der Geier kommt, der dich verschlingt;
Du, so beseelt und bunt beschwingt,
Zuckst in den Fängen.

Mir ist so bitterbang zumut,
- Hüte dich, kleines Vöglein! -
Ich weiß nun bald, wie Sterben thut,
Und laß mich tragen von der Flut,
Die Alles fortschwemmt.

Autor: Otto Julius Bierbaum

Abschied
Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes-, schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.

Autor: Rainer Maria Rilke

Abschied
Wir standen stumm uns gegenüber,
die Augen heiß, der Atem schwer.
Jäh brannten alle Kerzen trüber.
Und heitre Menschen um uns her!

Da nahmst du zitternd meine Hände,
wir schwiegen, blickten irr im Kreis —
und wußten wohl: Dies war das Ende!
Und deine Lippen wurden weiß.

Autor: Mathilde von Bayern

Abschied
Die Blume bricht des Nordwinds Hauch,
Der Schmerz an meinein Herzen frißt;
Ob glänzender dein Elend auch
Ich weiß, daß du doch elend bist.

Mein Herz, das heiß für dich gepocht,
Birgt einen Schatz von reinem Gold;
Du hättest zu heben ihn vermocht,
Du aber hast es nicht gewollt.

Wir könnten beide glücklich sein;
Du weißt es wohl und willst es nicht.
O mög' es nimmer dich gereuen!
Leb' wohl! dies sei dein letzt' Gedicht!

Autor: Heinrich Leuthold

Abschied
Hast mit heissem Kuss
Meinen Leib umfangen,
Doch der Seele bist
Du vorbeigegangen.

Und ich suchte wohl,
Suchte Deine Seele,
Dass zur Stunde sie
Meiner sich vermähle.

Doch du bargst sie mir
Unter dichten Schleiern,
Und du wolltest nicht
Diese Stunde feiern.

Sieh, nun ist es aus,
Meine Glut verglommen,
Meiner Liebe Tod
Ist so schnell gekommen.

Und nun muss ich gehn,
Von dir gehn und weinen,
Darf mich nie und nie
Dir in Liebe einen.

Kann dir nie und nie
Meinen Leib mehr geben, -
Meine Seele wird
Suchend weiterschweben...

Autor: Thekla Lingen

Abschied
Das alte Lied, das alte Leiden,
Das jeden Menschen einst betrübt:
Ade, ade, jetzt muß ich scheiden
Von dir, die ich so sehr geliebt.

Wer kann es sagen, kann es wissen,
Ob er die Lieben wiedersieht;
Ein letzter Gruß, ein letztes Küssen,
Das alte Leid, das alte Lied.

Nun reich’ mir deine beiden Hände,
Den letzten Kuß, leb wohl, ade!
So laß mich los und mach’ ein Ende -
Wer weiß, ob ich dich wiederseh...

Autor: Hermann Löns

Abschied
Nun ist mein' beste Zeit vorbei,
Nun ist mir Alles einerlei
Wohin ich wandern soll.
Verlassen muß ich meine Lust,
Mein ganzes Herz ist in der Brust
Von Thränen, von Thränen voll!

Durch die alten Gassen hab ich zuletzt
Heut Nacht meinen Wanderstab gesetzt,
Mit manchem Gesellen gut.
Sie drückten mir alle die Bruderhand:
Und denk' an uns im fremden Land,
Halt' uns in treuer Hut!

Noch Einmal von der Neckarbrück'
Schau ich in's weite Thal zurück,
Die Wasser rauschten daher,
Sie rauschten stets, ich merkt' es kaum,
Sie rauschen und singen mir alten Traum,
Und machen das Herz mir schwer.

Ich sah nach jedem Giebeldach,
Mir war's, als riefen sie mir nach:
Fahr wohl, Gesell, fahr wohl!
Und mit dem Abschied war's vorbei,
Nun ist mir Alles einerlei
Wohin ich wandern soll!

Autor: Otto Roquette

Abschied
Still, still, mein Herz, dich trügt vielleicht der Schein,
Du trübst dir selber deines Daseins Wein -
O nein, o nein! was mir erzählt das Auge,
Erfüllt mein innerst Herz mit bittrer Lauge.

Leb wohl, du holdes, liebes Menschenkind,
Du siehst es nun, wie Dichter närrisch sind.
Ob meine Wunden bluten, ob vernarben,
Das Leben reicht dir doch die vollsten Garben!

Autor: Ferdinand Sauter

Abschied
Der schöne Sommer geht zu Ende,
Die Blütenbäume stehn entlaubt,
Oh, leg noch einmal deine Hände
Zum Segnen auf dies müde Haupt!

Die Sehnsucht meiner besten Tage
Erfüllte sich: Du wurdest mein. –
Der laute Jubel wird zur Klage,
Denn was noch kommt, muss trübe sein.

Der schöne Sommer geht zu Ende,
Die Blütenbäume stehn entlaubt,
Oh, leg noch einmal deine Hände
Zum Segnen auf dies müde Haupt!

Autor: Ernst Goll

Abschied
Sieh nur hin! zieh nur hin!
Vaterhaus und Heimatland
Sei dir Jesu Herz und Hand!
Mußt du an dir selbst verzagen,
Er wird heben, stützen, tragen;
Baue fest nur allezeit
Auf des Herrn Barmherzigkeit!

Wo du gehst, wo du stehst,
Bleib' Er deine Freud' und Kraft,
Die in Schwachen Wunder schafft.
Hast du in vergangenen Jahren
Lauter Gnad' und Lieb' erfahren,
O so rühm' und preis' auch heut'
Deines Herrn Barmherzigkeit.

