Liebesgedichte

Was wäre das Leben ohne Liebe? Einsam und trostlos! Doch verlangt einem die Liebe so einiges ab, möchte man sie am Leben halten. Liebesgedichte sind eine Möglichkeit, dem liebsten Menschen an seiner Seite seine Gefühle zu offenbaren, um das Band der Liebe zu stärken.
Jeder der auf der Suche nach Liebeslyrik ist, sollte sich nun etwas Zeit nehmen und unsere Sammlung in aller Ruhe durchstöbern. Die Auswahl ist groß und kann sogar von Ihnen erweitert werden.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Neueste Liebesgedichte
  2. Klassische Liebesgedichte von Goethe, Rilke und Co.
  3. Kurze Liebesgedichte
  4. Liebesgedichte für ihn (für Männer)
  5. Liebesgedichte für sie (für Frauen)
  6. Liebesgedichte zum Weinen
  7. Moderne Liebesgedichte
  8. Romantische Liebesgedichte
  9. Wissenswertes zum Thema
  10. Liebesgedichte eintragen

Die neuesten Liebesgedichte

Was gibt es Neues auf unserer Seite? Das verrät Ihnen die folgende Liste mit den letzten drei Einträgen.

Ich denk' an dich, und meine Seele ruht
Ich denk' an dich, und meine Seele ruht
In dem Gedanken aus an dich,
Dem Schiffer gleich, der aus bewegter Flut
Zum stillen Hafen rettet sich.

Als wie am Tag ein wilder Vogel fliegt,
Waldaus, waldein, nach seiner Lust,
Doch bei der Nacht ins weiche Nest sich schmiegt,
So schmieg' ich mich an deine Brust.

Ich ruh' in dir, in deiner Liebe ruht
Der Drang der Seele wild und scheu;
Unsicher ist des Lebensmeeres Flut,
Und du allein bist ewig treu.

Autor: Friedrich Rückert

Hier im Wald mit dir zu liegen
Hier im Wald mit dir zu liegen,
moosgebettet, windumatmet,
in das Flüstern, in das Rauschen
leise liebe Worte mischend,
öfter aber noch dem Schweigen
lange Küsse zugesellend,
unerschöpflich - unersättlich,
hingegebne, hingenommne,
ineinander aufgelöste,
zeitvergeßne, weltvergeßne.
Hier im Wald mit dir zu liegen,
moosgebettet, windumatmet...

Autor: Christian Morgenstern

Du bist so still, so sanft, so sinnig
Du bist so still, so sanft, so sinnig,
Und schau' ich dir in's Angesicht,
Da leuchtet mir verständnißinnig
Der dunkeln Augen frommes Licht.

Nicht Worte giebst du dem Gefühle,
Du redest nicht, du lächelst nur;
So lächelt in des Abends Kühle
Der lichte Mond auf Wald und Flur.

In Traumesdämmerung allmählich
Zerrinnt die ganze Seele mir,
Und nur das Eine fühl' ich selig,
Daß ich vereinigt bin mit dir.

Autor: Emanuel Geibel

Klassische Liebesgedichte von Goethe, Rilke und Co.

Stil und Ausdrucksweise mögen sich im Laufe der Jahrhunderte verändert haben, jedoch sind die Gefühle, die dahinter stehen, zeitlos. Sie tragen kein Ablaufdatum.
Schon in der Antike fanden Dichter die richtigen Worte, um ihr Empfinden für die geliebte Person zum Ausdruck zu bringen. Liebesgedichte von Goethe, Rilke und Co. werden daher nie ihre Wirkung verfehlen.
Deshalb scheuen Sie sich nicht, den Ratschlag zu befolgen: "Schlag nach bei Shakespeare!". Wählen Sie im Folgenden aus einem Auszug der schönsten Liebesgedichte der Weltliteratur.

Die Liebende
Das ist mein Fenster. Eben
bin ich so sanft erwacht.
Ich dachte, ich würde schweben.
Bis wohin reicht mein Leben,
und wo beginnt die Nacht?

Ich könnte meinen, alles
wäre noch Ich ringsum;
durchsichtig wie eines Kristalles
Tiefe, verdunkelt, stumm.

Ich könnte auch noch die Sterne
fassen in mir, so groß
scheint mir mein Herz; so gerne
ließ es ihn wieder los

den ich vielleicht zu lieben,
vielleicht zu halten begann.
Fremd, wie niebeschrieben
sieht mich mein Schicksal an.

Was bin ich unter diese
Unendlichkeit gelegt,
duftend wie eine Wiese,
hin und her bewegt,

rufend zugleich und bange,
daß einer den Ruf vernimmt,
und zum Untergange
in einem Andern bestimmt.

Autor: Rainer Maria Rilke

Nähe des Geliebten
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Wege
Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh' ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten die Sterne.
O wärst du da!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Ach Liebste lass uns eilen
Ach Liebste, laß uns eilen,
Wir haben Zeit,
Es schadet uns verweilen
Uns beyderseit.

Der edlen Schönheit Gaben
Fliehen Fuß für Fuß,
Daß alles, was wir haben,
Verschwinden muß.

Der Wangen Ziehr verbleichet,
Das Haar wird greiß,
Der Augen Feuer weichet,
Die Brunst wird Eiß.

Das Mündlein von Corallen
Wird ungestalt,
Die Händ' als Schnee verfallen,
Und du wirst alt.

Drumb laß uns jetzt geniessen
Der Jugend Frucht,
Eh' als wir folgen müssen
Der Jahre Flucht.

Wo du dich selber liebest,
So liebe mich,
Gieb mir das, wann du giebest,
Verlier auch ich.

Autor: Martin Opitz

Du bist wie eine Blume
Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

Autor: Heinrich Heine

Einen Sommer lang
Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.

Wenn wir uns von ferne sehen,
Zögert sie den Schritt, levrai.de
Rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blättchen mit.

Hat mit Ähren sich das Mieder
Unschuldig geschmückt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gedrückt.

Finster kommt sie langsam näher,
Färbt sich rot wie Mohn;
Doch ich bin ein feiner Späher,
Kenn die Schelmin schon.

Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gestellt.

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.

Autor: Detlev von Liliencron

Ich bin so glücklich von deinen Küssen
Ich bin so glücklich von deinen Küssen,
Daß alle Dinge es spüren müssen.
Mein Herz in wogender Brust mir liegt,
Wie sich ein Kahn im Schilfe wiegt.
Und fällt auch Regen heut ohne Ende,
Es regnet Blumen in meine Hände.
Die Stund', die so durchs Zimmer geht,
Auf keiner Uhr als Ziffer steht;
Die Uhr zeigt heute keine Zeit,
Sie deutet hinaus in die Ewigkeit.

Autor: Max Dauthendey

Klärchens Lied
Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt –
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Liebesgeständnis
Leise hör ich dich rufen
in jedem Flüstern und Wehn.
Auf lauter weißen Stufen,
die meine Wünsche sich schufen,
hör ich dein Zu-mir-gehn.

Jetzt weißt du von dem Gefährten,
und dass er dich liebt ... das macht:
Es blühen in seinen Gärten
die lang vom Licht gekehrten
Blüten, blühn über Nacht ...

Autor: Rainer Maria Rilke

Liebeslied
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden, stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Autor: Rainer Maria Rilke

Mailied
Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

Und Freud und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Mignon
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn
Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!

Kennst du das Haus? auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn!

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg, o Vater, laß uns ziehn!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Neue Liebe, neues Leben
Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh –
Ach, wie kamst du nur dazu!von handmann.phantasus.de

Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick,
Ach, mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreißen lässt,
Hält das liebe lose Mädchen
Mich so wider Willen fest;
Muss in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach, wie groß!
Liebe! Liebe! Lass mich los!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Kurze Liebesgedichte

In der Kürze liegt die Würze - das kann auch für Liebesgedichte gelten. Wie bei guten Texten kommt es beim Liebesgedicht häufig nicht auf die Masse an, sondern auf die Prägnanz der gewählten Worte. Und das müssen gar nicht viele sein, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Selbst in wenigen Zeilen lassen sich Emotionen hervorragend transportieren, wenn die richtige Tonalität gewählt wird. Eine entsprechende Atmosphäre wird spürbar, auch wenn das Gedicht schnell gelesen ist. So wie hier in der Auswahl ebenso wunderbarer wie kurzer Liebesgedichte.

Giess in meine Seele deine
Gieß in meine Seele deine,
Meine hast du längst getrunken,
Wie im Morgensonnenscheine
Untergehn der Sterne Funken:

Daß mit wonnevollen Schmerzen
Gleiche Flammen uns durchwühlen!
Daß wir beide tief im Herzen
Eines Blutes Pulsschlag fühlen!

Autor: Robert Prutz

Glückes genug
Wenn sanft du mir im Arme schliefst,
Ich deinen Atem hören konnte,
Im Traum du meinen Namen riefst,
Um deinen Mund ein Lächeln sonnte -
Glückes genug.

Und wenn nach heißem, ernstem Tag
Du mir verscheuchtest schwere Sorgen,
Wenn ich an deinem Herzen lag
Und nicht mehr dachte an ein Morgen -
Glückes genug.

Autor: Detlev von Liliencron

Aufgezogen durch die Sonne
Aufgezogen durch die Sonne
Schwimmt im Hauch äther'scher Wonne
So das leicht'ste Wölkchen nie
Wie mein Herz in Ruh' und Freude.
Frei von Furcht, zu groß zum Neide,
Lieb' ich, ewig lieb' ich sie!

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Aus "Hamlet"
Zweifle an der Sonne Klarheit,
Zweifle an der Sterne Licht,
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit,
Nur an meiner Liebe nicht.

Autor: William Shakespeare

Bezaubert
Die Wange läßt die Wange nicht;
Es läßt nicht Mund von Mund,
Und ach! es läßt sich lange nicht,
Was ein's in Herzens Grund.

Möcht' bei dir weilen immerdar; -
Dich schauen selig an! -
Bei Gott, es hat's uns wunderbar
Ein Zauber angethan.

Autor: Karl Siebel

Einst werden Sonn' und Sterne kalt
Du liegst so gut in meinem Arm,
So gut ruht nur in mir mein Herz.
Wir schweben wie das Feuer fort
Und leben nur der Küsse Leben.
Einst werden Sonn' und Sterne kalt,
Uns hat der Tod vergessen müssen,
Und tausend, tausend Jahre alt
Leben wir noch in jungen Küssen.

Autor: Max Dauthendey

Ich bin mir meiner Seele
Ich bin mir meiner Seele
In deiner nur bewußt,
Mein Herz kann nimmer ruhen
Als nur an deiner Brust!
Mein Herz kann nimmer schlagen
Als nur für dich allein.
Ich bin so ganz dein eigen,
So ganz auf immer dein.

Autor: Theodor Storm

Im wunderschönen Monat Mai
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

Autor: Heinrich Heine

Liebe
Es ist ein Glück zu wissen,
daß du bist,
Von dir zu träumen
hohe Wonne ist,
Nach dir sich sehnen
macht zum Traum die Zeit,
Bei dir zu sein,
ist ganze Seligkeit.

Autor: Otto Julius Bierbaum

Nicht genug
Ich liebe dich, doch nicht genug
Für deine Seele, deine süße.
Ich hab' ja Augen nicht genug
Für ihre tausend stummen Grüße.
Nicht Hände habe ich genug,
Um Glück, nur Glück, dir zuzutragen,
Und habe Atem nicht genug,
Um soviel Liebe auszusagen!

Autor: Ludwig Jacobowski

Wissen möcht' ich nur, wie lange
Wissen möcht' ich nur, wie lange
Ich dir spielen könnt' im Haar,
Oder streicheln an der Wange,
Oder sehn ins Augenpaar;
Wissen möcht' ich, ob auf Erden
Noch ein solches Spiel es giebt.
Das man, ohne müde werden,
Treiben kann als wie man liebt.

