Gedichte

Kurze Gedichte oder lange Gedichte? Lustige Gedichte oder traurige Gedichte? Egal, die Hauptsache ist, dass es sich um lesenswerte Gedichte handelt.
Ein lyrisches Werk kann kurz sein oder in Form einer sehr langen Ballade daherkommen. Den Leser bzw. die Leserin können völlig unterschiedliche Reime erwarten - in manchen Gedichten reimen sich am Zeilenende keine Wörter, in anderen dafür gleich mehrere. Was den Inhalt betrifft, haben sich Poeten seit Beginn der Menschheitsgeschichte an fast jedem Thema probiert. Kurzum: Die Welt der Gedichte ist groß und vielfältig.

Stöbern Sie gerade nach einem Gedicht, das Sie auf einer Familienfeier zum Besten geben möchten? Oder suchen Sie Geburtstagsgedichte oder Gute Nacht Gedichte? Dann werden Sie auf unserer Seite sicher fündig, denn das sind nur einige der hier vertretenen Kategorien aus unserer Sammlung, zu denen auch Freundschaftsgedichte, Trauergedichte und Hochzeitsgedichte gehören. Darüber hinaus bieten wir Poesie für weitere besondere Ereignisse.

Gedichte

Inhaltsverzeichnis

Gedichte für verschiedene Anlässe

Mit einem Gedicht kann man sich auf ernste oder witzige Weise bei einem Menschen bedanken, ihm alles Gute wünschen oder ihm einfach nur eine Freude machen. Dazu stehen in unserer Samlung zahlreiche poetische Werke zur Verfügung. Zur besseren Übersicht haben wir diese kategorisiert.

Die neuesten Gedichte

Unsere Datenbank an Gedichten wächst dank der Mithilfe unserer fleißigen Besucher fast täglich. Mittlerweile beinhaltet sie 1.157 Werke. Die aktuellsten Einträge finden Sie hier:

Ein Böhnchen

Ein Böhnchen so klein und fein
legst du erst in Wasser ein.
Damit es wird dick und schwer
und du wirst sehen, es keimt umso mehr.

Danach setzt du das Böhnchen
ins Töpfchen mit Erde.
An einen hellen Ort stellst du's nun -
jetzt hast du erstmal nichts mehr zu tun.

Oh Doch!
Ich hätte es beinah vergessen:
Gießen musst du es nun -
sonst kannst du die Bohnen niemals essen.

Nun heißt es warten!
Du kannst es stellen in den Garten,
ans Fenster oder auf den Balkon
und schwupp, da ist das Pflänzchen schon!

Erst ein Blättchen,
dann zwei, dann drei,
nun kann es sein,
dein Pflänzchen braucht Hilfe dabei.

Du musst es stützen, mit einem Stöckchen,
dann kann es wachsen in die Höh'.
Auch vergiss nicht weiter zu gießen,
dann kann es weit nach oben schießen.

Bald wirst du sehen viele Blüten,
orangene und rote -
und irgendwann kannst finden
eine Bohnenschote.

Knick Knack! Was sehe ich da?
Ein kleines Böhnchen!
Ach, wie wunderbar!
Autor: Julia und Jara WollenhöferKategorie: Kindergedichte

Die Kuh

Auf einer Weide tief im Tal
stand eine Kuh, die allemal
zwei Augen hutt' - und keinen Schal.
ist das nicht phänomenal?

Sie grunzte, kaute, schaute
und baß auf eine Raute.
Sie sah sich um, etwas miaute,
ein Uhu, der sie haute.

Und wider ihrer Frohnatur
Stompf sie den Uhu in die Schnurr.
Nach dieser ganzen Prozedur
Sah sie entspannt auf ihre Uhr.