Geh mit Gott! geh mit Gott!
Treue Herzen läßt du hier,
Doch das treu'ste folget dir:
Und das Krenz hast du zum Zeichen,
Daß Er nie wird von dir weichen,
Und daß auch im tiefsten Leid
Bleibt des Herrn Barmherzigkeit.

Zieh nun hin! zieh nun hin!
Folgst du Gottes Ruf allem,
Wird Er stets dir alles sein:
Müssen wir uns jetzt auch lasseu,
Sieh, in einem Geist umfassen
Wir uns doch zu jeder Zeit
Durch des Herrn Barmherzigkeit.

Autor: Julie Hausmann

Abschied
Er lebt auf der Strasse meistens allein
Spekulanten haben sein Leben verdorben
und tröstlich ist nur der Alkohol
Er wollt so gerne Vater sein
doch Frau und Kinder sind dran gestorben
und " er " stört nun das Volkeswohl

Ich traf ihn in der Kirche vorn am Altar
Er besucht`Jesus den Leidenden , der allein
wie er , so ausgemergelt , so sterbenskrank
so verlassen und einsam am Ende war
konnte nicht mehr beten , trank seinen Wein
und fiel halbtot auf die Kirchenbank

Man brachte ihn schnellstens ins Spital
und Schläuche waren sein seidener Faden
die Hoffnung starb im Lebenslauf
Er atmete ein letztes mal
nach all den schrecklichen Tiraden
da ging plötzlich die Türe auf

...und Christus kam an seine Seite
berührte ihn und sprach :
" In unsrer Einsamkeit begleite
mich nun, steh auf und folg mir nach

Die Ärzte fanden nur die Schläuche
gezogen wie von Geisterhand
und tränennaß sterile Kissen
Einsamkeit als Lebenssäuche
die ihr Leben wiederfand
Auch wir werden ihm folgen müssen

Autor: Sigi Peche

Abschied für immer
Ist's ein Wunder, daß dich alle lieben,
Die nach meinem Scheiden sich dir nahen,
Meine Seufzer sind bei dir geblieben
Und als Luftgeist sehnlich dich umfahren,
Wer zu athmen wagt an deinem Munde
Zieht sie unbewußt zu seinem Herzen,
Diese Seufzer mancher trüben Stunden,
Diese Geister, mir entflohn in Schmerzen.

Zu lebendig war des Herzens Hoffen,
Es vergeht nicht mit den Schmerzenstagen,
Ja es liegt die Welt jetzt vor mir offen,
Meine Liebe fühl' ich drinnen schlagen;
Leb' ich nun in Andern, die dich lieben,
Mag ich wohl der armen Mutter gleichen,
Die ihr Kind von ihrer Brust vertrieben,
Ihre Brust dem fremden Kind zu reichen.

Hoffnungsgeister, die mit schönen Bildern
Mich getäuschet wie die Jugendzeiten,
Meiner Nächte Einsamkeit zu mildern,
Ich entlaß euch in die blauen Weiten,
Einen Händedruck gebt noch zum Scheiden,
Sei's die Jugend, die ich heut entlassen,
Was auch komme, nichts will ich vermeiden,
Was vorbei, das läßt sich nicht mehr fassen.

Autor: Achim von Arnim

Abschied heißt leben
Hoch aus dem Norden schöne Grüße
Eis und Schnee und kalte Füße
sagen mir ich bin , ich bin !

In den wohligen vier Wänden
liegt das Glück in deinen Händen
gibt meinem Lweben einen Sinn !

Du fragst nicht ob ich Leid verstehe
bist einfach nur in meiner Nähe
und schenkst mir deine große Liebe

Auch wenn ich einst die Augen schließe
schmeck ich des Lebens zarte Süße
und wünsch mir ,daß es all so bliebe !

Autor: Siegfried Peche

Abschied vom Leben
O mein Geliebter
Die Sterne sind mir so nah -
Du bist so weit - so weit - !
Braune Erde, was stierst du mich an?
Wasser, was lockst du heran ...?
O sinkt zusammen, ihr Berg und Tal
Rette mich an dein Herz,
Sonst sterb ich vor Qual!
Ferner ade!
Ich grüß dich vieltausendmal ...

Autor: Elsa Asenijeff

Abschied.
Acht Tage floh'n, ein letztes Leuchten
Des Alpensees, nun ist es aus -
Ich wende meinen letzten, feuchten,
Verlorenen Blick aufs kleine Haus.

Es prangten die verrauschten Stunden
In wechselvollem Farbenspiel,
Ich hab' der Lust zu viel empfunden,
Für einen Kranken viel zu viel.

Im Zauberglanz der Morgensonne
Erkenn' ichs immer mehr und mehr,
Daß es für manche süße Wonne
Auf Erden keine Wiederkehr.

Denk' ich an dich mein Kind zurücke,
Ein Wehlaut bang mein Herz durchbebt,
Daß ich so nah dem vollsten Glücke
In Angst und Bitternis gelebt.

Dreieiniger Liebreiz schmückt die Räume,
Um die sich Treu und Glaube rankt.
Nun ists vorbei, es waren Träume -
Geliebte Tochter, sei bedankt!

Autor: Josef Mauthner

An Dich
Als die Tage stärker wurden,
und die Nächte ins Dunkle krochen,
führte ein Licht die Kreise ins Nichts
und ein Teil von dir schlich dahin.

Ich hielt nichts
nicht auf und nichts hier
allein zu gehen war nicht dabei
und verstehen war einerlei.

Wochen später wussten wir dann,
es war mehr dahinter, mehr daran.
Dir war wichtig, was wir nicht sahen,
dir war kostbar, was wir dir stahlen.