Autor: Friedrich Rückert

Zwei Segel
Zwei Segel erhellend
Die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
Zu ruhiger Flucht!

Wie eins in den Winden
Sich wölbt und bewegt,
Wird auch das Empfinden
Des andern erregt.

Begehrt eins zu hasten,
Das andre geht schnell,
Verlangt eins zu rasten,
Ruht auch sein Gesell.

Autor: Conrad Ferdinand Meyer

Liebesgedichte für ihn (für Männer)

Egal ob Geburtstag, Hochzeitstag oder auch der Valentinstag. Es muss eigentlich gar keinen bestimmten Anlass geben - ein Liebesbekenntnis in Gedichtform wird immer gerne angenommen. Überraschen Sie daher ihren Partner - egal ob verliebt, verlobt, verheiratet - mit einem speziell auf ihn zugeschnittenen Liebesgedicht. Er wird es zu schätzen wissen, denn Männer sind (um mit Herbert Grönemeyer zu sprechen) "außen hart und innen ganz weich".

An deiner Brust
An deiner Brust ist meine Stelle,
In deinen Armen mein Asyl!
Mich warf des Sturm's empörte Welle
An dieses bang ersehnte Ziel.

Die Gaben, die das Leben zieren,
Jedwedes Gut, das köstlich heißt,
Was ich besaß, mußt' ich verlieren,
Daß du fortan mir Alles sei'st.

Jetzt, da ich Alles hingegeben,
Wird mir's durch dich zurückgeschenkt,
Wenn unter wonnevollem Beben
Dein Mund auf meine Stirn' sich senkt.

Autor: Betty Paoli

Ein solcher ist mein Freund
Ein solcher ist mein Freund,
Ein solcher ist mein Buhle,
Ein einziger, erlesener
Aus sämtlicher Männer Schar:
Wie ein Rabe, so schwarz sein Haar,
Und seine milden Augen
Ein Tauben-Augenpaar.
Sein Leib, wie Elfenbein,
Und wie gehaun aus Marmor
Der Schenkel Prachtgebilde,
Wie Lüfte, die gelinde
Hinsäuseln über Rosen,
Sind seine Minnegrüße,
Wie des Honiges Seim an Süße
Die Küsse, die er beut,
Sein ganzes Sein und Wesen
Nur Glück und Seligkeit.

Autor: Georg Friedrich Daumer

Heimliche Liebe
Oh dieser Abend, welch ein Abend!
Es fließt der Strom so sanft und rein.
O diese Stunden, was für Stunden!
Ich darf mit ihm im selben Boote sein.

Oh, ich verberge mein Erröten,
Nicht soll man schelten mich gemein.
O töricht Herz, warum willst du nicht brechen?
Ich weiß, ich fand den Liebsten mein.

Oh, auf dem Berge stehen Bäume,
Mit vielen Zweigen grün und dicht!
O, wie ich liebe meinen Liebsten!
Und doch, der Liebste weiß es nicht.

Autor: unbekannt

Herz und Seele
Eia, es öffne sich mir
deines liebsten Herzens
heilbringender Eingang.
Siehe, mein Herz
habe ich nicht mehr bei mir;
doch du, o Liebster, mein Schatz,
du bewahrst es auf
in deiner Kammer bei dir.
Du, du bist meines Herzens einziges,
ganzes,
liebstes
Wesenskernchen;
dir allein hat sich glutvoll
angeschmiegt meine Seele.

Autor: Gertrud von Helfta

Meine Augen
Meine Augen sind für alle,
doch mein Herz schlägt nur für Dich.
Drum wenn ich dir gefalle,
halt mich fest, vergiss mich nicht!
Viele Mädchen wirst du kennen,
von denen du denkst, sie lieben dich.
Doch bald wirst du erkennen,
keine liebt Dich so wie ich!

Autor: unbekannt

Nachtgebet einer Braut
O mein Geliebter - in die Kissen
bet ich nach dir, ins Firmament!
O könnt ich sagen, dürft er wissen,
wie meine Einsamkeit mich brennt!

O Welt, wann darf ich ihn umschlingen!
O lass ihn mir im Traume nahn,
mich wie die Erde um ihn schwingen
und seinen Sonnenkuss empfahn.

Und seine Flammenkräfte trinken,
ihm Flammen, Flammen wiedersprühn,
oh Welt, bis wir zusammensinken
in überirdischem Erglühn!

O Welt des Lichtes, Welt der Wonne!
O Nacht der Sehnsucht, Welt der Qual!
O Traum der Erde: Sonne, Sonne!
O mein Geliebter - mein Gemahl!

Autor: Richard Dehmel

Seit ich ihn gesehen
Seit ich ihn gesehen,
Glaub’ ich blind zu sein;
Wo ich hin nur blicke,
Seh’ ich ihn allein;
Wie im wachen Traume
Schwebt sein Bild mir vor,
Taucht aus tiefstem Dunkel
Heller nur empor.

Sonst ist licht- und farblos
Alles um mich her,
Nach der Schwestern Spiele
Nicht begehr’ ich mehr,
Möchte lieber weinen
Still im Kämmerlein;
Seit ich ihn gesehen,
Glaub’ich blind zu sein.

Autor: Adelbert von Chamisso

Senna Hoy
Wenn du sprichst,
Wacht mein buntes Herz auf.

Alle Vögel üben sich
Auf deinen Lippen.

Immerblau streut deine Stimme
Über den Weg;

Wo du erzählst, wird Himmel.

Deine Worte sind aus Lied geformt
Ich traure, wenn du schweigst.

Singen hängt überall an dir –
Wie du wohl träumen magst?

Autor: Else Lasker-Schüler

Liebesgedichte für sie (für Frauen)

Sie möchten einer Frau Ihre Zuneigung bekunden, aber es fehlen Ihnen die Worte?
Gedichte sind Botschaften, die von Herzen kommen. Sie helfen dabei, Gefühle auszudrücken und verleihen der Seele Flügel. Mit einem Gedicht können Sie berühren und verzaubern. Ob es der Glückwunsch zum Geburtstag ist, die kleine Aufmerksamkeit zum Valentinstag oder ein Liebesbeweis zum Hochzeitstag – mit einigen gefühlvollen Versen setzen Sie für jeden Anlass ein romantisches Highlight.