Doch was ist das: es war fast zwei?
Vorbei die graus'ge Reimerei.
Obwohl so gänzlich stimmt das nicht -
Die letzte Strophe reimt sich kaum.
Autor: CharnielsKategorie: lustige Gedichte

Meine Muse

Sag mir den Grund, geliebte Muse.
Du reichst mir nicht mehr deine Hand?
Wo bleiben Phantasie, die schönen Worte,
die unsere Seelen innerlich verband?
Die Seelenrädchen stehen stumm und still,
sie brachten Wort und Zeile stets ans Ziel.
Nun muss ich alte Werke wiederkäuen.
Muse, bist du etwa schon senil?
Autor: Günter van de LindeKategorie: lustige Gedichte

Jeden Morgen

Jeden Morgen Zähne putzen,
jeden Morgen Bart schön stutzen,
jeden Morgen duschen gehn,
jeden Morgen früh aufstehn,
jeden Morgen Kaffee kochen,
- zuvor bin ich dem Bett entkrochen,
jeden Morgen in Spiegel schauen,
jeden Morgen packt mich das Grauen
- und dennoch:
Jeden Morgen an jedem Tag freu' ich mich,
weil ich den Morgen mag.
Autor: Klaus WeberKategorie: kurze Gedichte

Im Wasser

Im Wasser schwimmt's sich wie von selbst.
Die Barsche grüßen Bachforellen.

Der Saibling hat 'n Ei am wandern
beschützt es Tapfer vor den andern.

Dem Karpfen hängt die Schnute runter,
er putzt die Kiesel dabei munter.

Der Flusskrebs mit den Scherenhänden
lässt sich vom Zitterale blenden.

Und der große Hecht Obacht
macht auf die Kleinsten große Jagd.

Doch kommt der Kugelfisch geflogen
und plustert sich in großen Wogen.

So bleibt dem Hechte dann o Glück
nur ein leerer Teich zurück.
Autor: Marcel BeverungenKategorie: lustige Gedichte

Die Spinne

Siehst du eine Spinne,
dann raubt es dir die Sinne
und du merkst es nicht,
dass sie eine Schönheit ist.
Du bist auf Erden nicht allein
und kannst nicht ohne Tiere sein.
Die Spinne erfüllt sich ihren Zweck,
mach die nicht tot
und schick sie einfach weg.
Autor: Waltraut EglsederKategorie: kurze Gedichte

Traumflug

Wieder hüllt die Nacht mich Stillen
In ihr düsteres Gewand,
Und der Geist löst sich vom Willen
Für den Zug ins dunkle Land.

Fliegt entlang der Küstensäume,
Halb noch Land und halb schon Meer,
Über tags durchmessne Räume,
Die nun fremd und schattenschwer,

Zu dem Hort der heilgen Quellen
Wo er von den Wassern trinkt,
Und hernach aus ihren Wellen
Sich geläutert aufwärts schwingt.

Doch wie hoch sein Flug ihn führet,
Und wie weit die Reise geht,
Wenn der erste Strahl ihn rühret,
Ist er wieder heimgekehrt.
Autor: Hans MunchKategorie: Gute Nacht Gedichte

Die Ruhe

Kennst Du den Ort der Stille,
wo die Seele aus dem Körper hüpft,
frei und unbeschwert,
neue Kräfte schöpft?

In der Natur, da kannst ihn finden,
zeig ihr Deine Verbundenheit,
werde eins mit allen Sinnen,
denk an Dein Glück, nicht an das Leid.

Atme durch bis zu den Tiefen,
sieh hinein in Deine Welt,
stoße vor bis zu den Träumen,
erkenne, was sie am Leben hält.

Dann spürst Du die Erleichterung,
die Energie, sie kehrt zurück.
Dem Alltag unbeschwert begegnen,
ein täglich neues Glück.
Autor: Alfredo LombardoKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Gedanken

Das, was ich heut gedacht
ach es war ein Traum
hab im Herzen mal wieder gelacht
ganz ohne Angst ich glaubs noch kaum.
Endlich konnte ich mich entfalten
mein Leben selbst gestalten
hatte niemand in meinem Rücken
brauchte mich nicht mehr zu bücken.
Ich durfte mal ein Gläschen heben
im Garten die eignen Äpfel stehlen
essen was mir gefällt
ohne, dass sie gleich untergeht, die Welt.
Selbst ein Urlaub war mir gegönnt
ohne Tadel, du bist verwöhnt
brauchte einmal nichts zu tun
auch meine Knochen durften ruhn.
Ach, wie hab ich es genossen
doch die Zeit ist schnell verflossen
man ruft mir zu, du wirst gebraucht
der Traum verschwand sowie ein Rauch.
Einmal werd ich wieder träumen
dabei meine Last wegräumen
ich wünsche, dass es so sei
denn die Gedanken sind frei.
Autor: Elisabeth DoserKategorie: Gedichte zum Nachdenken

Frühlingsmorgen

In strahlend hellem Blau
erstrahlt ein schöner Frühlingsmorgen,
nach wintertristem Grau,
nach Schnee und Eis und manchen Sorgen.