Und so führt weiter das Licht die Kreise ins Nichts.
So schlagen wir die Hände gegen Mauern über unseren Köpfen zusammen.
Wir sehen es immer noch nicht
nicht hier und nicht ein.

Der Tag der kommen musste,
die Gewissheit, die doch nichts wusste.
Zogen die Schatten aus der Nacht,
hinter sich her wie Funken das Licht in die Nacht.

Fragst du dich wieso wir noch über dich reden,
ob wir deinen Blick noch auf uns spüren.
Es vergeht kein Tag ohne das deine Stille uns erschrikt
und kein Augenblick ohne auf dein Flüstern zu horchen.

Es war zu schnell und zu früh,
wir waren zu langsam und zu spät.
hätten wir es je geschafft,
hättest du uns gedankt oder uns verflucht.

Diese Zeilen ziehen dahin,
sie taumeln und brechen.
Sie sind kraftlos und leer,
nimm sie jetzt, es werden nicht mehr.

Autor: KJAF

Auseinandergehen
Das helle Bild
es reizt die Augen
Der letzte Zug die Gier dann stillt
Es folgt ein Flackern
dann erlischt die Röhre
Ich hör sie seufzen die Geschichte
Sie scheint geknickt gar traurig
Was sie sah schockierte sie
Welch schauderhaftes Ungeheuer
Pechschwarz rotes Blut an Grund und Schale
drücken Hoffnung nieder

Sie hat ihn jahrelang getragen
Doch nun sind Last und Schmerz zu groß.

Autor: J. W. Steinhauer, T. Heine

Das Ende ist nah
Der Anfang vom Ende liegt lang schon zurück,
getrieben von Angst, zerstört er sein Glück.
Wo er kein Hell nur Dunkles er sah,
Die Schuld frisst ihn auf, das Ende ist nah.

Wie eine Sonne, ihre Strahlen ihn trafen;
Sie engelhaft zu Boden ihn warfen.
Sie war wunderschön, er verdiente sie kaum,
für ihn ging in Erfüllung, ein Lebenstraum.

Das Leben bisher durch Krankheit bestimmt,
mit ihrer Art, sie ihm die Schmerzen nimmt.
Sie war ein Geschenk, in seinem trostlosen Leben,
er liebt sie so sehr, würde Seins für sie geben.

Die gemachten Fehler, aus seiner Vergangenheit,
holten sie ein, in seiner schwersten Zeit.
In die Ecke getrieben, von Depressionen geplagt,
ihr Vertrauen missbraucht, als Freund hat er versagt.

Mit Dämonen im Kopf, vernebeltem Sinn,
gab er sich leider, dieser Dummheit hin.
Sie war sehr enttäuscht, konnte ihm nicht verzeihen,
er stürzt in die Tiefe und konnte nicht schreien.



Er hört noch ihr Lachen, als er sie um Hilfe bat;
Und fühlt noch bis heute wie weh es ihm tat.
Er bricht nun zusammen, sein Atem bleibt stehn,
in seiner Trauer, beschließt er zu gehn.

Er versuchte es ernsthaft, doch klappte es noch nicht,
und geht in die Klinik, ehe sein Wille zerbricht.
Seine Traumfrau, sein Vater, sie geben ihn auf,
das Schicksal nimmt fortan … seinen Lauf.

Es gibt eine Chance, im Geist kann er's sehn,
sein Körper kämpft eisern, er darf noch nicht gehn.
Seine Wirbelsäule bricht, genau wie sein Herz,
Er liegt Intensiv, tief drinn sitzt der Schmerz.

Er liegt in der Klinik, sie muss ihn sehr hassen,
am zehnten im März, sie hat ihn verlassen.
Ihm liefen die Tränen; in strömen über die Wangen,
Jetzt muss der Krieger im ihm, das Kämpfen anfangen.

Er selbst zieht die Schläuche und tut sich verbinden,
er muss jetzt hier raus, um Antwort zu finden.
Bekommt keine Antwort, sie ist so kalt wie ein Stein,
emotional, wird der Zehnte im Monat, ihr Todestag sein.

Diesem Tag zu gedenken, ein Leben lang,
am zehnten eines Monats, sein innerster Drang.
Jeden Monat im Park eine weiße Rose abgelegt,
denn keine andere, hat so sehr, sein Leben bewegt.

Ohne sie zu leben, ist was ihn zerbricht,
er ist sich ganz sicher, allein schafft er’s nicht.
Die Ignorantz und ihr Schweigen, belasten ihn sehr,
seine Gedanken an die Zukunft, sind düster und schwer.
Zurück in das Leben, mit Wille und Mut,
seine helfenden Freunde, taten ihm gut.
Was er auch tat, es war stets vergebens
Die Hürden werden höher, Zeit seines Lebens.

Wenn er auch fällt, er steht stets wieder auf,
doch liegt er am Boden, tritt man noch drauf.
Er macht wirklich alles und weiß was er will,
je länger er kämpft, umso ferner das Ziel.

Die Traumfrau verloren, vom Vater verbannt,
von Freunden vergessen, die Seele verbrannt.
Die Mutter gestorben, sie war noch nie da,
von Schmerzen gepeinigt, dem Tode so nah.

Dunkle Gedanken, ihn täglich umkreisen,
hängen an ihm, wie Ketten aus Eisen.
Mit den Geistern im Kopf, kämpft er ums Steuer,
Erinnerungen an Sie, brennen wie Feuer.

Selbsthass und Schuldgefühle, er ist davon besessen,
seit Wochen schon müde, kann kaum noch was essen.
Verurteilt sich selbst und will sich bestrafen,
Albträume in der Nacht, die ihn versklaven.