An die Geliebte
Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt,
Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge,
Dann hör ich recht die leisen Atemzüge
Des Engels, welcher sich in dir verhüllt.

Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt
Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge,
Daß nun in dir, zu ewiger Genüge,
Mein kühnster Wunsch, mein einzger, sich erfüllt?

Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn,
Ich höre aus der Gottheit nächtger Ferne
Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

Betäubt kehr ich den Blick nach oben hin,
Zum Himmel auf - da lächeln alle Sterne;
Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen.

Autor: Eduard Mörike

An M.
Der du meine Wege mit mir gehst,
Jede Laune meiner Wimper spürst,
Meine Schlechtigkeiten duldest und verstehst -
Weißt du wohl, wie heiß du mich oft rührst?
Wenn ich tot bin, darfst du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern
und in fremden Kleidern dir begegnen
Und dich segnen.
Lebe, lache gut!
Mache deine Sache gut!

Autor: Joachim Ringelnatz

Das Gedicht
Du mein Schatz
hast schon lange kein Gedicht von mir gelesen,
da bin ich einfach nicht ich selbst gewesen!
Mein Schatz es gibt Tage die sind leer,
oh Schatz dass sind diese Tage
die sind führ mich sehr schwer.
Dann gibt es diese Tage,
da sprudelt es nur aus mir heraus!
Nun Heute ist dieser Tag der Gedichte
und dieses ist nur für dich!
Meine süße Maus.

Autor: Andreas Schönbuchner

Es ist Nacht
Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir ...,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

Autor: Christian Morgenstern

Für dich
Möcht' mich als Staub vor die Füße dir legen,
Will dich bewegen wie die Winde das Laub,
Wollt' Küsse dir geben, soviel Tropfen im Regen,
Liebe ist blind, doch du, Geliebte, bist taub.

Hätte ich Hände, soviel Blätter die Bäume,
Sie alle sollten für dich nur sich regen,
Für dich sterb ich stündlich im Lied meiner Träume
Und kann mich selbst nur im Traum noch bewegen.

Autor: Max Dauthendey

Guten Morgen Liebes
Der Himmel ist so blau und rein,
Ich sehe dort kein Wölkelein.
Eine Guten Morgen meinem Sonnenschein.
Was ich an Liebe in mir habe,
Es ist für dich die Morgengabe.

Autor: Chriss Meinhardt

Ich sehe dich
Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.
Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.

Autor: Novalis

Nähe der Geliebten
Ich denke dein im Morgenlicht des Maien,
Im Sonnenglanz;
Ich denke dein, wenn mich die Sterne freuen
Am Himmelskranz.

Ich sorg' um dich, wenn in des Berges Wettern
Der Donner lauscht;
Du schwebst mir vor, wenn in den dunkeln Blättern
Der Zephir rauscht.

Ich höre dich, wenn bei des Abends Gluten
Die Lerche schwirrt;
Ich denke dein, wenn durch des Deiches Fluten
Der Nachen irrt.

Wir sind vereint, uns raubt der Tod vergebens
Der Liebe Lust;
O, laß mich ruhn, du Sonne meines Lebens,
An deiner Brust!

Autor: Theodor Körner

Was will ein Herz allein?
Das ist des Lebens innigster Verstand:
Bescheiden sein im guten Augenblick,
Das Nahe voll umfassen, alles rings
Durchfühlen und genießen - aber nicht allein.

Was will ein Herz allein? Es schlägt und schlägt
Und müdet sich ins Leere. Sehnsucht ist
Sein Los, und Sehnsucht fühlen, heißt: in sich
Dem Leben fern sein.

Oh Geliebte, komm.
Ich will dich fühlen und lebendig sein.

Was brauch ich Himmel, Ewigkeit und Gott?

Ich habe dich. Der Augenblick mit dir
Ist Ewigkeit in Gott. Wenn meine Hand
Die runde Fülle deines Busens fühlt,
Fühl ich, dass Leben haben Gott sein ist.

Denn du bist schön. Und Schönheit ist der Sinn
Der Welt. - Schönheit genießen, heißt die Welt
Verstehn.

Autor: Otto Julius Bierbaum

Liebesgedichte zum Weinen

Gute Zeiten, schlechte Zeiten - nicht immer herrscht Sonnenschein in einer Liebesbeziehung. Wenn sich dunkle Wolken zwischen zwei Menschen schieben, es in der Beziehung kriselt, aber auch bei Krankheit oder gar dem Tod des geliebten Partners, können traurige Liebesgedichte - und beinhalten sie noch so viel Trübsinn - unendlichen Trost spenden. Die besten haben wir für Sie zusammengefasst.

Andenken
Ich denke dein,
Wenn durch den Hain
Der Nachtigallen
Akkorde schallen!
Wann denkst du mein?

Ich denke dein
Im Dämmerschein
Der Abendhelle
Am Schattenquelle!
Wo denkst du mein?

Ich denke dein
Mit süßer Pein
Mit bangem Sehnen
Und heißen Tränen!
Wie denkst du mein?

O denke mein,
Bis zum Verein
Auf besserm Sterne!
In jeder Ferne
Denk ich nur dein!

Autor: Friedrich von Matthisson

Der graue Tag
Der graue Tag
Legt seine Wolken an meine Brust,
Mein Herz steht leer.
Mein Herz ist dunkel und wolkenschwer,
Ich habe so lange nicht mehr geküsst,
Ich küsse so gerne.
Lippen und Seele warten auf dich,
Du Herz der Ferne.

Autor: Max Dauthendey

Der Spinnerin Nachtlied
Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.

Ich sing und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein
Solang der Mond wird scheinen.

Das wir zusammen waren
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mir ihr Schall,
Dass du von mir gefahren.

So oft der Mond mag scheinen,
Denk ich wohl dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.

Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!

Autor: Clemens Brentano

Dich vergessen
Ich brenne innerlich für dich,
doch kann ich nur zusehen.
Du denkst nicht an mich,
trotzdem könnte mein Herz zergehen!