Der Sonne zaghaft warmer Strahl,
kündet von Hoffnungsschimmer,
die Welt wird grün - ist nicht mehr kahl,
ich wünsch den Augenblick für immer.
Autor: Anette Wirth-HückingKategorie: Frühlingsgedichte
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Formen und Stilmittel der Lyrik

Lyrik ist kein starres Gebilde. Sie hat im Laufe der Jahrhunderte viele Formen angenommen und sich immer wieder neu erfunden. Zu den bekanntesten Gedichtformen zählen das Sonett, die Ballade, die Ode und das Haiku. Jede dieser Formen folgt eigenen Regeln, was Silbenanzahl, Strophenaufbau oder Reimschema betrifft.

  • Das Sonett besteht aus 14 Versen und ist in zwei Quartette und zwei Terzette gegliedert. Es stammt ursprünglich aus Italien und wurde durch Dichter wie Petrarca weltbekannt. Im deutschen Sprachraum griffen Autoren wie Andreas Gryphius im Barock intensiv auf diese Form zurück.
  • Die Ballade erzählt eine Geschichte, oft mit dramatischem Verlauf. Sie verbindet lyrische, epische und dramatische Elemente. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller haben einige der bekanntesten deutschen Balladen verfasst, darunter "Der Erlkönig" und "Die Glocke".
  • Die Ode ist ein feierlicher, oft erhabener Gesang zu Ehren einer Person, eines Ereignisses oder einer Idee. Friedrich Hölderlin war ein Meister dieser Form.
  • Das Haiku stammt aus Japan und besteht aus drei Zeilen mit fünf, sieben und wieder fünf Silben. Es konzentriert sich meist auf einen flüchtigen Moment in der Natur und wirkt durch seine Knappheit besonders eindringlich.
  • Freie Verse verzichten bewusst auf feste Reimschemata und Metren. Diese Form ermöglicht den größten gestalterischen Spielraum und ist in der modernen Lyrik weit verbreitet.

Neben der Form spielen Stilmittel eine zentrale Rolle. Metaphern, Personifikationen, Alliterationen, Anaphern und Enjambements sind nur einige der Werkzeuge, mit denen Lyriker arbeiten. Ein gutes Gedicht nutzt diese Mittel nicht zur Schau, sondern setzt sie so ein, dass sie die Aussage verstärken, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Wer Gedichte regelmäßig liest, entwickelt nach und nach ein Gespür dafür, wie diese Mittel wirken.

Ein Gedicht vortragen: Tipps für Ihren Auftritt

Ein Gedicht laut vorzutragen ist eine eigene Kunst. Wer ein lyrisches Werk vor Publikum präsentiert, steht vor einer anderen Aufgabe als beim stillen Lesen. Die Herausforderung liegt darin, den Text lebendig zu machen, ohne ihn zu überspielen. Hier sind einige Hinweise, die Ihnen dabei helfen können.

  • Verstehen, was Sie lesen. Bevor Sie ein Gedicht auswendig lernen, sollten Sie es wirklich durchdenken. Was will der Text sagen? Welche Stimmung trägt er? Erst wenn Sie das wissen, können Sie es auch so vortragen, dass Ihr Publikum etwas davon spürt.
  • Lernen Sie den Text gründlich. Auswendiglernen braucht Zeit, zahlt sich aber aus. Wer auf einem Blatt Papier klebt, verliert den Kontakt zum Publikum. Üben Sie den Text in kleinen Abschnitten und verknüpfen ihn mit Bildern oder Gefühlen.
  • Achten Sie auf Pausen. Viele Vortragende hetzen durch den Text. Pausen aber geben dem Zuhörer Zeit zum Verarbeiten und verleihen bestimmten Stellen mehr Gewicht. Eine kurze Pause vor einer wichtigen Zeile kann mehr bewirken als jede Betonung.
  • Sprechen Sie deutlich, aber nicht künstlich. Übertriebenes Pathos wirkt schnell unfreiwillig komisch. Ein natürlicher Ton, der die Emotionen des Textes widerspiegelt, trifft das Publikum meist viel direkter.
  • Üben Sie vor einem Spiegel oder mit einer vertrauten Person. Feedback von außen hilft dabei, blinde Flecken zu erkennen, etwa ein zu schnelles Sprechtempo oder eine monotone Betonung.