Er will nur noch sterben, er wünscht sich den Tod,
die Liebe verloren, seine Seele in Not.
Das Schöne des Lebens, kann er nicht mehr sehn,
er dreht sich im Kreis und will nur noch gehn.

Bemüht sich vergebens, kämpft jeden Moment,
mit den Stimmen im Kopf, die er nicht kennt.
Er verdient es nicht anders, er wäre nichts wert,
gefangen im Dunkeln, der Himmel versperrt.

Gebliebene Freunde, haben‘s nicht immer leicht,
was sie auch tun, nichts ihn erreicht.
Die die ihm könnt helfen, gibt es nicht mehr,
ihre Stimme und ihren Duft vermisst er so sehr.

Zum Leben zu müde, für das Sterben bereit,
der Weg in die Sonne, dem Körper zu Weit.
Isoliert im Geiste und im Herzen allein, sitzt er nun da.
Er kann den verstehen, der sagt: „ Das Ende ist nah.“

Autor: Peter Kämmler

Das Urteil
Aug um Auge, Zahn um Zahn,
zu Urteilen - ein Menschheitswahn.
Mit der Waagschale in Deiner Hand,
betrittst Du des Nachbarn Seelenland.
Wer sind wir? Muss ich fragen.
Dass wir ein Urteil wagen,
über jedes noch so kleine Sein,
bis uns trifft der eigene Stein?

Autor: Sandra Koschate

Der Abschied
Lass mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.

Traurig wird in dieser Stunde
Selbst der Liebe süßstes Pfand,
Kalt der Kuss von deinem Munde,
Matt der Druck von deiner Hand.

Sonst, ein leicht gestohlnes Mäulchen,
O wie hat es mich entzückt!
So erfreuet uns ein Veilchen,
Das man früh im März gepflückt.

Doch ich pflücke nun kein Kränzchen,
Keine Rose mehr für dich.
Frühling ist es, liebes Fränzchen,
Aber leider Herbst für mich!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Der einsame Stern
Ich blicke in den Himmel
Ich sehe die Sterne
Sehe das Licht
Wie es sticht in der Ferne

So greifbar nah
und doch so fern
so hell erleuchtet
so elegant der Stern

Sein Licht mag erloschen
Seine Größe ungewiss
doch seine Stärke unermesslich
so sehr wie ich dich vermiss

Autor: Can Oduncu

Der Weihnachtsbaum
Tief im Walde eines Fürsten,
der sehr reich und mächtig war,
wuchs ein Tannenbaum gar prächtig,
stand dort schon fast hundert Jahr.
Gut und Böse sah er gehen
in der langen Lebenszeit.
Mußte manchen Sturm bestehen,
war vor jeder Axt gefeit.
Und doch jetzt, am Lebensende,
hatte er noch einen Traum:
Einmal in des Menschenhände,
wollt er sein ein... Weihnachtsbaum.
Und schon bald ward er geschlagen,
stand gar prächtig auf des Fürsten Hof.
Durfte Gold und Silber tragen,
doch ansonsten fand er‘s doof.
Keine Kinderaugen strahlten
in der Kugel‘n hellem Schein.
Die da mit dem Gelde prahlten,
liebten sich nur ganz allein.
Ach wär er klein und unscheinbar.
so wie‘s im Wald sein Nachbar war,
dann stünde er mit Sicherheit
jetzt in der Stube der kleinen Leut‘.
Oh wie würde er erstrahlen
in der schönen Weihnachtszeit.
Die da nur mit Liebe zahlen,
hätten auch sein Herz erfreut!

von GeWei 2007

Autor: Gerhard Weise

Drei Mäuschen
Neulich in der Käserei,
da saßen drei Mäuschen frech und frei,
vor einem Riesen Käserad,
und aßen sich am Käse satt,
sie gruben und sie kratzten,
sie kauten und sie schmatzten.
So lang ihr Kinder ach wie wahr,
bis das vom Käse nichts mehr da.

© Hans-Josef Rommerskirchen

Autor: Hans Josef Rommerskirchen

Ich gehe fort
Ich sehe den Weg vor mir,
doch ich entscheide mich für einen anderen.
Es gibt nie ein wir;
denn ich bin nicht so wie die anderen.
Lass mich gehen,
Lass mich sehen,
was die Welt mir bietet,
ob mich vielleicht jemand erwartet?
Mein Glück liegt weit entfernt,
denn ich habe noch nicht alles gelernt.
Weine für mich wenn ich gehe,
denke an mich wenn ich gehe,
doch bestrafe mich nicht für meinen Tod,
denn es war vielleicht aus reiner Not.
Wir sehen uns sowieso bald wieder,
also schreibe ich dir das wichtigste nieder:
Fluche nicht sondern bleib still,
weil niemand ein böser Mensch sein will.

Autor: Tatjana L.

Im Garten hört man..
Im Garten hört man sie summ summ,
auch fliegt sie über's Feld herum,
Gelb;Schwarz da ist ihr Kleid,
man sieht es oft zur Sommer zeit.

Immer fleißig hin und her,
von einer Blüt'zur anderen hin,
übers Land gar kreuz und quer,
ja danach steht ihr der Sinn.

Stellt euch vor wenn sie nicht wäre,
wäre die Welt viel ärmer dran,
denn es gäb' kaum Blüten mehr,
alles welkte hin so dann.

Es ist kein Has',auch kein Kaninchen,
nein was da summt,das ist ein Bienchen.

© Hans Josef Rommerskirchen

Autor: Hans Josef Rommerskirchen

In dieser Zeit meines Abschieds
In dieser Zeit meines Abschieds
wünscht mir gut Glück, meine Freunde!
Der Himmel errötet im Frühlicht,
der Pfad liegt schön vor mir.