Ich weiß, du gehörst nicht mir,
aber ich kann nur an dich denken.
Immer, überall, jetzt und hier!
Doch was kann ich dir schon schenken?

Du gehst an mir vorbei,
würdigst mich keines Blickes.
Es zerreißt mein Herz entzwei,
es kann schon lange niemand mehr flicken.

Ich renne weg, weit weg,
Tränen laufen mir über die Wangen.
Doch ich bin auf meinem Weg!
Du auf dem der Andern.

Will alleine sein,
vielleicht in den Bergen.
Will dich vergessen und traurig sein,
will mich vor allen verbergen.

Doch wie, wie könnte ich dich jemals vergessen?
Deine wunderschönen blauen Augen,
die, die mich nie ansahen, vorbeischauen.
Wie könnte ich dich vergessen?!?

Autor: Kathi

Könnt' ich Dein vergessen?
Könnt' ich Dein vergessen,
Meines Lebens Licht?
Müßte von den Freuden
Der Erinn'rung scheiden,
Jeden Klang vermeiden,
Der zum Herzen spricht!

Könnt' ich Dein vergessen,
Meines Lebens Licht?
Alle Lichtgestalten,
Die sich mir entfalten,
Müßten bleich erkalten
Wie ein Traumgesicht.

Könnt' ich Dein vergessen,
Meines Lebens Licht?
Müßt' von Lied und Tönen,
Ach, von allem Schönen
Aug' und Ohr entwöhnen,
Flieh'n der Schöpfung Licht.

Könnt' ich Dein vergessen,
Meines Lebens Licht? -
Schweigend, ohne Klagen
Kann ich Leid ertragen,
Sterben wohl, entsagen,
Doch - vergessen nicht!

Autor: Agnes Franz

Leise Lieder
Leise Lieder sing ich dir bei Nacht,
Lieder, die kein sterblich Ohr vernimmt,
noch ein Stern, der etwa spähend wacht,
noch der Mond, der still im Äther schwimmt;

denen niemand als das eigne Herz,
das sie träumt, in tiefer Wehmut lauscht,
und an denen niemand als der Schmerz,
der sie zeugt, sich kummervoll berauscht.

Leise Lieder sing ich dir bei Nacht,
dir, in deren Aug mein Sinn versank,
und aus dessen tiefem, dunklen Schacht
meine Seele ewige Sehnsucht trank.

Autor: Christian Morgenstern

Mir ist es gleich
Ich weiß, dass deine Liebe
Verkäuflich ist;
Ich weiß, dass dir der Reichste
Der Liebste ist;
Ich weiß, dass diese schäumenden Ekstasen
Erheuchelt sind,
Dass sie nur künstlich deinen Leib durchrasen,
Mein bleiches Kind;
Ich weiß, dass dieses traumverlorne Flüstern,
Dass dieser liebesirre, heiße Blick
Ein wohlgeübtes und ein oft erprobtes
Komödienstück;
Und dennoch fühl' ich mich an deinem Busen
Beglückt und reich;
Ob Wahrheit oder Lüge diese Liebe,
Mir ist es gleich!

Autor: Felix Dörmann

So sei denn glücklich ohne mich
So wirst du nie mir ganz gehören,
Nie, niemals ganz die Meine sein?
Das Schicksal glaubt' ich zu beschwören,
Aus deinem Munde sagt es: Nein.
Ich liebte dich und durft' es wagen,
Zu dir drängt' all mein Leben sich;
Nun forderst du, ich soll entsagen?
So sei denn glücklich ohne mich.

Kein Wort des Vorwurfs will ich reden,
Sei immer glücklich, wenn du kannst –
Doch wer zerreißt die tausend Fäden,
Die du einst liebend um mich spannst?
Und wer zerbricht die Zauberkreise,
Die uns umschlangen, mich wie dich?
Sie wirken fort auf ihre Weise –
So sei denn glücklich ohne mich.

Ich weiß es, daß mit allen Mächten
Ein Denken heiß an's Herz dir dringt,
Wenn auch in liebeschwülen Nächten
Ein and'rer Arm dich stark umschlingt.
Mein denkst du neu. Mein Herz indessen
Verzehrt in alter Sehnsucht sich,
Verlassen und doch unvergessen –
So sei denn glücklich ohne mich.

Autor: Hermann Oelschläger

Trostlos rieselndes Tropfen
Draußen die Düne.

Einsam das Haus, eintönig,
ans Fenster,
der Regen.

Hinter mir,
ticktack,
eine Uhr,
meine Stirn
gegen die Scheibe.

Nichts.

Alles vorbei.

Grau der Himmel,
grau die See
und grau
das Herz.

Autor: Arno Holz

Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz
Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz,
Da weint' ich Nacht und Tag;
Nun wein' ich wieder, weil mein Herz
Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist's als trüg' ich in der Brust
Das ganze Himmelreich -
O höchstes Leid, o höchste Lust,
Wie seid ihr euch so gleich!

Autor: Emanuel Geibel

Moderne Liebesgedichte

Viele Liebesgedichte sind alt, ein bisschen schnulzig, romantisch und für manche Menschen nicht mehr so richtig passend. Es gibt aber auch moderne Liebesgedichte, in denen sich die großen Gefühle wie Liebe, Sehnsucht, Herz und Schmerz sprachlich zeitgemäß reimen. In der Zeit von SMS und WhatsApp kann so ein modernes Liebesgedicht auch auf diese Art verschickt und verschenkt werden und genau so große Freude bereiten wie in einem handgeschriebenen Liebesbrief.

Die Liebe
Liebe ist das Licht,
das auch in dunklen Zeiten
nicht erlischt!

Liebe ist das
schönste Gefühl der Welt,
so schön, wie die
Sterne am Himmelszelt.
Mann muss sie behüten,
wie der Mond die Nacht
… denn
sie ist die allergrößte Macht!