Gerade bei Familienfeiern, Geburtstagen oder Hochzeiten kann ein gut vorgetragenes Gedicht den Moment unvergesslich machen. Es muss nicht perfekt sein, um zu berühren. Authentizität zählt oft mehr als technische Perfektion.

Bekannte Dichter der Literaturgeschichte

Zahlreiche Autoren und Schriftsteller haben sich im Laufe der Zeit der Lyrik gewidmet. Jede literarische Epoche brachte andere Schwerpunkte mit sich. Sei es nun der Barock im 17. Jahrhundert, der aufgrund des Dreißigjährigen Krieges von Gewalt und Zerstörung bestimmt wurde oder der Sturm und Drang im 18. Jahrhundert, in dem die Natur ihren Schwerpunkt hatte. Das 19. Jahrhundert war gleich von mehreren Literaturepochen geprägt. Der Biedermeier lässt sich als konservativ beschreiben. Die Harmonie und die Ideale der Zeit rückten in den Mittelpunkt. Hierzu zählten die Unterordnung sowie die Zufriedenstellung mit kleinen Dingen. Im Realismus beschäftigte sich die Lyrik mit dem "nackten" Wiedergeben des alltäglichen Lebens. Man versuchte die Wirklichkeit so gut es ging in Poesie zu gießen. Der Naturalismus war dann das Sprungbrett zur Behandlung von sozialen Problemen, die im 20. Jahrhundert und der Moderne mehr und mehr vertieft wurden.

Doch wer waren nun die Dichter, die diese Epochen prägten? 10 der bekanntesten Lyriker unserer Zeit entnehmen Sie bitte der folgenden Liste.

  1. Clemens Brentano (Romantik)
  2. Christian Morgenstern (Naturalismus)
  3. Eduard Mörike (Biedermeier)
  4. Friedrich Schiller (Sturm und Drang)
  5. Heinrich Heine (Romantik)
  6. Johann Wolfgang von Goethe (Sturm und Drang)
  7. Joseph von Eichendorff (Romantik)
  8. Rainer Maria Rilke (Moderne)
  9. Theodor Storm (Realismus)
  10. Wilhelm Busch (Realismus)

Zudem erlangten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Friedrich Hölderlin, Theodor Storm und William Shakespeare große Bekanntheit.
Hinweis: Eine komplette Übersicht aller bekannten Dichter und Dichterinnen finden Sie hier.

Selbst ein Gedicht schreiben: So geht's

Viele Menschen möchten irgendwann ein eigenes Gedicht schreiben, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Die gute Nachricht: Es gibt kein Patentrezept, aber es gibt Wege, die den Einstieg erleichtern.

Beginnen Sie mit einem Gefühl oder einem Bild, das Sie beschäftigt. Nicht mit dem Druck, ein "schönes" Gedicht zu schreiben, sondern eins mit Ehrlichkeit. Schreiben Sie zunächst einfach drauf los, ohne auf Reim oder Rhythmus zu achten. Dann betrachten Sie das Geschriebene. Welche Wörter gefallen Ihnen? Welche Zeilen sagen mehr als andere? Streichen Sie alles, was nicht wirklich gebraucht wird. In der Verdichtung liegt die Kraft eines Gedichts.

  • Wählen Sie ein konkretes Thema. "Die Natur" ist zu weit gefasst. "Der erste Schnee auf einem leeren Schulhof" gibt Ihnen viel mehr, womit Sie arbeiten können.
  • Nutzen Sie alle Sinne. Was sehen, hören, riechen oder spüren Sie in dem Moment, den Sie beschreiben wollen? Sinnliche Details machen Texte lebendig.
  • Probieren Sie verschiedene Formen aus. Schreiben Sie einmal mit Reim, einmal ohne. Versuchen Sie einen Text in Strophen zu gliedern oder als einen einzigen langen Fluss zu gestalten. So finden Sie heraus, welche Form zu Ihnen und ihrem Thema passt.
  • Lesen Sie viel. Wer gute Gedichte liest, lernt fast automatisch, worauf es ankommt. Das gilt für jede Art des Schreibens, für Lyrik besonders.