Fragt nicht, was ich mit mir nehme.
Ich beginne die Reise mit leerer Hand
und erwartendem Herzen.

Ich lege mein Hochzeitskleid an
und nicht die rotbraune Kutte der Waller.
Und drohn auch Gefahren mir unterwegs,
ich fürchte mich nicht.

Der Abendstern kommt heraus,
wenn meine Wandrung am Ziel ist,
und die klagenden Töne
der Zwielichtmelodien
erklingen vom Torweg des Königs.

Autor: Rabindranath Thakur

Ist das Stolz oder ist das Angst?
Das Mädchen steht vor dir,
Nun was sagst du zu ihr.
Willst du sie nicht endlich fragen.
Du siehst sie schon seit Tagen.
Soll sie doch kommen, denkt er sich.
Sie ist doch nicht besser als ich.
Augenkontakt halten sie jeden Tag.
Ich frag mich, was er morgen sagt.

Im Zug eingestiegen,
hat er es auch verschwiegen,
sie zu lieben.
Er geht einfach so an ihr vorbei.
Als wäre sie verdorbener Brei.
Platz war da noch bei ihr.
Doch er denkt sich: "Sie kommt noch zu mir".
Es war nicht zu übersehen, dass sie ihn möchte
und das ihr Blut vor ihm kochte.
Dann ging sie aus dem Zuge raus
und er schaute ihr hinterher, wie eine verwirrte Maus.
Vielleicht fährt sie an einen anderen Ort.
Kämpfe um sie, mach endlich was.
Ansonsten hast du die Chance deines Lebens verpasst.
Sie schaut dir in die Augen
und denkt sich komm schnell nach draußen.

Plötzlich kommt ein Junge und hält um ihre Hand.
Du denkst dir nur noch: verdammt!
Eine Chance wie in einem Film bekommst du nicht.
Es gibt nur eine Chance und die nutzt du nicht.
Nun stehst du da mit deinem blassen Gesicht
und weinst in dein Gedicht.

Autor: xeri

Kalt Gesell
Abschied ich nehm' von dem Gesang
der hoch vom Turm den Tag begann
und mit dem letzten Glockenschlag:

"Mein Wunsch ich Dir nun äußern mag".

Komm nun Gesell ergreif die Hand
die sich Dir hier entgegenstreckt.

Hinfort nimm mich von Dir erkannt,
der Schmerz der meine Seele quält
und wenn für Dich die Liebe zählt:

"So sei mein Freund" ...

Führ' mich ans Licht, das in der Ferne
ach so hell mich strahlend lockt.

Ich wiederhol's, ach so schön hell!

Dort möchte ich hin!
Beeil Dich...

Schnell, so Wohlgefühl mir sagen lässt!

Hab Dank dafür, du "kalt Gesell".

Autor: Achim Schier

Kalter Abschiedskuss
der Winter streift mit weisem Blick
frostig klirrt und zupft die Saiten
gibt mir eiskaltes Lied zurück
will mir schmerzvoll Klang bereiten
dort besingt in stiller Leidenschaft
hoffnungslos gelegt in Ketten
ach frühlingshafte Schöpferkraft
wenn wir dich nur endlich hätten
doch Winterlust gefriert die Welt
dem Henkersbeil ergeben muss
von Todesmelodie erzählt
sein unbarmherzig Abschiedskuss

Autor: Marcel Strömer

Kann dich nicht vergessen
Stand für dich so gern in Flammen,
Hab dich an mein Herz geschlossen.
Kann dich nicht aus mein Gedanken bannen,
So viel Tränen hab für dich vergossen.

Vergessen will und kann dich nicht,
In mir stechend, brennend Schmerz.
Und überall ist dein Gesicht,
Blutig weint mein schweres Herz.

Die schönste Zeit mit dir genossen.
Doch, ist diese nun vergangen.
In deinen Händen bin zerflossen.
Die unsere Liebe nie mehr fangen.

Sehne mich nach warmer Zeit,
Träume noch so gern von dir.
Erinnerung! Sie ist so weit.
Bist du doch noch ein Teil von mir.

Autor: Hannis Schütze

Kein Ende
So geh doch endlich fort aus meinem Leben !
Ich frage Dich, was willst Du noch von mir?
Hab doch schon alles, was ich hatte, hergegeben,
bin nur noch wie ein Weinstock ohne Reben,
und wie ein dunkles Zimmer ohne Tür.

Ich bitte Dich, lass meine Seele endlich wieder ziehen,
und halte sie nicht länger mehr in Deiner Hand gefangen.
Blumen ohne Wasser neigen schneller zum Verblühen,
drum hilf mir doch in dem verzweifelten Bemühen,
mein eignes Ich so schnell wie möglich wieder zu erlangen.

Hab Mitleid, lass mich gehen und spiele nicht mit mir!
Mach irgendetwas, das mich von Dir entbindet.
Der Narr wollte auf immer König sein bei Dir,
nun steht er hilflos draußen vor verschlossner Tür
und wär schon froh, wenn er die Narrenkappe wiederfindet.

Dein Bild muss ich mir reißen aus der Brust,
und tut es noch so weh, und sollte ich verbluten dran!
Doch dann stehst Du vor mir, als hättest Du´s gewusst,
und lächelst, als bereit, mich zu quälen, Dir noch Lust.
Ich stehe stumm und hilflos da und seh Dich an...

Autor: Bernd Szameitat

Liebe, wunderschönes Leben
Liebe, wunderschönes Leben,
Willst du wieder mich verführen,
Soll ich wieder Abschied geben
Fleißig ruhigem Studieren?