Autor: unbekannt

Die Liebe ist echt
Die Liebe ist echt, die Liebe ist wahr,
wenn sie dich trifft, bist dem Himmel so nah,
Du streckst deine Arme und willst ihn berühren
Das ist die Liebe, du kannst es jetzt spüren..

Wirst du zu gierig und willst du zu viel,
geht sie kaputt und wird zu’nem Spiel.
Liebe in Demut und Bescheidenheit
Dann wird sie bleiben für ewige Zeit.

Achte die Liebe und pflege sie sehr,
egal was auch kommt und gib sie nie her.
Kämpfe um sie mit all deinem Mut,
Denn sie ist unser wertvollstes Gut.

Autor: Peter Kämmler

Du und ich
Der Wind heult vor deinem Fenster ...
Du musst wachen.

Lichter flackern bedenkenlos
Das Buch auf deinem Nachttisch
Öffnet sich und fächert die Seiten auf.

Sobald der Sturm sich gelegt hat,
Wirst du aufstehen; die Turmuhr schlägt vier.

Dein Lachen besiegt alle Kriege.
Es ist ehrlicher als die Waage des
Krabbenhändlers am Hafen.

Tauben fressen dir aus der Hand,
Kinder lächeln unter Tränen, sobald du
In ihre Nähe kommst.

Wie einst Amphion durch den Klang seiner
Leier Steine bewegte und Theben erbaute,
Erweckst du mit deiner Stimme Vertrauen.

Das Morgenrot sammelt sich in deiner Wange.
Die Turmuhr schlägt sechs.
Der Sturm hat sich
In die Strafprozessordnung geflüchtet.

Immer beharrst du auf deinem Recht -
Die Paragraphen gehen auf Zehenspitzen,
Sobald wir müde sind und schlafen wollen.

Wir kommunizieren und prozessieren
Im steten Wechsel wie Eros und Anteros.

Der Sommer wird uns überraschen
Wie ein warmherziges Gerichtsurteil.

In meinem Gehörgang versammeln sich unsere Küsse:
Ich höre den Regen nicht mehr.
Am frühen Morgen träumen wir
Von Massenamnestien für Gewaltlose.

Wir verleihen unsere Namen an zahlreiche
Petitionen in der ganzen Welt.

Unsere Hände sind frei von Gold und Silber.
Ich schlucke deine Pillen, du meine.
Unser Blut spielt verrückt.

Du streitest für humane Altersheime,
Während ich für ehrliche Begräbnisse plädiere:
Ihr dürft uns an unseren Gräbern verfluchen.

Mein Herz geht stets vor dir auf Reisen.
Es empfängt dich in den Hotels dieser Welt
Mit Sekt und roten Rosen.

Autor: Annelie Kelch

Im sicheren Hafen
Lang irrte meine Seele
wie ein Schiff
durch die offenen Weltmeere
bis es eines Tages
über das Liebesmeer
direkt an dein Herz lenkte
und dort seinen Anker warf

Nun ruht es eingehüllt
im Liebesmantel
endlich im sicheren Hafen

Autor: Diana Denk

Ist es Liebe?
Ist es Liebe,
dieser Schmetterling im Bauch?
Ist es Liebe,
was uns so verwirrt?
Diese eine Liebe
die sich so aufbaut,
um die Ecke schaut?
Diese eine Liebe...
Nach Vorne gehen,
sich in die Augen sehen,
einander erkennen,
wohin wir rennen,
vorbei an Zeiten
aus unseren Vergangenheiten.
Die Zukunft anschauend,
Gefühle aufbauend
Wird es Liebe,
was dann bliebe?
Ängste und Glücksgefühle,
Befangenheit und Freiheit,
welch ein Durcheinander,
dieses Beieinander...
Was ist Liebe?

Autor: Sabine Knoop

Ist Liebe eine Illusion?
Ist Liebe eine Illusion,
in die man sich lebenslang verwickelt?
Oder Streben nach der Perfektion,
die uns all die Kräfte nimmt
und unbemerkt in unserem Verstand versickert?

Für Liebe setzt man alles aufs Spiel,
und was dann, Asche?
Dann bleibt alles stumm und still;
Warum leidet doch das Herz so viel?
Es zerbricht wie eine spröde Flasche.

Ist Liebe eine Illusion
Oder möglich viel viel mehr?
Ein Wunder, Gabe, Absolution,
gegen Ungerechtigkeiten ein Gewehr.

Weiß nicht, die Liebe kann verschieden sein,
Wir lassen uns von ihr regieren.
Doch wäre es nicht besser,
allein zu sein,
um den Verstand nicht zu verlieren?

Was nützt die Liebe in Gedanken?
So ist meine Ansicht:
Das Leben gibt uns keine zweite Chance
und eine andre Liebe nicht…

Autor: Alyona Bashyrova

Mein Herz es schlägt
Mein Herz es schlägt
Ich höre ihm zu

Die Zeit sie steht
Habe keine Ruhe

Mein Geist er rennt
Kommt nie ans Ziel

Meine Seele guckt zu
Hält es für ein Spiel

Wie schön wäre es fände ich Frieden
Habe ich denn Einfluss auf mein Leben?
Bin ich denn Herr all meiner Sinne?
Wo ich doch gerade zu Denken beginne

Einfluss wohl ja denn ich treffe Entscheidungen
Doch wann bin ich ich?
Und in welcher Verkleidung?

Die Suche nach der Liebe
Mit dir du schöne
Sie hält mich am Leben
Wie Farben und Töne

Autor: Martin Otto

Ohne Dich
Du bist der Wind in meinen Flügeln,
der Engel der mich sanft berührt,
ohne Dich da würd ich stürzen
bist der, der mich behutsam führt.

Autor: Cecile Krüger

Romantische Liebesgedichte

Romantische Liebesgedichte sind etwas fürs Herz. Doch oft fehlen die richtigen Worte, um leidenschaftliche Gefühle auszudrücken. Die Liebe lässt sich schwer in Worte fassen und manchmal geht es mit einem Gedicht leichter.

Dichter aller Zeiten haben Liebesgedichte geschrieben und vielleicht findet sich hier das passende Werk, in dem genau das ausgedrückt wird, was Sie dem geliebten Menschen sagen wollen.