Kein erstes Gedicht ist perfekt. Schreiben ist ein Prozess und viele berühmte Lyriker haben ihre frühen Werke später überarbeitet oder als Fingerübungen betrachtet.

Gedichte für und mit Kindern

Für Kinder sind Gedichte oft der erste bewusste Kontakt mit Sprache als Kunstform. Reime machen Wörter greifbar, Rhythmus macht Sprache erlebbar. Kinderreime wie "Ringel, Ringel, Reihe" oder Abzählverse gehören zur frühen Kindheit und bleiben oft ein Leben lang im Gedächtnis.

Ältere Kinder profitieren davon, wenn sie Gedichte nicht nur als Schullektüre kennenlernen, sondern als etwas, das auch Spaß machen kann. Witzige Verse, Zungenbrecher in Gedichtform oder Rätselreime wecken bei vielen Kindern die Lust, selbst mit Sprache zu spielen. Unser Angebot an Kindergedichten ist genau darauf ausgerichtet: Texte, die unterhalten, zum Mitmachen einladen und gleichzeitig sprachliches Feingefühl fördern.

Auch für Eltern und Großeltern lohnt sich ein Blick in diese Kategorie. Ein kurzes Gedicht als Gutenachtgruß, vorgelesen oder aufgeschrieben, kann ein kleines Ritual werden, das Kinder in guter Erinnerung behalten.

Gedichte in schweren Zeiten

Wenn Worte fehlen, greifen viele Menschen zu Gedichten. Bei Trauer, Verlust oder Abschied kann ein lyrischer Text etwas ausdrücken, das sich in gewöhnlicher Sprache kaum fassen lässt. Gedichte haben in solchen Momenten eine besondere Funktion: Sie geben Gefühlen einen Rahmen und vermitteln dem Trauernden das Gefühl, nicht allein zu sein.

Unsere Trauergedichte und Abschiedsgedichte wurden mit diesem Gedanken zusammengestellt. Ob für eine Trauerfeier, eine Gedenkseite oder als persönliche Zeilen in einer Kondolenzkarte: Sie finden hier Texte, die Mitgefühl ausdrücken, ohne dabei aufgesetzt oder floskelhaft zu wirken. Manche Menschen empfinden es auch als hilfreich, in Zeiten der Trauer selbst zu schreiben. Das eigene Gedicht muss niemals jemandem gezeigt werden. Es kann einfach ein Weg sein, das Erlebte zu verarbeiten.

Gedichte lesen und verstehen

Manchmal begegnet man einem Gedicht und hat das Gefühl, es nicht wirklich zu verstehen. Das ist völlig normal und kein Zeichen mangelnder Bildung. Lyrik ist oft mehrdeutig und bewusst offen gestaltet. Kein Leser muss dasselbe aus einem Gedicht mitnehmen wie ein anderer.

Trotzdem gibt es ein paar Fragen, die beim Erschließen eines Textes helfen können:

  • Was beschreibt das Gedicht? Nicht was es "bedeutet", sondern was konkret passiert oder zu sehen ist. Was für Bilder entstehen beim Lesen?
  • Welche Stimmung hat der Text? Ist er melancholisch, hoffnungsvoll, ironisch, feierlich? Wie trägt der Klang der Wörter zu dieser Stimmung bei?
  • Wer spricht hier? Das lyrische Ich ist nicht zwingend der Dichter selbst. Es kann eine Figur sein, eine Stimme, ein Blickwinkel.
  • Gibt es wiederkehrende Wörter oder Motive? Was wird betont, was ausgespart? Diese Beobachtungen führen oft zu interessanten Deutungen.
  • In welchem historischen oder biografischen Kontext entstand das Werk? Das muss nicht immer entscheidend sein, kann aber den Blick auf einen Text deutlich erweitern.

Gedichte zu lesen ist eine Fähigkeit, die sich durch Übung schärft. Je mehr Sie lesen, desto leichter fällt es Ihnen, auch anspruchsvollere Texte zu erschließen und zu genießen. Diese Sammlung ist ein guter Ausgangspunkt dafür.

Machen Sie mit!

Unsere Gedichtesammlung bietet nicht nur Platz für Lyrik bekannter Poeten. Auch unbekannte Autoren und Schriftsteller sind herzlich dazu eingeladen, ihre Werke auf unserer Seite einzutragen und damit anderen Lesern vorzustellen.
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