Offen stehen Fenster, Türen,
Draußen Frühlingsboten schweben,
Lerchen schwirrend sich erheben,
Echo will im Wald sich rühren.

Wohl, da hilft kein Widerstreben,
Tief im Herzen muss ich's spüren:
Liebe, wunderschönes Leben,
Wieder wirst du mich verführen!

Autor: Joseph von Eichendorff

Manchmal
Manchmal würde ich gerne sagen, geh ein Stück des Wegs mit mir - ich fühl mich so allein.
Manchmal würde ich mich gerne an eine Schulter lehnen. Nur ganz still anlehnen und zufrieden sein.
Manchml fühle ich mich verloren und einsam.
Manchmal da bin ich sehr übermütig, möchte über Wiesen laufen und die Bäume fragen, ob ich sie umarmen darf.
Manchmal denke ich an dich und die Zeit, wo wir gemeinsam vor unserem Häuschen in der Sonne frühstückten.
Manchmal bin ich traurig, dass so viel schon gewesen und so wenig nur mehr sein wird.
Manchmal freue ich mich, wenn ich sehe dass es noch Liebe gibt und manchmal bin ich betrübt über den vielen Hass der Leben vernichtet.
Manchmal frage ich mich, warum alles so ist und nicht anders sein kann.
Manchmal vergesse ich meine Blumen zu gießen und manchmal stehe ich in der Nacht auf und schreibe meine Gedanken in einem Büchlein nieder.
Manchmal lese ich meinen Freunden daraus vor.
Manchmal gehen sie dann ein Stück in Gedanken mit mir.
Manchmal lehne ich mich an ihre Schultern. Ganz still und bin zufrieden.

Autor: Susanne Praunegger

Mein Tod
Wenn mich des Herzens Sonnenlicht verschattet
ganz welk und schwer, wie eine Rose die verblüht
die ihren allerletzten Wunsch gestattet
entlockter Treueschwur sanft Todesduft versprüht
das will ich, jeder Bitterkeit entsagen
in auferlegten Jahren kühler Herbstlichkeit
was immer auch erträgt die fallend Tage
sanft bleib ich, erfüllt im Geben, selbst Tod geweiht

Autor: Marcel Strömer

Meine letzten Flügelschläge
Oben weit am Himmelsende
will ich leuchten sternegleich
wenn ich deine Augen blende
warte so im Himmelreich

Oben dort da Sterne stehen
lebe ich im Lichterort
werd dich sicher wiedersehen
darauf gebe ich mein Wort

Meine letzten Flügelschläge
hier auf Erden sind getan
nicht dass ich hier immer läge
fang doch jetzt von vorne an

Übersende ich von Eden
dir herzallerliebsten Kuss
werde immer mit dir reden
wie ein Engel reden muss

Autor: Marcel Strömer

Mutter...
Das Grab vereist.
Still stehe ich da.
Lange her
als sie noch war.

Farn und Wildwuchs
tarnen das Grab.
Bin froh um`s Gefühl
das ich noch hab`

Pflanze ein Blümchen
mit bunten Farben.
Macht zärtlich die Stätte
und in seelischen Narben.

Ich sage ihr "Tschüß".
nicht nur dem Sand.
Stätte wirkt friedlich
unter Gottes Hand.

Autor: Bernd Tunn

Nicht mehr du?
Bist auf neuen Wegen.
Weißt nicht wohin.
Hast immer gleiche Fragen.
Manche ohne Sinn.

Kennst viele Leute.
Verblassen einfach so.
Nun sind sie Andere.
Bist mit ihnen froh.

Das kleine Zuhause
was auch deines war.
Erlebst du als Fremder.
Ist dir nicht ganz klar.

Gehst mit deiner Frau
(Wie heißt sie nur?)
auf alten Wegen
in Wiese,Wald und Flur.

Erinnerung wird schwächer.
Zählt nun die Gegenwart.
Eingeweihte wissen das.
Ist nicht mehr so hart.

Autor: Bernd Tunn

Papiergesicht
Von Tag zu Tag seit langem schon seh ich dir ins Gesicht,
nicht in die Augen, tut mir leid, denn das vermag ich nicht.
Ich kann nicht sehen wie du unter Qualen nur verwelkst,
Selbst ein blinder, tauber Stummer merkt wie du dich verstellst.
Jeden Tag das gleiche Lächeln schmal wie man es kennt,
keiner fragt mehr nach Befinden denn dein Auge rennt
jedes einzelne mal mit nicht zu beschreibener Hast
Erst vor und dann zurück ein «Gut», ein drücken deiner Last.
Wir versuchen nur zu helfen doch wie es mir jetzt scheint
zogen wir nur die Schlinge enger die deinen Hals umschmeigt.
Diese zum kotzen leeren Augen welche tot aus Höhlen blicken
die in einem Menschen sitzen der droht zu ersticken
machen mir seit Wochen nun so fürchterliche Sorgen,
schmaler und schmaler wirst du jeden neuen Morgen.
Als wolltest du verschwinden aus der Welt die dich nicht liebt,
die Haut ist wie Papier so rissig die Augen sind so trüb.
Darum muss ich mich entscheiden und Gott es ist mir Pain,
doch ich will nicht weiter sehen den widerlichen Schein
eines Lebens das keins ist, denn das ist es nicht.
Ab heute geh ich meine Wege, leb wohl Papiergesicht.