Am süßen lila Kleefeld vorbei
Am süßen lila Kleefeld vorbei,
Zu den Tannen, den zwei,
Mit der Bank inmitten,
Dort zieht wie ein weicher Flötenlaut
Der sanfte Fjord,
Blau im Schilfgrün ausgeschnitten.

Gib mir die Hand.
Die beiden Tannen stehen so still,
Ich will dir sagen,
Was die Stille rings verschweigen will.
Gib mir die Hand ...
Gib mir in deiner Hand dein Herz.

Autor: Max Dauthendey

An die Geliebte
Sternengold entreiß ich dem nächtlichen All,
schmiede draus ein leuchtendes Diadem,
und um deine züchtige Stirne
flecht ich mit zitternder Hand es, Geliebte!

Sonnengold entwend ich dem Tagesgestirn,
winde draus einen siebenfach strahlenden Ring,
und an deine Hand, die reine,
füg ich in sprachlosem Glück ihn, Geliebte!

Blütenduft erhasch ich und Mondenglanz,
webe draus einen schimmernden Schleier dir,
und um deine Gestalt, die keusche,
lege ich zärtlich und leis ihn, Geliebte!

Was mir etwa entfiel beim wonnigen Werk,
raff ich auf und spinne mir Saiten draus,
süße, selige Weisen tönend -
alle für dich nur, für dich nur, Geliebte!

Autor: Christian Morgenstern

Die Mainacht
Wenn der silberne Mond durch die Gesträuche blinkt
Und sein schlummerndes Licht über den Rasen streut,
Und die Nachtigall flötet,
Wandl' ich traurig von Busch zu Busch.

Selig preis ich dich dann, flötende Nachtigall,
Weil dein Weibchen mit dir wohnet in einem Nest,
Ihrem singenden Gatten
Tausend trauliche Küsse gibt.

Überhüllet von Laub, girret ein Taubenpaar
Sein Entzücken mir vor; aber ich wende mich,
Suche dunklere Schatten,
Und die einsame Träne rinnt.

Wann, o lächelndes Bild, welches wie Morgenrot
Durch die Seele mir strahlt, find ich auf Erden dich?
Und die einsame Träne
Bebt mir heißer die Wang herab!

Autor: Ludwig Hölty

Du bist die Sonne, die nicht untergeht
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;

Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Du meiner Seele schönster Traum
Du meiner Seele schönster Traum!
Du meiner schönsten Träume Seele!
Du Herz, dem ich mein Heil befehle!
Du Heil, wie ich es ahnte kaum!

Du meines Lebens schönstes Lied!
Du schönes Leben meiner Lieder!
Aus Lied und Leben klingen wieder,
Was deine Liebe mir beschied.

Du meines Lenzes Blüt' und Duft!
Du Lenz, dem reich mein Herz erblühet!
Du Stern, der mir am Himmel glühet,
Mein Himmel du voll Glanz und Luft!

O laß um deine Stirne gern
Der Liebe Glorie mich weben,
Mein Himmel du, mein Lenz, mein Leben!
Mein Heil, o du mein Lied, mein Stern!

Autor: Peter Cornelius

Glück
Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum, dass ich’s verhehle
So glücklich bin ich.

Rings Menschen sich drehen
Und sprechen gescheut,
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. –

Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Täler voll Schimmer,
Weit herrlich die Welt!

Gepresst bricht die Freude
Durch Riegel und Schloss,
Fort über die Heide!
Ach, hätt ich ein Ross! –

Und frag ich und sinn ich,
Wie so mir geschehn?: –
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut sehn.

Autor: Joseph von Eichendorff

Ja, du bist mein!
Ich will's dem blauen Himmel sagen,
Ich will's der dunklen Nacht vertrau'n,
Ich will's als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöh'n, durch Heid und Au'n.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, dass du glücklich bist!
Schließ' mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Kurze Liebesgedichte / Im Garten
Die hohen Himbeerwände
Trennten dich und mich,
Doch im Laubwerk unsre Hände
Fanden von selber sich.

Die Hecke konnt' es nicht wehren,
Wie hoch sie immer stund:
Ich reichte dir die Beeren,
Und du reichtest mir deinen Mund.

Ach, schrittest du durch den Garten
Noch einmal im raschen Gang,
Wie gerne wollt' ich warten,
Warten stundenlang.

Autor: Theodor Fontane

So reich!
Wie ruht sichs doch an deiner Brust
So weich, so weich, so weich;
Zu zählen all die Götterlust
Zu reich, zu reich, zu reich!

Und daß ich weiß, du liebst nur mich
In all der Welt so weit,
Wie himmlisch, himmlisch ruht es sich
In solcher Sicherheit.

Wie ist die Lieb ein süßes Gift
Und Arznei zugleich:
Sie macht so arm ihn, den sie trifft,
Und doch so reich, so reich.

Und alles, alles, was du hast,
Dein ganzes, ganzes Sein,
Das halt ich reicher Mann umfaßt,
Ein süßes, seligs Mein.

Autor: Otto Ludwig

Unersättlich
Warum dein Kuß, so warm, so süß,
Doch meiner Seele Durst nicht stillt?
Weil immer neu der Liebe Born
Mir aus der tiefsten Seele quillt;

Weil unter meines Kusses Glut
Stets ros'ger deine Lippe blüht,
Dein Auge mir, dein lächelndes,
Stets leuchtender entgegen sprüht.

So zündet Stern an Stern sich an
Am Himmelsdom in nächt'ger Zeit,
Und brausend gießt dir in das Herz
Sich flammende Unendlichkeit.

Autor: Robert Prutz

Wie sollten wir geheim sie halten
Wie sollten wir geheim sie halten,
Die Seligkeit, die uns erfüllt?
Nein, bis in seine tiefsten Falten
Sei Allen unser Herz enthüllt!

Wenn Zwei in Liebe sich gefunden,
Geht Jubel hin durch die Natur,
In längern wonnevollen Stunden
Legt sich der Tag auf Wald und Flur.

Selbst aus der Eiche morschem Stamme,
Die ein Jahrtausend überlebt,
Steigt neu des Wipfels grüne Flamme
Und rauscht, von Jugendluft durchbebt.

Zu höherm Glanz und Dufte brechen
Die Knospen auf beim Glück der Zwei,
Und süßer rauscht es in den Bächen,
Und reicher blüht und glänzt der Mai.

Autor: Adolf Friedrich von Schack

Wissenswertes zum Thema

In diesem Abschnitt erfahren Sie etwas über den Ursprung der Liebeslyrik vom Barock bis zur Gegenwart. Zudem erhalten Sie Tipps, wie man moderne Liebesgedichte selbst schreibt und worauf es dabei ankommt.

  1. Die Geschichte der Liebeslyrik
  2. Bekannte Liebesgedichte großer Dichter
  3. Tipps, um ein Liebesgedicht selbst zu schreiben

Die Geschichte der Liebeslyrik

Schon in früher Zeit wählten Menschen die Dichtkunst, um ein von der Ferne aus bewunderten Menschen auf sich aufmerksam zu machen. In der Regel waren es Männer, die über ein paar geflügelte Worte versuchten, das Herz ihrer Angebeteten zu gewinnen. Häufig wurden Boten geschickt, die die Liebeslyrik in Textform oder auch als Gesang überbrachten. Viel es dem Verehrer schwer, seine Gefühle in Worte zu fassen, so gab es Dichter, die gegen einen Lohn Gedichte schrieben.

Im Barock löste sich die personenbezogene Dichtung auf. Gedichte waren eine Kunstform, die gern mit erotischen Motiven durchzogen waren und gleichzeitig vom Bewusstsein der Vergänglichkeit. Das Gedicht "Ach Liebste lass uns eilen" von Martin Opitz ist ein typisches Bild für das gesellschaftliche Leben der Zeit.

Bekannte Liebesgedichte großer Dichter

Im Wandel der Epochen haben große Dichter ihre Sehnsucht und ihren Liebeskummer zu Papier gebracht. So schrieb Goethe Gedichte wie "Nähe des Geliebten" und "Mignon" und erschuf damit Liebesgedichte, die bis in die heutige Zeit zwischen zwei Menschen ausgetauscht werden können.

In der Epoche der Romantik versuchten sich die Dichter der Zeit mit symbolbeladenen Zeilen an der Formulierung von Gedichten. Brentano verbindet in seinem Werk "Der Spinnerin Nachtlied" die unvermeidliche Sehnsucht mit der Freude der Liebe.

Weltschmerz und Todessehnsucht sind allgegenwärtig und fließen auch in die Liebeslyrik ein. Bis in die heutige Zeit fließen gesellschaftliche Veränderungen in die Ausdrucksweise der Lyrik ein. Partnerschaft und Geschlechterrollen werden thematisiert, der Mythos der dauerhaften Liebe wird angezweifelt.

Gedichte, die zitiert werden, um Herzen zu öffnen, finden sich im Werk von Rainer Maria Rilke. "Die Liebende" ist gefühlvoll und spricht Emotionen an. Doch auch Rilkes Gedichte, die nicht unbedingt zur Liebeslyrik zählen, entführen in eine poetische Welt. Ein Liebesgedicht beschreibt nicht Herzen und Blümchen, es schlägt eine Seite der Verbundenheit im Inneren an.

Liebeslyrik ist ein romantisches Zeichen, sich die gegenseitige Zuneigung zu offenbaren. Das kann zwischen zwei Liebenden sein, zum Dank oder ein Geschenk für einen besonderen Menschen. Ein sorgsam ausgesuchter Vers kann eine große persönliche Aussage haben. Findet sich unter den zahlreichen Liebesgedichten nicht das Richtige, bleibt der Schritt zur eigenen Dichtkunst. Darauf gehen wir im Folgenden ein.

Tipps, um ein Liebesgedicht selbst zu schreiben

Es gibt kaum ein persönlicheres Geschenk, als etwas das selbst gestaltet wurde. Nichts wird mehr aufbewahrt als Bastelarbeiten, Gemaltes und Gestricktes. Ein gedichteter Reim ist ein persönliches und einzigartiges Geschenk. Doch worauf kommt es an, wenn man eine Person mit einem selbst geschriebenen Gedicht überraschen möchte?

  • Zunächst einmal ist es wichtig, für welchen Anlass das Gedicht ist. Ein Geschenk zum Valentins- oder Hochzeitstag, zum Jubiläum oder einfach um zu zeigen, wie viel einem der andere bedeutet. Im Alltag fehlt oft der Raum um einfach zu sagen, wie viel man für den anderen empfindet.
  • Ein Gedichtband kann Anregungen geben. Ist die Wortwahl alter Dichter zu unmodern, so kann eine Übertragung in die moderne Sprache helfen. Und dann sollte man auf sein Herz hören und mit kleinen Stichpunkten beginnen.
  • Stellen Sie sich folgende fragen und versuchen Sie, diese zu beantworten: Was mag ich an Ihm / Ihr? Das Lachen, den Duft oder einen typischen Charakterzug? Was ist mir zuerst aufgefallen? Die Augen oder vielleicht der Mund? Wie hat die Liebesgeschichte begonnen, wie ist sie jetzt und wie soll sie weitergehen? Die Orte mit Bedeutung, die Musik die beide mögen und die besonderen Momente. Dazu gehören auch traurige Situationen und Erlebnisse. All das ist die Geschichte einer Partnerschaft.
  • Schreiben sie ihre gesammelten Punkte zu einem Gedicht mit verschiedenen Versen. Verbiegen Sie sich hierbei nicht! Jemand der humorvoll ist, der darf das auch zeigen. Jemand für den die Welt eine bunte Wiese voller Schmetterlinge ist, der wird nicht überzeugend einen sachlichen Text schreiben können.
  • Ein gutes Handwerkszeug ist ein Synonymwörterbuch, das treffende Wortvorschläge liefert und der Kreativität auf die Sprünge hilft.

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