Autor: Ruth

Ruhe in Frieden
Und schon wieder beginnt ein grauer Tag,
ich vermisse die Zeiten, wo du noch an meiner Seite warst.
Ich kann mich gut erinnern an den 12.8.2007.
Egal wer dich ins schlechte Licht stellt, ich werde dich immer lieben.
Danach kam das Unerwartete, du wurdest krank.
Glaub mir, ich konnte nichts machen, ich stand mit dem Rücken zur Wand.
Diese Qual begleitet mich stets in meinem Leben.
Wenn ich dich nochmal sehen könnte, würde ich alles daran geben.
Gib mir ein Zeichen, wie Regen oder Sturm vom Himmelsvater.
Wenn ich draußen bin und der Wind pfeift, dann weiß ich: du warst da!
Ich sitze immer noch am Fensterplatz und sehe die Regentropfen.
Diese Leere in mir, kann nicht mal der liebe Gott stopfen.
Es gibt Zeiten, wo ich dich zum Spaßen und reden brauch.
Bitte pass gut auf mich und meine Familie auf.
Und glaub mir, wenn schwierige Zeiten kommen, ich bleib stark.
Hoffentlich freust du dich über meine Blumen an deinem Grab.

Autor: Italian S.

Sammelsurium
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Autor: Jemand, der es gut u n d ernst meint!

Sternenkind...
Warst ein Wunsch.
Freuten uns sehr.
Etwas stimmte nicht.
Nun bist du nicht mehr.

Wollten dich so.
zum gemeinsamen Leben.
All unsere Liebe
mit dir erleben.

Bist leise weg
ohne dich umzusehen.
Tröste uns Gott
das durch zustehen.

Schon jetzt die Leere.
Warst ja mal da.
Bleibst für immer
in Gedanken nah.

Autor: Bernd Tunn

Stille
Kein Hauch fegt durch die kalte Gruft,
Die Winde sind gefroren,
und in der sterbenskalten Luft,
ist alle Hoffnung schon verloren.

Da plötzlich hebt sich flehendlich,
die Hand zum letzten Gruße.
Der dunkle Stein am dunklen Tisch;
des Alten letzte Buße.

Da reitet donnernd mit Gebrüll,
der Tod auf hellem Rappen ein,
und stielt des Herrn letzte Idyll,
das Ende ist in Stille.

Autor: G. Trakl

Urlaub und Abschied
Sahn wir nicht wiederum die Märchenerde,
die Wunderhimmel und die Fabeltiere,
als wir beisammen waren?

Und nun muss alles fahren:
Erde wird Erde, Himmel Himmel, Tiere werden Tiere.
Tag ist nicht mehr als Tag und Nacht ist Nacht.

Ich geh von dir.
Krieg ruft hinweg und Wut und Tod darinnen
von Mensch und Tier.

Einsam ist nun dein Park. Ein abgewandtes Sinnen
und stilles Wandeln nimmt dich auf.

Wann zaubern wir von neuem sie herauf
die Märchenerde und die Wunderhimmel,
die Fabeldinge und die Fabeltiere,
die wir gesehn, und die wir lassen fahren?

Frag nicht. Ich weiß nur noch dass wir beisammen waren.

Autor: Rudolf G. Binding

Verlassen
Steh in der Tür und sehe dir zu,
wie du die große Tasche füllst,
mit deinen Sachen, aus dem Schrank.
Bin völlig aufgewühlt.
Du hast gesagt, es ist vorbei.
Du gehst jetzt deinen eigenen Weg.
Und hast mich mit nur einem Satz,
aus deinem Leben raus gefegt.
Steh in der Tür und fass es nicht.
Was hab ich dir getan?
Du sagst es wäre deine Chance.
Du fängst von vorne an.
Ich tu beherrscht, obwohl ich grad am Ende meiner Kräfte bin.
Denn dein Spruch vom eigenen Weg,
macht für mich keinen Sinn.
Beinahe hätt ich dich umarmt,
als du das Haus verlässt.
Verschränke meine Arme schnell
und halt mich an mir selber fest.
Noch einmal öffnet sich die Tür,
die schon ins Schloss gefallen.
Das Schlüsselbund brauchst du nicht mehr,
wär dir grad eingefallen.
Ach ja, und dieses Stück Papier
ist eine Liste von den Dingen,
die du noch gerne haben willst.
Du schickst wen, um sie dir zu bringen.
Ich nicke nur, begreif nicht gleich.
Dann kehrt bedrückte Stille ein.
So langsam realisiere ich,
ich bin ab jetzt allein.
Ein letztes Mal, steh ich am Fenster.
Ersehne den vertrauten Blick,
dein frohes Lachen, ein letztes Winken.
Doch du schaust diesmal nicht zurück.
Sie sitzt im Wagen, sieht mich an,
und du steigst ein, der Motor startet.
Dann verschwimmt im Fluss aus Tränen,
das Bild vom Weg, der auf dich wartet.

Autor: Veronika Kowoll

Vermissen
Ich vermiss Dich,
und du vermisst mich.
So klar wie der Himmel,
so klar wie die Nacht.
Wo ich auch bin du bist bei mir,
denn du trägst mein Herz bei dir.
Sei nicht traurig,
ich komm zurück,
und dann feiern wir mit Glück.
Du liebst mich,
und ich lieb dich.
So wie die Sonne,
scheinst auch du.
So wie der Mond,
scheinst auch du.
Doch in meinem Herzen,
hab ich schmerzen.
Sei nicht traurig,
denn in mein Herz bist du.
So wie du mich liebst,
lieb ich auch dich.
Nachts träum ich von dir,
und du hoffentlich von mir.

Autor: Vivien

Vom Traum
Kaum hat er begonnen
ist er auch schon zerronnen
Nie war er wahr
und dennoch Lügen bar

Als würd´ er nie zu Ende geh´n
Jederzeit zum Start bereit
doch auch ihn
trifft der Tod der Zeit

Es ist erlebt
was als Wunsch an Gott gerichtet
dennoch nicht alles erstrebt
das Wenigste durchlichtet

Die Magie geht nie verloren
wird auf ewig neu geboren
Ein Wunder wie auch ich
- gelegentlich -

Autor: e R.D.e

Vorbei
Magen umgedreht
Herz zerrissen
Flügel gestutzt
Sonne erloschen
Horizont unsichtbar
(Wann) Werde ich wieder ganz?
(Wann) Werde ich wieder ich?

Autor: Ute

Warum?
Ich dachte, wir hätten Zeit,
Ein kleines Stück der Unendlichkeit.
Doch die Turmuhr schlug zur zwölften Stunde.
Das letzte Licht - unbemerkt verschwunden
Nun sind alle Straßen verlassen,
Während Tropfen wie tausend Tränen vom Himmel prasseln
Und alles was mir bleibt
Ist unendliche Einsamkeit.

Autor: Wintermorgen

Welt der Worte
Fesseln, die du legst, wenn du schreibst.
Flügel, welche du damit verleihst.
Welt der Worte, in die ich entflieh,
um dich zu finden: doch aber wie?
Zurück zu mir selbst, es fällt mir schwer:
weil dort Geräusche, ich frag mich wer,
wer stört diese Stunde?
Ich schau mich um,
es war nur die Katze, ich nehm's
ihr nicht krumm.

Doch dann wieder Stille
ich kehre zurück,
beginn' wieder zu lesen,
ach was für ein Glück...

© Achim Schier (*1956)

Autor: Achim Schier

Zu kurz
Die Nacht zieht von fern heran
Kalt, trostlos und unaufhaltsam
Jeder Fluchtversucht scheint die dunklen Wolken
Nur noch schneller voranzutreiben

So viele Wünsche, so viele Pläne
Versinken in endlosem Schwarz
Wovor hatte ich so viel Angst?
Tränen rinnen über Dein Gesicht
Ziehen langsam ihre Spur
Über Deine blasse, kranke Haut
Alle verlorenen Sehnsüchte
Alle ungelebten Träume
Bahnen sich nun endlich
Ihren Weg in die Freiheit –
Kleine Glasperlen voller Hoffnung

Die schwarze Wand spannt sich
Besitzergreifend über Dir auf
Doch zaghaft blinzelt ein silberner Hauch
Hinter der traurigsten Wolke hervor
Nutze Deine Zeit gut, sagst Du
Mach‘ es besser als ich
Umarme, tanze, lache, liebe
Wenn Dir danach ist
Sei ohne Angst –
Das Leben ist zu kurz
Um ständig Angst zu haben

Leise schließt Du Deine Augen
Ein zartes Lächeln umspielt Deinen Mund
Und der silberne Strahl
Taucht Dein Haar in heiligen Glanz
Dann trägt Dich die schwarze Woge
Von mir fort

Ja, flüstere ich, das Leben ist zu kurz
Versteckt in einer kleinen Ecke meines Herzens
Spüre ich meine vergessene Sehnsucht leise wispern
Und ich verspreche Deinem davonziehenden Geist
Mich von ihr nie mehr abzuwenden

Autor: Carolin Zweiniger

Zu spät...
Ein Mantel um dich mit Lasten schwer,
lässt dich erscheinen schwach und klein.
Dein toter Blick, kalt und leer,
Deine Seele ist nicht mehr rein.
Fehlt auch die Liebe und Lust am Leben,
Das Gefühl in die Lüfte zu schweben,
Kann dir leider nun niemand mehr geben.
Zu spät hast du gehabt die Zeit,
mit Wünschen und aller Herrlichkeit.
Zu spät gab es die Zeit für dich,
für helfen, hoffen, ändern und mich.
Vergessen im der Dunkelheit,
Mich und dich mit all dem Leid.
Allein gelassen, mich verletzt
Und Schuldgefühle auf mich gehetzt.
Das Band der Liebe ist gerissen,
Hält nur noch zusammen unser gewissen.
Um den nächsten Schritt zu wagen,
Muss man oft um Hilfe fragen.
Eine Brücke muss man erschaffen,
Um den nächsten Weg zu schaffen.
Doch hat man Angst loszugehen,
Kann man nur den Abgrund sehen.
Doch gehe nun die Lebensstrecke anders entlang,
Und werde nicht bei allem bang.

Autor: unbekannt

Zum Mond und zurück und 1000 mal drum rum
Der Schmerz in meinem Herzen sitzt tief.
Wo gestern noch die Sehnsucht rief,
wo Liebe und Glück waren Zuhaus,
dort sieht es heute ganz anders aus.
Kummer und Leid regieren nun mein Leben.
Mein Streben nach vorn ist nun vorbei,
denn Du brachst mein Herz inzwei.
Nachts liege ich wach, Stille neben mir.
Ich fang an zu weinen, meine Gedanken bei Dir.
Ich wach morgens auf und sehe mich um,
doch ich bin allein und frag mich "Warum?"
Ich mach mir Gedanken, gib mir die Schuld.
Zu wenig Vertrauen? Zu wenig Geduld,
mit Dir und mir und unseren Sorgen?
Ich weine schon wieder. Habe Angst vor Morgen.
Die Einsamkeit jetzt mein Begleiter.
Herz und Seele wissen nicht weiter.
Ich bitte Dich, linder den Schmerz!
Rede mit mir, mit meinem Herz!
Ich weiß, dass Du mich nicht mehr liebst.
Ich möchte nur eins!
Wissen, ob Du mir Hoffnung gibst.

Autor: Melcelsa

Hinweis:

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